Masterarbeit, 2021
99 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz der Untersuchung
1.2 Zielsetzung und Aufbau
2 Theoretische Grundlagen und Stand der Forschung
2.1 Prinzipal-Agent-Theorie
2.2 Corporate Governance
2.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.4 Aufsichtsratstätigkeit
2.5 Aufsichtsratsvergütung
2.6 Literaturüberblick
3 Forschungsansatz
3.1 Unternehmenskreis
3.2 Determinanten der Aufsichtsratsvergütung
3.3 Hypothesenbildung
3.4 Variablenstruktur
3.5 Aufsichtsratsvergütung als abhängige Variable
3.6 Determinanten der Vergütung als unabhängige Variablen
3.6.1 Unternehmensgröße
3.6.2 Unternehmensperformance
3.6.3 Aufsichtsratscharakteristik
3.6.4 Kontrollvariablen
4 Empirische Untersuchung
4.1 Modell
4.2 Regressionsdiagnostik
4.3 Datenaufbereitung und -bewertung
4.4 Ergebnisse und Interpretation
5 Schlussbetrachtung
5.1 Limitationen der Untersuchung
5.2 Zusammenfassung
5.3 Fazit
5.4 Ausblick und weiterer Forschungsbedarf
Die vorliegende Master-Thesis untersucht die wesentlichen Determinanten, die die Vergütung von Aufsichtsratsmitgliedern in Unternehmen des deutschen Prime Standards bestimmen. Ziel ist es, durch empirische Regressionsanalysen den statistischen Einfluss ausgewählter Unternehmens- und Gremienvariablen auf die Vergütungshöhe zu quantifizieren, um so zur Transparenz in diesem selten diskutierten Bereich beizutragen.
2.1 Prinzipal-Agent-Theorie
Die Prinzipal-Agent-Theorie ist ein wissenschaftliches Modell der neuen Institutionenökonomik. Diese versteht die Wirtschaftsbeteiligten wie Unternehmen, Märkte und Regierungen aber auch Gesetze und Regeln aller Art als Institutionen und untersucht ihre Wechselwirkungen. Folgende Abbildung zeigt das Modell grafisch:
Im Kern geht es bei dem Modell um die Beziehung zwischen zwei Individuen, dem Prinzipal und dem Agenten. Der Prinzipal ist ein Auftraggeber, der den Auftragnehmenden, den Agenten, engagiert. In dieser Konstellation liegt das Eigentum in der Gewalt des Prinzipals aber die Handlungsgewalt beim Agenten, woraus der sogenannte Agenturkonflikt entsteht. Es versuchen beide mit möglichst geringem Risiko und Kapitaleinsatz das Maximum an Gewinn zu erwirtschaften und ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Der Agent versucht mit möglichst geringem Aufwand seine Dienstleistung für den Prinzipal zu erbringen, der wiederum nach einer möglichst hohen Dienstleistungsqualität bei möglichst niedriger Vergütung verlangt. In der Praxis wäre dies im Verhältnis zwischen Aktionären und Vorstand der Fall, weswegen der Aufsichtsrat treuhänderisch den Vorstand überwacht.
Weiter verschärft wird dieser Konflikt dadurch, dass der Agent dem Prinzipal gegenüber einen Wissensvorsprung hat, da dieser der Spezialist im operativen Bereich ist und das Eigentum des Prinzipals verwaltet bzw. verwendet. Besondere Bedeutung kommt der Rolle des Aufsichtsrats in diesem Kontext zu, da seine Einordnung in diese Theorie nicht eindeutig funktioniert. Der Aufsichtsrat fungiert als Agent der Aktionäre und gleichzeitig als Prinzipal des Vorstands.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung der Aufsichtsratsvergütung ein, begründet deren wissenschaftliche Relevanz und erläutert den Aufbau der Untersuchung.
2 Theoretische Grundlagen und Stand der Forschung: Hier werden der theoretische Rahmen durch die Prinzipal-Agent-Theorie, rechtliche Vorgaben wie das Aktiengesetz und der DCGK sowie der aktuelle Forschungsstand dargelegt.
3 Forschungsansatz: Dieses Kapitel beschreibt die Selektion des Unternehmenskreises, die Ableitung der Hypothesen sowie die Struktur der untersuchten Variablen.
4 Empirische Untersuchung: Der Kern der Arbeit umfasst die Regressionsanalyse, die Regressionsdiagnostik zur Datenprüfung und die Interpretation der statistischen Ergebnisse.
5 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel reflektiert die Limitationen der Studie, fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.
Aufsichtsratsvergütung, Corporate Governance, Prinzipal-Agent-Theorie, Aktiengesetz, Prime Standard, Unternehmensperformance, Unternehmensgröße, Regressionsanalyse, Aufsichtsrat, Vergütungssysteme, Agency-Kosten, Transparenz, Vorstandsüberwachung, Diversität, Kapitalmarkt
Die Arbeit analysiert die Faktoren, die Einfluss auf die monetäre Entlohnung von Aufsichtsratsmitgliedern bei börsennotierten Unternehmen des deutschen Prime Standards haben.
Neben der Vergütung stehen rechtliche Rahmenbedingungen, Corporate Governance Strukturen, die Rolle des Aufsichtsrats als Kontrollorgan und die Auswirkung ökonomischer Kennzahlen auf die Vergütung im Fokus.
Das Ziel ist die Erhöhung der Transparenz in Bezug auf die Determinanten der Aufsichtsratsvergütung durch empirische Validierung bestehender Hypothesen mit Hilfe aktueller Daten.
Es wird eine multiple lineare Regressionsanalyse durchgeführt, um den statistischen Zusammenhang zwischen der Vergütung pro Kopf (abhängige Variable) und verschiedenen Unternehmens- sowie Gremienvariablen (unabhängige Variablen) zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Vergütungsdeterminanten, die Definition eines Forschungsmodells sowie die empirische Auswertung und Diagnose des gewählten Regressionsmodells.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Aufsichtsratsvergütung, Corporate Governance, Prinzipal-Agent-Theorie, Unternehmensperformance und der Prime Standard.
Die Untersuchung zeigt ein heterogenes Bild; während die Marktkapitalisierung eine klare Signifikanz aufweist, ist der Einfluss der Bilanzsumme weniger konsistent über alle Indizes hinweg signifikant.
Der Frauenanteil im Aufsichtsrat wurde als Indikator für Diversität untersucht und zeigt im Gesamtmodell eine hohe Signifikanz als Determinante für die Vergütung.
Angesichts von Skandalen wie dem Fall Wirecard steht die Kontrollfunktion des Aufsichtsrats stärker in der öffentlichen Kritik, was Fragen zur Transparenz und Angemessenheit der Vergütung aufwirft.
Da die Daten primär aus Geschäftsberichten stammen, können nur quantifizierbare Faktoren analysiert werden; individuelle qualitative Merkmale der Mandatsträger bleiben oft unberücksichtigt, was die Modellgüte limitiert.
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