Forschungsarbeit, 2008
106 Seiten, Note: "-"
Einleitung
1. Kapitel – Problematik, Vorgehensweise und Problemstellungen
1.1. Problematiken bei Pflegegutachten
1.2. Darstellung der Vorgehensweise
1.3. Begriffsdefinitionen
1.4. Thematisierung der Problemstellungen
1.5. Design
2. Kapitel – Methodenkapitel Theoretische Grundlagen und Interviews
2.1. Ursprünge qualitativen Denkens
2.1.1. Hermeneutik als eine Grundlage qualitativen Denkens
2.1.2. Der Wandel des qualitativen Denkens
2.1.3. Qualitatives Denken im 20. Jahrhundert
2.2. Grundlagen qualitativer Forschung
2.2.1. Die fünf Säulen des qualitativen Denkens
2.3. Narrative Interviews
2.3.1. Interviewleitfadenentwicklung
2.3.2.Vorgehensweise der Interviews
2.3.3. Durchführung der Interviews
2.3.4. Auswertung der Interviews
3. Kapitel – Die Fortbildung
3.1. Ausarbeitung der Inhalte
3.1.1. Seelische und organische Erkrankungen
3.1.2. Psychosen und Neurosen
3.1.3. Psychische Funktionsstörungen
3.2. Aufbau der Fortbildungsveranstaltung
3.3. Durchführung der Fortbildungsveranstaltung
3.4. Evaluation der Fortbildungsveranstaltung
4. Kapitel - Resümee und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, den Fortbildungsbedarf von Pflegegutachtern zu ermitteln, um daraus gezielte Fortbildungsangebote abzuleiten, die eine qualitativ hochwertigere Begutachtung unter Berücksichtigung pflegewissenschaftlicher Schwerpunkte ermöglichen.
3.1.1. Seelische und organische Erkrankungen
Als erstes möchte ich die Unterschiede zwischen organischen und seelischen Erkrankungen darstellen. Der normale Ablauf der Psyche wird im Folgenden noch erklärt.
Organische Erkrankungen sind auf anatomisch-pathologische Veränderungen eines oder mehrerer Organe zurückzuführen. Diese Veränderungen haben negative Rückwirkungen auf die angeschlossenen Organsysteme.
Das, was wir als Seele bezeichnen, wird im Gehirn produziert und entwickelt. Die Seele ist nicht anatomisch sichtbar. Werden Gehirnareale geschädigt, kann es zu Beeinträchtigungen der Seele kommen. Hirnerkrankungen und Verletzungen an Hirnarealen können die seelisch-geistige Funktion mindern. Diese Minderung wird in Schweregrade unterteilt.
Im Fall einer Gewebsschädigung der Gehirnsubstanz sieht jeder den entstanden Schaden und kann ihn sich vorstellen. Bei psychischen Erkrankungen ist keine Schädigung (organische Veränderungen) sichtbar.
Die an verschiedene Hirnareale gebundenen Funktionsstörungen können durch verschiedene Verletzungen, Vergiftungen oder Infektionen hervorgerufen werden. Diese können symptomatisch Psychosen gleichen.
Einleitung: Umreißt die gesetzliche Grundlage von Pflegegutachten und stellt die offene Frage nach der Eignung akademisch ausgebildeter Pflegender ohne klassische Ausbildung.
1. Kapitel – Problematik, Vorgehensweise und Problemstellungen: Analysiert die Herausforderungen bei der Begutachtung, wie Zeitmanagement, soziale Aspekte und Ausbildungshintergründe, und beschreibt das gewählte Studiendesign.
2. Kapitel – Methodenkapitel Theoretische Grundlagen und Interviews: Erläutert die historische Entwicklung des qualitativen Denkens sowie die Durchführung und Auswertung der narrativen Interviews als Erhebungsmethode.
3. Kapitel – Die Fortbildung: Präsentiert die Konzeption, Durchführung und Evaluation einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema psychische Erkrankungen für Pflegegutachter.
4. Kapitel - Resümee und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine stärkere Einbindung der Pflegeberufe in das Gutachterwesen zur Qualitätssteigerung.
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Die Arbeit untersucht den aktuellen Wissensstand und den Fortbildungsbedarf von Pflegegutachtern, um die Qualität der Begutachtung pflegebedürftiger Menschen zu verbessern.
Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen Pflegepraxis und Gutachterwesen, dem Umgang mit psychischen Erkrankungen bei Versicherten sowie der Notwendigkeit kontinuierlicher Fortbildung.
Das Hauptziel ist es, einen empirisch fundierten Fortbildungsbedarf für Gutachter zu definieren und exemplarisch eine Fortbildungsveranstaltung für die Zielgruppe zu konzipieren und zu evaluieren.
Der Autor nutzt eine qualitative Einzelfallanalyse und führt narrative Interviews mit erfahrenen Gutachtern (Ärzten und Pflegefachkräften) durch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung des qualitativen Denkens, die methodische Darstellung der Interviewauswertung sowie die konkrete Ausarbeitung von Fortbildungsinhalten.
Die Arbeit fokussiert auf Themen wie Pflegegutachten, Pflegewissenschaft, Fortbildungsbedarf, psychische Erkrankungen und narrative Interviews.
Viele Versicherte leiden an psychischen Defiziten, die bei einer reinen körperlichen Begutachtung oft übersehen werden; die Fortbildung soll Gutachter sensibilisieren, diese Aspekte fachgerecht einzubeziehen.
Herausforderungen sind unter anderem der enge Zeitrahmen bei Hausbesuchen, die unterschiedlichen Ausbildungsniveaus der Gutachter und die oft mangelhafte Vorabinformation über den Versicherten.
Da qualitative Forschung mit der Individualität des Menschen arbeitet, bieten narrative Interviews den besten Zugang zu subjektiven Erfahrungen und Wissensdefiziten der Gutachter in ihrer täglichen Praxis.
Der Verfasser plädiert dafür, dass Pflegegutachten primär durch Pflegefachkräfte erstellt werden sollten, um pflegerische Schwerpunkte besser zu berücksichtigen und die Qualität der Begutachtung zu sichern.
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