Masterarbeit, 2021
132 Seiten, Note: 1,3
1 Abstract
2 Einleitung
2.1 Thema und Problembeschreibung
2.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
2.3 Struktur und Vorgehensweise
3 Theoretischer Hintergrund und aktueller Forschungsstand
3.1 Definitionen und Zusammenhänge der Fachbegriffe
3.1.1 Digitisierung
3.1.2 Digitalisierung
3.1.3 Digitale Transformation
3.1.4 Zwischenfazit: Zusammenhang und Unterschiede der Definitionen
3.2 Treiber der Digitalen Transformation
3.3 Zwischenfazit zur Digitalen Transformation
3.4 Chemische Industrie
3.5 Generische Wertschöpfungsstruktur eines chemischen Betriebs
3.6 Charakteristika der chemischen Industrie
3.7 Wirtschaftlicher Bedeutung und Entwicklung der chemischen Industrie
3.8 Digitale Standortbestimmung der chemischen Industrie
3.9 COVID-19 und die Auswirkungen
3.10 Hypothesengenerierung
4 Forschungsdesign und Methodik
4.1 Literaturanalyse und Ableitung von Handlungsempfehlungen
4.2 Szenarioanalyse
5 Systematische Literaturrecherche zur Digitalen Transformation
5.1 Ziel, Rahmen und Umfang der Literaturrecherche
5.2 Keyword-Analyse
5.3 Quantitative Auswertung der Suchergebnisse
5.4 Qualitativer Literaturüberblick zu Digitaler Transformation
5.5 Bewertung und Diskussion der Ergebnisse aus Literaturrecherche
5.6 Ableitung von Handlungsempfehlungen für die chemische Industrie
6 Szenarien
7 Diskussion der Ergebnisse
8 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Master-Thesis ist die Identifizierung von Erfolgsfaktoren für die Digitale Transformation sowie deren Transfer auf die chemische Industrie, um Unternehmen bei der Bewältigung zukünftiger Herausforderungen in einem volatilen Marktumfeld zu unterstützen.
3.6 Charakteristika der chemischen Industrie
Folgende (nicht abschließende) Listung charakterisiert die wesentlichen Merkmale der chemischen Industrie:99,100,101
- Kapitalintensiv
- Komplex
- Stark technologiegetrieben
- Energie- und Ressourcenintensiv
- Stark fragmentiert
- Stark vom Wirtschaftszyklus abhängig
- Hoch kompetitiv
- Über 50% der Produkte basieren (bisher) auf Erdöl
- Hoher Forschungs- und Entwicklungsbedarf
- Starke Vernetzung von Lieferketten (Supply Chains)
- Abhängigkeit innerhalb der Produktionsketten von Lieferanten und Abnehmern
- Hohe Prozessorientierung
- Stark internationalisiert
- Unter öffentlicher Beobachtung, insbesondere im Sinne des Umweltschutzes
- Erfordert hohes Knowhow seitens der Beschäftigten
- Hohe Tarifbindung und starke Gewerkschaften in Deutschland
- Trägt indirekt zur Versorgungssicherheit der landwirtschaftlichen Produktion (Dünger und Pestizide) und Pharmaindustrie (Grundstoffe) bei
- Sichert einen Teil der Energieversorgung (insbesondere durch Heizöl und -gas), allerdings mit sinkender Bedeutung
- Stark produktabhängige Innovationszyklen
o Bspw. Erdöl seit 100 Jahren das „gleiche“ Produkt
o Polymere (Kunststoffe) sehr schnelle Innovationen
- Prozessfertigung mit bereits recht hohem Automatisierungsgrad
- Bisher stark Produkt- und wenig dienstleistungsgetriebene Geschäftsmodelle
- Betriebsgrößen in Deutschland zu 93% KMU (unter 500 MA)102
- 7% Konzerne stellen die Grundstoffe und Vorprodukte her und beliefern die KMUs, welche daraus erst die Endprodukte fertigen103
- Sehr fragmentierte und unternehmensindividuelle Datenlandschaften ohne führenden Branchenstandard, oftmals traditionell unternehmensintern gewachsen
1 Abstract: Zusammenfassung der Zielsetzung, Methoden und wesentlichen Ergebnisse der Arbeit.
2 Einleitung: Einführung in das Thema, Problembeschreibung, Forschungsfragen und Aufbau der Arbeit.
3 Theoretischer Hintergrund und aktueller Forschungsstand: Definition der Fachbegriffe und Analyse der chemischen Industrie sowie deren digitaler Standortbestimmung.
4 Forschungsdesign und Methodik: Beschreibung der angewandten qualitativen Forschungsmethoden, insbesondere der Literaturanalyse und Szenarioanalyse.
5 Systematische Literaturrecherche zur Digitalen Transformation: Durchführung der Literaturrecherche, Auswertung der Erfolgsfaktoren und Diskussion der Frameworks.
6 Szenarien: Modellierung möglicher Zukunftsentwicklungen für die chemische Industrie mittels Szenarioanalyse.
7 Diskussion der Ergebnisse: Interpretation und kritische Einordnung der Forschungsergebnisse.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Identifizierung weitergehender Forschungsbedarfe.
Digitale Transformation, Digitalisierung, Erfolgsfaktoren, chemische Industrie, Chemie 4.0, Szenarioanalyse, Wertschöpfung, Prozessoptimierung, Unternehmensstrategie, Innovationsmanagement, industrielle Resilienz, Change Management, Industrie 4.0.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der Digitalen Transformation spezifisch für die chemische Industrie in Deutschland.
Die zentralen Felder umfassen die theoretische Abgrenzung der Digitalisierung, die Analyse der chemischen Industrie, die Identifizierung kritischer Erfolgsfaktoren und die Modellierung von Zukunftsszenarien.
Ziel ist es, eine Wissenslücke zu schließen, indem Erfolgsfaktoren der Digitalen Transformation identifiziert und Handlungsempfehlungen für die chemische Industrie abgeleitet werden.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Literaturrecherche, einer systematischen Inhaltsanalyse sowie der Anwendung der Szenario-Technik zur Zukunftsplanung.
Im Hauptteil werden Begriffsdefinitionen geklärt, der Ist-Zustand der digitalen Reife in der Branche analysiert und ein Modell zur Umsetzung der Digitalen Transformation erarbeitet.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Digitale Transformation, Erfolgsfaktoren, chemische Industrie, Szenarioanalyse und Chemie 4.0 charakterisiert.
Die Pandemie wird als externer Treiber für die Digitalisierung betrachtet, der den Handlungsdruck auf Unternehmen erhöht und in die Szenarioentwicklung integriert wurde.
Die Arbeit identifiziert die Unternehmenskultur als einen der kritischsten, aber schwer greifbaren Erfolgsfaktoren, da sie den Menschen in den Mittelpunkt des Wandels stellt.
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