Masterarbeit, 2021
90 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 CSR Maßnahmen in globalen Lieferketten
2.1 Entwicklung und Definition des Begriffs CSR
2.2 Die Rolle von CSR in globalen Lieferketten
2.3 Überblick der Richtlinien und gesetzlichen Regelungen
3 Moral Distancing – Ein neues Lieferkettengesetz für mehr Verantwortung
3.1 Entstehung und Inhalte des Lieferkettengesetzes
3.2 Die Initiative Lieferkettengesetz – wer steckt dahinter?
3.3 Probleme in der Lieferkette am Beispiel der Lebensmittelbranche
3.4 Reaktionen aus Politik und Wirtschaft
4 Wie weit reicht die Verantwortung von Unternehmen?
4.1 Der Ursprung ethischer Verantwortung von Unternehmen
4.2 Unternehmen als moralische Akteure
4.3 Verschiedene Ansätze unternehmensethischer Argumentation
4.3.1 Im Spannungsfeld von Ökonomie und Ethik: Darstellung der ethischen Ansätze
4.3.2 Vergleich der ethischen Ansätze
4.3.3 Rückschlüsse auf die Reichweite ethischer Verantwortung
4.4 Die Rahmenbedingung als Orientierung für Unternehmen
4.4.1 Ethische und rechtliche Überlegungen zu den Richtlinien
4.4.2 Unternehmerische und politische Verantwortung zur Einhaltung der Menschenrechte
4.4.3 Die globale (Un-)Gerechtigkeit
4.5 Kritische Betrachtung der Reichweite unternehmerischer Verantwortung
4.5.1 Globale Herausforderungen
4.5.2 Konsequenzen für ein Lieferkettengesetz
5 Das Verhältnis von Profit und Moral
5.1 Sind wirtschaftlicher Gewinn und ethisches Verhalten miteinander vereinbar?
5.2 Der Shared Value Ansatz zum Aufbau einer nachhaltigen Wettbewerbsstrategie
5.3 Umsetzung von CSR Maßnahmen in der Praxis bei der Rewe Group
6 Fazit und Ausblick
6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
6.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht die ethische Verantwortung von Unternehmen im Kontext globaler Lieferketten und analysiert die Notwendigkeit sowie die Reichweite einer gesetzlichen Regulierung, insbesondere durch das deutsche Lieferkettengesetz.
Die Rolle von CSR in globalen Lieferketten
Medienberichte über Unternehmen, die in Skandale aufgrund von Korruption, schlechten Arbeitsbedingungen und Umweltverschmutzung verstrickt sind, waren in den vergangenen Jahren keine Seltenheit. Besonders am Anfang der Lieferketten sind diese Probleme angesiedelt, da die Dumpingpreise und die lückenhafte Gesetzeslage eine günstige Produktion erlauben, die häufig unter menschenrechtswidrigen, gesundheits- und umweltschädlichen Bedingungen stattfindet. Die Organisation der globalen Lieferketten ist komplexer geworden und die Zahl der Akteure innerhalb der Lieferketten steigt. Daraus ergeben sich Probleme, aber auch neue Chancen für Unternehmen, um eine nachhaltige und verantwortungsvolle Wertschöpfungskette zu entwickeln.
Eine ethische Wertschöpfungskette integriert moralische Standards, die Überwachung dieser Standards in den Lieferketten und die bewusste Wahl von vertrauensvollen Partnern im Sinne einer Triple Bottom Line Strategie. Darüber hinaus sollten Menschenrechts- und Verbraucherbelange mit den Zielen der Abschaffung von Kinder- und Sklavenarbeit, sicheren Arbeitsbedingungen, fairer Bezahlung, Bekämpfung von Korruption, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit in die Unternehmensstrategie integriert werden. Diese Standards sollen von Unternehmen in ihre internen Richtlinien (Code of Conduct) aufgenommen und um unternehmensspezifische Kriterien ergänzt werden. Unternehmen mit einem innovativen Lieferketten-Management heben sich deutlich von der Konkurrenz ab und können so Wettbewerbsvorteile erzielen. Imageschäden können reduziert werden, da mit Hilfe einer robusten Lieferkette eventuellen negativen Auswirkungen von Skandalen durch eine transparente Dokumentation vorgebeugt werden kann.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende gesellschaftliche und politische Forderung nach unternehmerischer Verantwortung entlang globaler Lieferketten und führt in die Problematik des Lieferkettengesetzes ein.
2 CSR Maßnahmen in globalen Lieferketten: Dieses Kapitel erläutert den Ursprung und die Entwicklung des CSR-Begriffs sowie dessen Bedeutung und Umsetzung innerhalb komplexer Wertschöpfungsketten.
3 Moral Distancing – Ein neues Lieferkettengesetz für mehr Verantwortung: Der Abschnitt analysiert den Stand des Lieferkettengesetzes in Deutschland, die Rolle der dahinterstehenden Initiative und verdeutlicht Probleme anhand der Lebensmittelbranche.
4 Wie weit reicht die Verantwortung von Unternehmen?: Hier werden die theoretischen Grundlagen der unternehmerischen Verantwortung, moralische Akteurschaften und verschiedene ethische Argumentationsansätze tiefgehend erörtert.
5 Das Verhältnis von Profit und Moral: Das Kapitel untersucht, ob Gewinnstreben und Ethik vereinbar sind, beleuchtet den Shared Value Ansatz und analysiert die praktische CSR-Umsetzung bei der Rewe Group.
6 Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse sowie einem Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der globalen Rahmenbedingungen für das unternehmerische Handeln.
Corporate Social Responsibility, Lieferkettengesetz, Menschenrechte, Wertschöpfungskette, Wirtschaftsethik, Nachhaltigkeit, Globalisierung, Unternehmensverantwortung, Stakeholder, Shared Value, Arbeitsethik, Compliance, Umweltstandards, Transparenz, Moral
Die Arbeit befasst sich mit der ethischen Verantwortung von Unternehmen in globalen Lieferketten und diskutiert die Notwendigkeit einer gesetzlichen Regulierung durch ein Lieferkettengesetz.
Zentrale Themen sind CSR, Menschenrechte, ethische Managementkonzepte, globale Lieferkettenproblematiken und das Spannungsfeld zwischen ökonomischem Gewinn und moralischem Handeln.
Das Ziel ist es, die Reichweite unternehmerischer Verantwortung zu bestimmen und zu prüfen, inwiefern eine gesetzliche Verankerung in Deutschland zur Lösung ethischer Probleme beitragen kann.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der kritischen Reflexion verschiedener wirtschaftsethischer Ansätze basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der CSR-Grundlagen, die Diskussion des Lieferkettengesetzes, die philosophische Einordnung der Unternehmensverantwortung sowie die Untersuchung des Verhältnisses von Profit und Moral.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie CSR, Lieferkettengesetz, Menschenrechte, Wertschöpfungskette, Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit geprägt.
Die Lebensmittelbranche dient als zentrales Fallbeispiel, um die komplexen Probleme entlang von Lieferketten, insbesondere am Beispiel des Palmölanbaus, praxisnah zu verdeutlichen.
Die Arbeit analysiert die Rewe Group als Fallstudie für die praktische Umsetzung von CSR-Maßnahmen, wobei sowohl Erfolge durch nachhaltige Label als auch bestehende Herausforderungen und Transparenzdefizite kritisch beleuchtet werden.
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