Magisterarbeit, 2006
153 Seiten, Note: 1,7
1. GRUNDLAGEN DES HÖRFUNKS IN HESSEN
1.1. Gründung des Landes Hessen
1.2. Medienpolitische Kompetenzen
1.3. Entwicklung bis zur dualen Rundfunkordnung
1.4. Übertragungstechnik
1.4.1. Terrestrische Radioübertragung
1.4.1.1. Analog-terrestrische Übertragungswege
1.4.1.2. Das UKW-Zeitalter
1.4.1.3. Digital-terrestrische Radioübertragung
1.4.1.4. Bedeutung terrestrischer Übertragungswege
1.4.2. Kabel- und Satellitentechnik – die Wegbereiter des dualen Rundfunksystems
1.4.2.1. Radioübertragung über Satellit
1.4.2.2. Radio im Kabelnetz
1.4.2.3. Bedeutung der Kabel- und Satellitenübertragung
1.4.3. Folgen der Fokussierung auf über UKW-Radioprogramme für die Arbeit
2. DER WEG ZUM DUALEN RUNDFUNKSYSTEM
2.1. Rundfunkurteile des Bundesverfassungsgerichts
2.2. Bundesdeutsche Kontroversen bis zur Einführung privaten Rundfunks
2.2.1. Verleger, Wirtschaft und Bundesregierung für privaten Rundfunk
2.2.2. Technischer Fortschritt und Kontroversen auf dem Weg zum dualen System
2.3. Hessen, das Nachzüglerland
2.3.1. Hessische Kontroversen bis zur Einführung privaten Rundfunks
2.3.2. Streit um UKW-Frequenzen vor Einführung privaten Hörfunks in Hessen
3. AUFSICHT UND KONTROLLE PRIVATEN RUNDFUNKS IN HESSEN
3.1. Organisation der LPR Hessen
3.2. Aufgaben der LPR Hessen
4. ZULASSUNG PRIVATER HÖRFUNKVERANSTALTER
4.1. Zulassungsvoraussetzungen zur Veranstaltung privaten Hörfunks
4.2. Lizenzierbare Programme über UKW
4.2.1. Privat-kommerzielle Programme über UKW
4.2.2. Weitere über UKW lizenzierbare Programme
4.3. Lizenzen für privat-kommerzielle Radioprogramme über UKW
4.3.1. Lizenzierung des landesweiten Radiovollprogramms
4.3.1.1. Gesetzliche Anforderungen bei Erstlizenzierung des landesweiten Vollprogramms
4.3.1.2. Auswahlgrundsätze bei Lizenzierung des landesweiten Radiovollprogramms
4.3.1.3. Bildung und Einigung privatfunkinteressierter Anbietergemeinschaften
4.3.1.4. Auswahlentscheidung und deren Begründung
4.3.1.5. Modifizierte gesetzliche Anforderungen an das landesweite Hörfunkvollprogramm
4.3.1.6. Veränderte Gesellschafterstruktur
4.3.2. Lizenzierung weiterer privat-kommerzieller Programme über UKW
4.3.2.1 Zulassung zur Ausstrahlung über UKW-Stützfrequenzen
4.3.2.1.1. April 1997: UKW-Stützfrequenzen für planet radio
4.3.2.1.2. Januar 1999: UKW-Stützfrequenzen für Klassik Radio
4.3.2.1.3. September 2000: UKW-Stützfrequenzen für SkyRadio und planet radio
4.3.2.1.4. Mai 2003: UKW-Stützfrequenzen für harmony.fm
4.3.2.2. Lizenzierung des Informations-Spartenprogramms Wirtschaftsberichtserstattung
4.3.3. Vergabe von UKW-Frequenzen ohne Ausschreibung
4.4. In Hessen lizenzierte private UKW-Radioprogramme – eine Einordnung
5. PROGRAMM: MÖGLICHKEITEN, TENDENZEN UND UMSETZUNG
5.1. Anforderungen und Wettbewerbsbedingungen für Radioveranstalter
5.2. Programmtypenentwicklung: Differenzierung und Segmentierung
5.2.1. Einschaltprogramme
5.2.2. Begleitprogramme
5.3. Trend zur Formatisierung
5.4. Übliche Programmformate in Deutschland
5.4.1. Melodiöse Popformate
5.4.2. Jugendformate
5.4.3. Schlagerformate
5.4.4. Klassikformate
5.4.5. Wortformate
5.4.6. Weitere Formate
5.5. Bedeutung der Formate und der Formatisierung
5.6. Privat-kommerzielle Radioprogramme in Hessen
5.6.1. Programme der Radio/Tele FFH
5.6.1.1. Hit Radio FFH
5.6.1.1.1. Besonderheiten des Programms
5.6.1.1.2. Programmgestaltung
5.6.1.1.3. Programmschema
5.6.1.1.4. Musikformat
5.6.1.2. planet radio
5.6.1.2.1. Programmgestaltung
5.6.1.2.2. Programmschema
5.6.1.2.3. Musikformat
5.6.1.3. harmony.fm
5.6.1.3.1. Programmgestaltung
5.6.1.3.2. Programmschema
5.6.1.3.3. Musikformat
5.6.2. SkyRadio
5.6.2.1. Programmgestaltung
5.6.2.2. Programmschema
5.6.2.3. Musikformat
5.6.3. Klassik Radio
5.6.3.1. Programmgestaltung
5.6.3.2. Programmschema
5.6.3.3. Musikformat
5.6.4. Main FM und Vorgänger
5.6.4.1. Gestaltung von Main FM und seiner Vorgänger
5.6.4.2. Programmschema von Main FM
5.6.4.3. Musikformate
5.7. Die programmliche Gestaltung der privat-kommerziellen Programme in Hessen – eine Einordnung
6. NUTZUNG DER RADIOPROGRAMME IN HESSEN
Diese Arbeit untersucht die zweigeteilte Entwicklung der privaten Radiolandschaft in Hessen, mit einem besonderen Fokus darauf, warum das Bundesland bei der Einführung privaten Rundfunks als „Nachzügler“ galt und wie die angestrebte publizistische Vielfalt unter den Bedingungen der LPR Hessen umgesetzt wurde.
1.1. Gründung des Landes Hessen
Die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 besiegelt das Ende des Zweiten Weltkriegs in weiten Teilen der Welt. Deutschland wird vollständig durch die Truppen der Siegermächte besetzt. Am 5. Juni 1945 schließlich proklamieren die Vereinigten Staaten von Amerika (USA), Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion die Übernahme der uneingeschränkten Regierungsgewalt des Landes (vgl. Deutscher Bundestag 1983: 338). Das Territorium des damals noch nicht gegründeten Landes Hessen fällt unter US-amerikanische Verwaltung (vgl. Mühlhausen 1995: 14).
Am 19. September 1945 schließlich erlässt General Dwight D. Eisenhower, Oberster Befehlshaber der US-amerikanischen Streitkräfte in Europa, Proklamation Nr. 2 der Militärregierung in der amerikanischen Zone und verkündet damit die Gründung Groß-Hessens (vgl. Proklamation Nr. 2 der Militärregierung Deutschland – Amerikanische Zone vom 19. September 1945). Zu dem Gebiet gehören große Teile der ehemaligen preußischen Provinz Hessen-Nassau und des Volksstaats Hessen. Der Name ‚Groß-Hessen’ wird erst nach der ersten Landtagswahl im Dezember 1946 in ‚Land Hessen’ geändert (vgl. Zwilling/Drummer 1995: 24). Mit Verkündung des Grundgesetzes (GG) der Bundesrepublik Deutschland am 23. Mai 1949 wird Hessen, wie die übrigen von Westalliierten kontrollierten Gebiete, Teil des neu und nach demokratischen Prinzipien gebildeten, föderalen Rechtsstaats (vgl. Wilke 1999b: 15). Am 5. Mai 1955 wird das Besatzungsstatut aufgehoben und die Bundesrepublik erlangt ihre volle politische Handlungsfähigkeit (vgl. Bausch 1980: 241).
1. GRUNDLAGEN DES HÖRFUNKS IN HESSEN: Dieses Kapitel erläutert die geschichtliche Entstehung Hessens sowie die medienpolitischen Kompetenzen und technischen Grundlagen, insbesondere die Dominanz von UKW.
2. DER WEG ZUM DUALEN RUNDFUNKSYSTEM: Hier werden die verfassungsrechtlichen Urteile und politischen Kontroversen dargelegt, die in Hessen zur späten Einführung privater Hörfunkveranstalter führten.
3. AUFSICHT UND KONTROLLE PRIVATEN RUNDFUNKS IN HESSEN: Das Kapitel beschreibt die Rolle der LPR Hessen als staatunabhängige Aufsichts- und Lizenzierungsinstanz für private Rundfunkveranstalter.
4. ZULASSUNG PRIVATER HÖRFUNKVERANSTALTER: Dieses Kapitel detailliert die rechtlichen Voraussetzungen sowie die Verfahren zur Lizenzvergabe und Zuweisung von UKW-Stützfrequenzen an private Anbieter.
5. PROGRAMM: MÖGLICHKEITEN, TENDENZEN UND UMSETZUNG: Hier steht die programmliche Strategie der Sender im Fokus, insbesondere der Trend zur Formatisierung und die Differenzierung in Begleit- und Einschaltprogramme.
6. NUTZUNG DER RADIOPROGRAMME IN HESSEN: Das Kapitel analysiert anhand der Media Analyse die Reichweitenentwicklung der privaten Radioprogramme im Vergleich zum öffentlich-rechtlichen Wettbewerb.
privater Rundfunk, Hessen, LPR Hessen, UKW-Frequenzen, duales Rundfunksystem, Programmformat, Formatisierung, Radio FFH, planet radio, harmony.fm, SkyRadio, Klassik Radio, Main FM, Medienpolitik, Rundfunkstaatsvertrag
Die Arbeit analysiert die Entstehung und Entwicklung der privaten Radiolandschaft in Hessen, insbesondere wie das Land nach anfänglicher Zögerlichkeit das duale Rundfunksystem implementierte.
Die Themen umfassen die medienpolitischen Rahmenbedingungen, die Rolle der Landesmedienanstalt (LPR Hessen), Zulassungsverfahren sowie die inhaltliche und formale Gestaltung der Programme.
Das Ziel ist zu verstehen, warum die Entwicklung des privaten Rundfunks in Hessen zweigeteilt verlief und wie die LPR Hessen versuchte, trotz Frequenzknappheit publizistische Vielfalt zu fördern.
Es handelt sich um eine deskriptive Arbeit, die auf einer umfassenden Auswertung von Rechtsgrundlagen, Literatur und Programmanalysen basiert.
Der Hauptteil behandelt die technischen Grundlagen der Übertragung, den politischen Diskurs zur Einführung, die regulatorischen Aufgaben der LPR sowie eine detaillierte Analyse der Programmpositionierung der lizenzierten Anbieter.
Wichtige Begriffe sind insbesondere der Rundfunkstaatsvertrag, die LPR Hessen, Frequenzmanagement sowie die verschiedenen Programmformate wie Adult Contemporary (AC) oder CHR.
Die Verleger waren maßgeblich an der Entstehung der privaten Rundfunklandschaft beteiligt, da sie an vielen Veranstaltergemeinschaften wie der Radio/Tele FFH beteiligt waren und den landesweiten Hörfunk gegenüber regionalen Modellen bevorzugten.
Klassik Radio wurde als Musik-Spartenprogramm zugelassen, um die Vielfalt zu erhöhen, kämpfte jedoch aufgrund begrenzter Hörerpotentiale mit finanziellen Herausforderungen und passte sein Format mehrfach an, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Das Programm war als Informations-Spartenprogramm lizenziert, mit einem expliziten Schwerpunkt auf Wirtschaftsberichterstattung, Börseninfos und Finanzthemen, ausgerichtet auf die Metropolregion Frankfurt Rhein-Main.
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