Bachelorarbeit, 2021
44 Seiten, Note: 2,3
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
1. Einleitung
1. 1. Ausgangslage
1.2. Problemstellung
1.3. Zielsetzung
2. Agilität
2.1. Begriffsdefinition
2.2. Entstehung
2.3. Vor- und Nachteile
3. Betriebsrat
3.1. Begriffsdefinition
3.2. Entstehung
3.3. Aufbau
3.4. Rechtliche Grundlage
3.4.1. Betriebsbegriff
3.4.2. Beteiligungsrechte
4. Rechtsstellung des*der Arbeitnehmers*in bei agiler Arbeit
4.1. Arbeitsverrichtung
4.1.1. Arbeitsstätte
4.1.2. Desk-Sharing
4.1.3. Projektarbeit
4.1.3.1. Scrum-Methode
4.2. Arbeitszeit
5. Beteiligung des Betriebsrats
5.1. Arbeitsverrichtung
5.1.1. Arbeitsstätte
5.1.2. Desk-Sharing
5.1.3. Projektarbeit
5.1.3.1. Scrum
5.2. Arbeitszeit
6. Analyse: Einschränkung der Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats bei agiler Arbeit
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats durch die Einführung und Ausgestaltung agiler Arbeitsformen eingeschränkt werden. Dabei wird analysiert, ob das bestehende Betriebsverfassungsgesetz ausreicht, um die veränderten Arbeitsbedingungen und -strukturen, wie sie in modernen, flexiblen Arbeitsumfeldern auftreten, wirksam zu erfassen.
4.1.3. Projektarbeit
Die technischen Möglichkeiten der digitalen Arbeit ermöglichen den Übergang von der klassischen Hierarchiestruktur in eine sogenannte Netzwerkorganisation. Typisch ist hierbei die Projektarbeit.73 Ein Projekt kennzeichnet sich durch die zeitliche Begrenzung eines zielgerichteten Vorhabens.74 Erforderlich für ein erfolgreiches Projekt ist das Projektmanagement.75 Sie umfasst das Initiieren, Planen, Steuern, Kontrollieren und auch das Abschließen von Projekten.76 Allerdings ist zwischen klassischem Projektmanagement und agilem Projektmanagement zu unterscheiden. Der ausschlaggebende Unterschied ist die Projektleitung. Während das Management eines klassischen Projekts über die Projektleitung erfolgt und dieser sich entsprechend verantworten muss, wird im agilen Projektmanagement auf eine dynamische und flexible Steuerung gesetzt.
Daraus ergibt sich außer der geteilten Verantwortung des gesamten Teams, auch das Eigenmanagement der Projektbeteiligten.77 Entsprechend dem jeweiligen Projekts werden interdisziplinär Arbeitnehmer*innen mit ausgewählten Kompetenzen in einem cross-funktionalem Team, sogenanntem „Squad“, flexibel zusammengesetzt. Sie organisieren sich innerhalb des Teams weitgehend selbst. Diese Organisationsform soll dem Unternehmen ermöglichen, Chancen, Risiken und Potenziale rechtzeitig zu erkennen und entsprechend zu reagieren. Die Besonderheit an der Projektarbeit ist die enge Zusammenarbeit auch mit freien Mitarbeiter*innen sowie mit externen Dienstleistern.78 Die Projektarbeit stellt den*die Arbeitgeber*in nicht von der Verantwortung für die Ausstattung des Arbeitsplatzes frei. Den Verpflichtungen aus dem Arbeitsschutzgesetz und Arbeitsstättenverordnung muss nachgekommen werden.79
1. Einleitung: Beschreibt die Bedeutung der Digitalisierung und die daraus resultierende Notwendigkeit für Unternehmen, sich hin zu agilen Arbeitsformen zu verändern, wodurch klassische Mitbestimmungsstrukturen unter Druck geraten.
2. Agilität: Definiert den Begriff der Agilität im Wirtschaftskontext als schnelle Anpassungsfähigkeit und erläutert deren Ursprung in der Software-Entwicklung sowie die damit verbundenen Vor- und Nachteile.
3. Betriebsrat: Erläutert die grundlegende Funktion, den Aufbau und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Betriebsratsarbeit gemäß dem Betriebsverfassungsgesetz.
4. Rechtsstellung des*der Arbeitnehmers*in bei agiler Arbeit: Analysiert, wie agile Arbeitsformen wie Projektarbeit, Desk-Sharing und flexible Arbeitszeiten die Rechtsstellung des Arbeitnehmers und die Weisungsbefugnis des Arbeitgebers beeinflussen.
5. Beteiligung des Betriebsrats: Untersucht konkret, an welchen Stellen der Betriebsrat bei der Einführung agiler Arbeitsmittel, Arbeitsweisen und Desk-Sharing-Modellen aufgrund gesetzlicher Vorschriften mitbestimmen muss.
6. Analyse: Einschränkung der Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats bei agiler Arbeit: Kritische Würdigung der Problematik, dass durch zunehmende Flexibilisierung klassische Mitbestimmungsrechte faktisch erschwert oder unmöglich gemacht werden.
7. Fazit: Zusammenfassendes Resümee, das betont, dass agile Ideen Chancen bieten, aber eine stärkere und zeitgemäße Anwendung der bestehenden Mitbestimmungsrechte erforderlich ist.
Agilität, Betriebsrat, Mitbestimmungsrecht, Digitalisierung, agile Arbeit, Projektarbeit, Scrum-Methode, Arbeitsrecht, Betriebsverfassungsgesetz, Desk-Sharing, Vertrauensarbeit, Arbeitszeitgesetz, Netzwerkkonstrukt, Führung, Arbeitnehmerschutz
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen agiler Arbeitsmethoden auf die traditionellen Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats in Unternehmen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Flexibilisierung von Arbeitsort und -zeit, der Projektarbeit (speziell Scrum), Desk-Sharing-Konzepten und der damit verbundenen Rolle des Betriebsrats.
Die zentrale Frage ist, inwieweit agile Arbeitsformen die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats einschränken und ob das aktuelle Betriebsverfassungsgesetz ausreicht, um diesen modernen Beschäftigungsformen gerecht zu werden.
Es handelt sich um eine juristisch orientierte Analyse unter Einbeziehung von Fachliteratur, Kommentierungen zum Betriebsverfassungsgesetz und aktueller Rechtsprechung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Agilität, der Rolle des Betriebsrats, der rechtlichen Stellung der Arbeitnehmer in agilen Umgebungen sowie der detaillierten Beteiligungsrechte bei verschiedenen agilen Umsetzungen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Agilität, Betriebsrat, Mitbestimmungsrecht, Arbeitszeit, Projektarbeit und digitale Transformation.
Desk-Sharing führt oft zum Wegfall des festen Arbeitsplatzes und tangiert gemäß der Analyse unter anderem den Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die Ordnung des Betriebs, was dem Betriebsrat Mitbestimmungsrechte nach dem BetrVG verleiht.
Die Arbeit stellt fest, dass bei Scrum die klassische Weisungsstruktur der Führungskraft abnimmt und durch eine agile Team-Eigenverantwortung ersetzt wird, was die Zuweisung von Mitbestimmungsrechten aufgrund der fehlenden klassischen Weisungsbefugnis erschwert.
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