Diplomarbeit, 2007
159 Seiten, Note: Gut
1 EINLEITUNG
1.1 Fragestellung
1.2 Methodik
1.3 Zielsetzung der Arbeit
1.4 Aufbau der Arbeit
1.5 Definition „Die Achse des Bösen“
2 THEORIE: NEOREALISMUS
2.1 Der Realismus von Hans J. Morgenthau als Hintergrund des Neorealismus von Kenneth N. Waltz
2.2 Der Begriff der Macht
2.3 Die Struktur des Internationalen Systems
2.3.1 Die Systeme Staat und Internationale Politik
2.3.2 Ordnungsprinzipien
2.3.3 Der Charakter der Einheiten und ihre Funktionsdifferenzierung
2.3.4 Die Aufteilung der Kapazitäten
2.4 Der Zustand der Anarchie und ihre Wirkung
2.5 Balance of Power
2.5.1 Bandwagoning
2.6 Interdependenz und Integration: Die Wechselbeziehungen der Staaten im Waltz’schen System
2.6.1 Strukturelle Effekte
2.7 Multipolare versus Bipolare Weltordnung
2.8 Nuklearwaffen
3 DIE STREITKRÄFTE DER ISLAMISCHEN REPUBLIK IRAN
3.1 Die Bedeutung des Revolutionsführers „Faqih“ im Militär
3.2 Entscheidungsfindung im Bereich der Sicherheit und Verteidigung
3.3 Die Institutionen der Islamischen Republik Iran für Sicherheit und Verteidigung
3.3.1 Der Hohe Nationale Sicherheitsrat (SCNC)
3.3.2 Das Verteidigungsministerium: Ministry of Defense and Armed Forces Logistics (MODAFL)
3.3.3 Das Ministerium für Nachrichtenwesen/Geheimdienst und Sicherheit (MOIS)
3.4 Die Streitkräfte des Iran
3.4.1 Die Armee Artesh
3.4.2 Die Iranischen Revolutionsgarden IRGC
3.4.3 Qods (Jerusalem) Streitmacht
3.4.4 Basij
3.4.5 Ashura Brigaden
3.4.6 Andere paramilitärische Gruppierungen
3.4.6.1 Ansar-e Hezbollah
3.4.6.2 Bonyads
3.4.7 Marine
3.5 Vergleich der Sicherheitsinstitutionen
4 DIE SICHERHEITSSTRATEGIE DER ISLAMISCHEN REPUBLIK IRAN
4.1 Ebenen der Sicherheitsstrategie, Faktoren und Hintergründe
4.2 Beeinflussungsfaktoren der Iranischen Sicherheitsstrategie
4.2.1 Der Iran-Irak Krieg und dessen Konsequenzen
4.2.2 Die Probleme des Iranischen Militärs
4.2.2.1 Ökonomische Schwierigkeiten
4.3 Die Sicherheitsstrategie der Islamischen Republik Iran
4.3.1 Charakteristika der Sicherheitsstrategie der Islamischen Republik Iran
4.4 Bedrohungswahrnehmungen und Konfliktszenarien
4.4.1 Das Kaspische Meer
4.4.2 Turkmenistan
4.4.3 Afghanistan
4.4.4 Pakistan
4.4.5 Die Golfstaaten
4.4.6 Der Irak
4.4.7 Die Türkei
4.4.8 Armenien, Aserbaidschan und der Kaukasus
4.4.9 Israel
4.4.10 Palästina
4.4.11 USA
4.5 Die Iranische Militärdoktrin
5 DAS IRANISCHE ATOMPROGRAMM
5.1 Der historische Hintergrund: die Geschichte des iranischen Atomprogramms
5.2 Die Motive für ein Atomprogramm und die iranische Position
5.3 Das Atomprogramm
5.3.1 Die Islamische Republik Iran und ihre Vertragsbindungen
5.3.2 Argumente gegen ein iranisches Nuklearprogramm
5.3.3 Argumente für ein iranisches Nuklearprogramm
5.3.4 Auswirkungen eines nuklear bewaffneten Iran
5.3.5 Das iranische Raketenprogramm
5.4 Problemlösungsansätze
6 KONKLUSION
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die nationale Sicherheitspolitik und Sicherheitsstrategie der Islamischen Republik Iran seit der Einordnung als Teil der „Achse des Bösen“ durch die US-Regierung zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese „Brandmarkung“ auf die iranische Verteidigungsplanung ausgewirkt hat und inwiefern sie zu einer nuklearen oder militärischen Aufrüstung geführt hat.
1.5 Definition „Die Achse des Bösen“
Die Anschläge auf das Pentagon und das World Trade Center am 11.. September 2001 führten zu einer Verhärtung der US-Politik gegenüber einigen Staaten im Nahen- und Mittleren Osten sowie zum „Krieg gegen den Terror.“ Infolge dieser Katastrophe verurteilte auch der Iran die Ereignisse und erinnerte daran, dass er Al Qaeda schon immer als Gefahr gesehen hat. Außerdem half der Iran den USA in ihrem Feldzug gegen die Taliban in Afghanistan Ende 2001 und ermutigte seine Alliierten, in diesem Land mit den Amerikanern zusammenzuarbeiten.
In der Rede zur „Lage der Nation“ vor beiden Häusern des Kongresses am 29. Jänner 2002 bezeichnete US-Präsident George W. Bush eine Gruppe innerhalb der von der Regierung in Washington als „Schurkenstaaten“ definierten Staaten Nord-Korea, Irak und Iran als Teil einer Allianz- der sogenannten „Achse des Bösen“. Dadurch bekam das „Böse“ ein Angesicht. Diesen Ländern wird vor allem die Unterstützung des internationalen Terrorismus angelastet. Obwohl der Iran nichts mit den Attentaten zu tun hatten wurde das Land „gebrandmarkt“.
Ein „Schurkenstaat“ charakterisiert sich durch direkten oder indirekten Terrorismus der politischen Führung- auch gegen die eigene Bevölkerung, Aggression gegenüber Nachbarstaaten, Entwicklung von Massenvernichtungswaffen sowie der Unterwanderung friedlicher Regierungen. Die Liste der Schurkenstaaten ist erweiterbar.
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert die Forschungsfragen sowie die theoretische Basis des Neorealismus und umreißt den Aufbau der Diplomarbeit.
2 THEORIE: NEOREALISMUS: Hier werden die Grundlagen des Neorealismus nach Kenneth Waltz dargelegt, insbesondere Konzepte wie Macht, Anarchie, Balance of Power und die Rolle von Nuklearwaffen.
3 DIE STREITKRÄFTE DER ISLAMISCHEN REPUBLIK IRAN: Dieses Kapitel beschreibt die militärische Architektur des Iran, einschließlich des Revolutionsführers, der verschiedenen Sicherheitsinstitutionen sowie der unterschiedlichen Streitkräfte wie Armee und Revolutionsgarden.
4 DIE SICHERHEITSSTRATEGIE DER ISLAMISCHEN REPUBLIK IRAN: Hier wird die nationale Sicherheitsstrategie analysiert, wobei Faktoren wie die historischen Folgen des Iran-Irak-Krieges und spezifische Bedrohungsszenarien gegenüber Nachbarstaaten, Israel und den USA untersucht werden.
5 DAS IRANISCHE ATOMPROGRAMM: Das letzte inhaltliche Kapitel erörtert die Geschichte, Motive und strategische Bedeutung des Atomprogramms sowie die Problematik des internationalen Konflikts und mögliche Lösungsansätze.
6 KONKLUSION: Abschließend werden die Ergebnisse der Arbeit zusammengeführt und die zentrale These zur Veränderung der iranischen Sicherheitsstrategie nach der Rede von George W. Bush evaluiert.
Iran, Sicherheitspolitik, Sicherheitsstrategie, Neorealismus, Kenneth Waltz, Atomprogramm, Nuklearwaffen, Islamische Republik Iran, Revolutionsgarden, IRGC, US-Außenpolitik, Achse des Bösen, Bedrohungswahrnehmung, Regionale Hegemonie, Rüstungsindustrie
Die Diplomarbeit untersucht die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Islamischen Republik Iran vor dem Hintergrund ihrer Einstufung als Teil der „Achse des Bösen“ durch die USA im Jahr 2002.
Die Untersuchung umfasst die neorealistische Theorie der internationalen Politik, die Struktur der iranischen Sicherheitsinstitutionen, die nationale Sicherheitsstrategie sowie das iranische Atomprogramm.
Das Ziel ist es, die Beweggründe und Strategien des iranischen Regimes zu erklären und zu untersuchen, ob die politische Rhetorik der USA zu einer realen militärischen oder nuklearen Aufrüstung des Iran geführt hat.
Die Arbeit nutzt die Methode der Inhaltsanalyse, um Aufsätze von sicherheitsstrategischen Forschungsinstituten und internationale Politikberichte im Kontext des Neorealismus auszuwerten.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Institutionen der iranischen Sicherheit (z. B. SCNS, Artesh, IRGC), die Einflussfaktoren auf die Sicherheitsstrategie seit dem Iran-Irak-Krieg sowie die technologischen und politischen Aspekte des umstrittenen Atomprogramms.
Wichtige Begriffe sind Iran, Sicherheitspolitik, Neorealismus, Atomprogramm, Nuklearwaffen, Revolutionsgarden (IRGC) und regionale Stabilität.
Die Autorin sieht in der Amtsübernahme von Ahmadinejad eine Zäsur, die zu einer aggressiveren Rhetorik und einer Verschärfung des Konflikts mit dem Westen geführt hat.
Die traumatischen Erfahrungen dieses Krieges, insbesondere die Isolation und der Einsatz chemischer Waffen gegen den Iran, sind zentrale Treiber für das heutige Streben nach autarker Waffenproduktion und Abschreckungsfähigkeit.
Informelle Netzwerke, die auf persönlichen Beziehungen, religiösen Verknüpfungen und gemeinsamen revolutionären Hintergründen basieren, durchziehen die formalen Institutionen und machen Entscheidungsprozesse oft undurchsichtig.
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