Bachelorarbeit, 2019
62 Seiten
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Literaturrecherche
2.1 Definition des Untersuchungsrahmens
2.2 Konzeptualisierung des Themenbereichs
2.3 Literatursuche
3 EU-Kapitalmärkte
3.1 Grundlagen
3.1.1 Finanzierungsarten
3.1.2 Finanzinstrumente
3.2 Finanzierung von KMU
3.3 EU-Kapitalmärkte vor der Kapitalmarktunion
4 Die Kapitalmarktunion
4.1 Grundlagen
4.1.1 Kurzfristige Maßnahmen
4.1.2 Langfristige Maßnahmen
4.2 Ziele und Grundsätze
4.3 Entwicklung des Projekts
4.3.1 Aktionsplan
4.3.2 Halbzeitbilanz
4.4 Befürworter und Kritiker
5 Umsetzung der Kapitalmarktunion
5.1 Arten von Rechtsvorschriften
5.2 Verfahren der EU
5.2.1 Ordentliches Gesetzgebungsverfahren
5.2.2 REFIT
5.2.3 Lamfalussy-Verfahren
5.3 Umsetzung der Maßnahmen zur Kapitalmarktunion
5.3.1 Aufsichtskonvergenz
5.3.2 Ländervergleich
5.3.3 Entwicklung der EU-Kapitalmärkte
6 Fazit
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist es, den Beitrag der Kapitalmarktunion zur Weiterentwicklung und Integration der EU-Kapitalmärkte zu untersuchen und zu analysieren, wobei insbesondere die Auswirkungen auf das Finanzierungsverhalten europäischer Unternehmen im Fokus stehen.
3.1.1 Finanzierungsarten
Jedes Unternehmen verwendet bestimmte Finanzierungsarten, um ihre Unternehmensziele zu verwirklichen. In der Literatur wird zunächst zwischen der Außen- und Innenfinanzierung unterschieden.
Die Außenfinanzierung ist in die Beteiligungsfinanzierung und die Kreditfinanzierung unterteilt. Bei der Beteiligungsfinanzierung versuchen Unternehmen von Kapitalgebern Eigenkapital zu beschaffen. Das zur Verfügung gestellte Kapital muss dabei nicht zurückgezahlt werden. Die Kapitalgeber erhalten im Gegenzug Beteiligungen und Mitwirkungsrechte am Unternehmen. Die Beteiligungsfinanzierung kann dabei je nach Rechtsform des Unternehmens unterschiedlich aufgebaut sein. Mit dem erhaltenen Kapital kann das Unternehmen Investitionen tätigen, um die eigenen Unternehmensziele zu fördern und auszubauen.
Das hinzugekommene Eigenkapital kann verschiedene Funktionen für das Unternehmen erfüllen. Unter anderem kann das Eigenkapital für die Gründung von Unternehmen erforderlich sein. Ferner kann das Eigenkapital für das Wachstum des Unternehmens nützlich sein.
Mit der Kreditfinanzierung versuchen Unternehmen Fremdkapital zu beschaffen. In der Regel werden Kredite oder Darlehen vom Unternehmen aufgenommen. Der Kreditgeber kriegt im Gegensatz zur Beteiligungsfinanzierung keine Beteiligungen am Unternehmen, aber das Unternehmen muss den Kredit nach festgelegter Zeit abbezahlen.
Bei der Innenfinanzierung werden die eigenen erwirtschafteten Gewinne und Umsätze wieder in das Unternehmen gesteckt. Außerdem hat das Unternehmen die Möglichkeit durch eine Vermögensumschichtung Kapital zu generieren. Mithilfe der Innenfinanzierung kann das Unternehmen ihre eigenen Geschäftsfelder erweitern, um dadurch mehr Umsatz zu erwirtschaften.
Das Finanzierungsverhalten von Unternehmen hängt unter anderem von diesen Finanzierungsarten ab. Wobei die Außenfinanzierung meistens von Unternehmen verwendet wird, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden. Darunterfallen auch Unternehmen wie Startups und KMU. Diese Unternehmen besitzen noch nicht die Mittel, um sich von innen finanzieren zu können.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation hinter der Kapitalmarktunion dar, die als Reaktion auf die durch die Finanzkrise 2008 offengelegten Schwächen des bankbasierten Finanzsystems der EU initiiert wurde.
2 Literaturrecherche: In diesem Kapitel wird die wissenschaftliche Vorgehensweise der Literaturrecherche erläutert, die auf dem fünfstufigen Konzept von vom Brocke basiert und als Grundlage für die Datenbeschaffung dient.
3 EU-Kapitalmärkte: Es wird analysiert, wie Unternehmen in der EU finanziert werden, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der hohen Bankenabhängigkeit und der spezifischen Finanzierungssituation von KMU liegt.
4 Die Kapitalmarktunion: Dieses Kapitel detailliert die Ziele, Grundsätze und die Entwicklung des Projekts Kapitalmarktunion sowie die zentralen politischen Maßnahmen, die zur Harmonisierung der Märkte beitragen sollen.
5 Umsetzung der Kapitalmarktunion: Hier werden die juristischen und verfahrenstechnischen Rahmenbedingungen wie das Lamfalussy-Verfahren sowie die praktische Implementierung der Maßnahmen in den EU-Mitgliedstaaten untersucht.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bewertet den bisherigen Fortschritt der Kapitalmarktunion bei der Integration der EU-Kapitalmärkte.
Kapitalmarktunion, EU-Kapitalmärkte, Finanzierung, KMU, Bankenunion, Finanzstabilität, Aktionsplan, Kapitalbeschaffung, Aufsichtskonvergenz, Finanzinstrumente, Investitionsoffensive, Gesetzgebungsverfahren, EU-Kommission, Risikokapital, Unternehmensfinanzierung.
Die Arbeit behandelt das Projekt der Kapitalmarktunion, welches von der EU ins Leben gerufen wurde, um die Kapitalmärkte innerhalb der Europäischen Union effizienter zu gestalten, zu integrieren und eine Alternative zur bankbasierten Unternehmensfinanzierung zu schaffen.
Zu den Kernbereichen gehören das Finanzierungsverhalten von Unternehmen, die Situation kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), der regulatorische Rechtsrahmen der EU sowie die Auswirkungen von Finanzmaßnahmen auf die Marktstabilität.
Das Ziel ist die Analyse des Beitrags der Kapitalmarktunion zur Weiterentwicklung und Integration der europäischen Kapitalmärkte, um die Abhängigkeit der Unternehmen von Bankkrediten zu verringern.
Der Autor nutzt eine strukturierte Literaturrecherche in Anlehnung an das fünfstufige Konzept von vom Brocke, um Informationen aus EU-Datenbanken und wissenschaftlichen Beiträgen systematisch zu sammeln und auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der EU-Kapitalmärkte, die detaillierte Vorstellung der Kapitalmarktunion mit ihren Zielen und Maßnahmen sowie eine Untersuchung der rechtlichen Umsetzungsprozesse durch EU-Institutionen.
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Kapitalmarktunion, EU-Kapitalmärkte, KMU-Finanzierung, Aufsichtskonvergenz und regulatorische Gesetzgebungsverfahren geprägt.
Die Aufsichtskonvergenz ist essenziell, um einheitliche Standards in allen EU-Mitgliedstaaten zu gewährleisten, Aufsichtsarbitrage zu verhindern und das Vertrauen der Investoren in die Kapitalmärkte zu stärken.
KMU stellen das Rückgrat der europäischen Wirtschaft dar, sind jedoch in ihrer Wachstumsphase häufig stark auf Bankkredite angewiesen; die Kapitalmarktunion soll hier für eine Diversifizierung der Finanzierungsquellen sorgen.
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