Bachelorarbeit, 2021
57 Seiten, Note: 1,0
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
A. Einleitung
I. Relevanz des Themas und Zielsetzung der Arbeit
II. Aufbau der Bachelorarbeit
B. Homeoffice
I. Anordnung durch einseitige Weisung
1. Das Direktionsrecht
a) Gesetzliche Regelung
b) Voraussetzungen des Direktionsrechts
2. Die Anwendung des Direktionsrechts
a) Fehlende vertragliche Arbeitsortfestlegung
b) Bestehende vertragliche Arbeitsortfestlegung
II. Individualvereinbarung
III. Kollektive Vereinbarungen
1. Homeoffice mithilfe von Tarifverträgen
2. Homeoffice durch Betriebsvereinbarungen
a) Initiativrecht des Betriebsrats
b) Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats
IV. Aktuelle rechtliche/gesetzliche Situation
1. Homeoffice-Pflicht nach Corona-ArbSchV sowie IfSG
2. Das Recht auf Homeoffice
a) Recht auf Homeoffice durch betriebliche Übung
b) Gegenwärtige Situation
C. Arbeitszeitänderungen
I. Mehrarbeit
1. Konkrete Abgrenzung zwischen Mehrarbeit und Überarbeit
2. Regelmäßig zulässige Anordnungsgrundlagen
3. Anordnung von Überstunden in Pandemiezeiten
a) Anordnung aufgrund vertraglicher Nebenpflicht
b) Anordnung anhand des Arbeitszeitgesetzes
aa) Außergewöhnlicher Fall nach § 14 ArbZG
bb) Bewilligung gem. § 15 Abs. 2 ArbZG
II. Minderarbeit
1. Überstundenabbau
2. Urlaubsinanspruchnahme
a) Urlaubsabbau und unbezahlter Urlaub
b) Urlaub durch Anordnung von Betriebsferien
c) Mitbestimmung durch den Betriebsrat
III. Kurzarbeit
1. Grundsätzliches zur Anordnung von Kurzarbeit
2. Kurzarbeit auf individualrechtlicher Basis
a) Fixierung im Arbeitsvertrag
b) Kurzarbeit per Zusatzvereinbarung
aa) Einhaltung des Transparenzgebots
bb) Beispielhafte Zusatzvereinbarung zur Kurzarbeit
cc) Angemessene Ankündigungsfrist
3. Kurzarbeit auf kollektivrechtlicher Basis
a) Anordnung durch Tarifvertrag
b) Anordnung durch Betriebsvereinbarungen
D. Zuweisung anderer Tätigkeiten
I. Zuweisung durch arbeitgeberseitiges Direktionsrecht
II. Notfallbedingte Ausdehnung des Direktionsrechts
1. Betriebliche Gefahrenabwendung
2. Gefahrenabwendung von Leib und Leben
3. Beteiligung des Betriebsrats
E. Betriebliche Testung und Impfung
I. Anordnung von Corona-Tests
1. Gesetzliche Angebotspflicht für Arbeitgeber
2. Branchenabhängiges Testerfordernis
3. Testpflicht anhand des Weisungsrechts
a) Anordnung bei Corona-Verdacht
b) Anlasslose Testanordnung
c) Mitbestimmung des Betriebsrats
II. Anordnung zur Corona-Impfung
1. Impflicht durch Gesetz
2. Impfpflicht anhand des Weisungsrechts
3. Kollektivrechtliche Impfpflicht
F. Schlusswort
Die Arbeit untersucht die arbeitsrechtlichen Herausforderungen und Möglichkeiten für Arbeitgeber, in Zeiten der Covid-19-Pandemie einseitige Anordnungen wie Homeoffice, Arbeitszeitänderungen, Tätigkeitszuweisungen sowie Test- und Impfmaßnahmen gegenüber Arbeitnehmern durchzusetzen.
B. Homeoffice
In einer fortschreitenden digitalisierten Arbeitswelt nimmt das Arbeiten im Homeoffice einen immer höheren Stellenwert ein. Sowohl aus Sicht der Arbeitgeber als auch aus der Arbeitnehmersicht bringt das Arbeiten von zu Hause jede Menge Vorzüge mit sich. Eine gewisse Flexibilität und eine verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind wohl die Vorzüge für einen Arbeitnehmer welche auf einer Wichtigkeitsskala sehr weit oben einzuordnen sind. Ferner profitiert der Arbeitgeber von der Heimarbeit seiner Arbeitnehmer, da er so z.B. unter Umständen eine höhere Kostenersparnis durch wegfallende Office-Arbeitsplätze oder eine effektivere Büroflächennutzung ausweisen kann. Dementsprechend ist die Attraktivität von Homeoffice in der heutigen Zeit schwer von der Hand zu weisen und erlangt nicht zuletzt durch die gegenwärtige Corona-Situation eine noch größere, zu diskutierende Bedeutsamkeit. Laut einer aktuellen Statistik ist der Anteil der im Homeoffice arbeitenden Deutschen mit Beginn der Corona-Krise um ein Vielfaches angestiegen, was sich im weiteren Verlauf der Pandemie konstant bestätigt hat.
B. Homeoffice: Dieses Kapitel untersucht die rechtlichen Grundlagen und Möglichkeiten für Arbeitgeber, Homeoffice einseitig oder durch Vereinbarungen anzuordnen, insbesondere unter Berücksichtigung der speziellen Anforderungen der Corona-Pandemie.
C. Arbeitszeitänderungen: Hier werden die Anordnungsbefugnisse des Arbeitgebers bei Mehrarbeit, Überstunden, Minderarbeit und Kurzarbeit analysiert, wobei auch kollektivrechtliche Aspekte und die Rolle von Betriebsvereinbarungen erläutert werden.
D. Zuweisung anderer Tätigkeiten: Dieses Kapitel behandelt die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Arbeitgeber ihre Beschäftigten im Rahmen ihres Direktionsrechts oder in Notsituationen zur Ausübung fachfremder Tätigkeiten verpflichten dürfen.
E. Betriebliche Testung und Impfung: Der letzte inhaltliche Teil widmet sich der arbeitsrechtlichen Beurteilung von Anordnungen zur Corona-Testung und Impfung und prüft, ob diese durch das Weisungsrecht oder gesetzliche Grundlagen gedeckt sind.
Homeoffice, Direktionsrecht, Arbeitsrecht, Corona-Pandemie, Kurzarbeit, Arbeitszeitgesetz, Überstunden, Betriebsrat, Mitbestimmung, Tätigkeitszuweisung, Arbeitsschutz, Testpflicht, Impfpflicht, Schadensabwendung, Weisungsrecht.
Die Arbeit befasst sich mit den rechtlichen Möglichkeiten von Arbeitgebern, in der Corona-Pandemie einseitige betriebliche Anordnungen gegenüber ihren Arbeitnehmern zu treffen und durchzusetzen.
Die zentralen Themenfelder sind die Anordnung von Homeoffice, Änderungen der Arbeitszeit (einschließlich Kurzarbeit), die Zuweisung geänderter Tätigkeiten sowie betriebliche Maßnahmen wie Testungen und Impfungen.
Das Ziel ist es, die anordnungsspezifischen Problematiken im Arbeitsverhältnis in der Pandemie zu identifizieren und rechtlich zu beurteilen, insbesondere im Hinblick auf das arbeitgeberseitige Weisungsrecht.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten juristischen Analyse unter Einbeziehung aktueller arbeitsrechtlicher Literatur, Gesetzestexte sowie relevanter Rechtsprechung zur Einordnung in den pandemiebedingten Kontext.
Im Hauptteil werden die Bereiche Homeoffice, Arbeitszeitänderungen, Zuweisung anderer Tätigkeiten sowie betriebliche Test- und Impfanordnungen jeweils hinsichtlich ihrer rechtlichen Zulässigkeit und der Einbeziehung des Betriebsrats detailliert untersucht.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Direktionsrecht, Homeoffice, Kurzarbeit, Weisungsrecht, betriebliche Anordnungen und arbeitsrechtliche Schutzpflichten charakterisiert.
Der Autor stellt fest, dass sich ein generelles Recht auf Homeoffice derzeit weder aus der betrieblichen Übung noch aus der aktuellen Gesetzeslage sicher ableiten lässt, was Konflikte zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern begünstigt.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass eine arbeitgeberseitige Impfpflicht aufgrund des schwerwiegenden Eingriffs in das Persönlichkeitsrecht und die körperliche Unversehrtheit des Arbeitnehmers derzeit in der Regel abzulehnen ist.
Auch bei vorübergehenden, notfallbedingten Versetzungen ist der Betriebsrat zu beteiligen, sofern die Maßnahme als Versetzung im betriebsverfassungsrechtlichen Sinne anzusehen ist, was der Autor bejaht.
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