Bachelorarbeit, 2020
85 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Das Team – eine Definition
2.1 Notwendigkeit eines Teams in den stationären Hilfen zur Erziehung
2.2 Entstehung eines Teams und Teamentwicklung
2.3 Teamrollen
2.4 Ziele der Teamarbeit
2.5 Die optimale Teamzusammensetzung in der Heimerziehung
2.6 Differenzierung der Aufgabenbereiche und Form der Teamarbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
3 Selbstwirksamkeit
3.1 Die persönliche Selbstwirksamkeit
3.1.1 Entstehung der persönlichen Selbstwirksamkeit
3.1.2 Spezifische und allgemeine Selbstwirksamkeit
3.2 Kollektive Selbstwirksamkeit
3.2.1 Entstehung der kollektiven Selbstwirksamkeit
3.2.2 Möglichkeiten zur Messung der kollektiven Selbstwirksamkeit
3.3 Zusammenhang von Leistung und kollektiver Selbstwirksamkeit
3.4 Die Ebene des Teams in der Sozial-kognitiven Lerntheorie
4 Führung von Teams
4.1 Leitungsstile
4.1.1 Die vertikale Führung in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
4.1.2 Leader-Member Exchange Theorie
4.2 Aufgaben der Teamleitung
4.3 Selbstwirksamkeit der Führungskraft im Hinblick auf die Leistung des Teams
5 Zusammenwirken im Team und mögliche Konfliktpunkte
5.1 Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teamarbeit
5.2 Konflikte und Unterteilungen
5.3 Konflikte und Teamleistung
5.4 Konflikte und Selbstwirksamkeit
6 Methoden und Konzepte zur Verbesserung der Teamleistung in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
6.1 Teamanalyse
6.2 Teamberatungen
6.3 Zielkontrolle und Feedback
6.4 Aushandlung von Rollen
6.5 Möglichkeiten zur Verbesserung der Zusammenarbeit bezüglich der Differenziertheit von Teams in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
6.6 Teamsupervision
7 Fazit
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit besteht darin, die komplexen Zusammenhänge zwischen Selbstwirksamkeit, Teamprozessen und der Leistung eines Teams in der stationären Kinder- und Jugendhilfe darzustellen. Die Forschungsfrage untersucht, wie die Selbstwirksamkeit des Teams mit Führung, Konflikten und der allgemeinen Teamleistung korreliert und welche Methoden zur Optimierung dieser Prozesse im Heimkontext beitragen können.
2.3 Teamrollen
Das Konzept der Teamrollen geht davon aus, dass der Erfolg einer Arbeitsgruppe bedeutend von der Berücksichtigung der Teamrollen abhängig ist. Eine Rolle meint hierbei nicht die Position eines*r Mitarbeiter*in, wie etwa die Teamleitung, sondern die Kombination der Verhaltensweisen einer Person. Diese sind ausschlaggebend für die Herangehensweise an Aufgaben. Dabei ist nicht davon auszugehen, dass sich eine Fachkraft immer gleich verhält oder durchgängig eine Rolle ausfüllt. Teamrollen sind wandelbar und nicht immer klar voneinander abzutrennen. Dennoch ist unumstritten, dass nicht jede*r Mitarbeiter*in in der Lage ist, eine Teamrolle ähnlich gewinnbringend auszuführen, wie ein anderer. Das bietet eine Erklärung für Konflikte und Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit eines Teams, wenn eine Person aus seiner gewohnten Rolle fällt.
Jede Rolle, welche das Team zusammensetzt, weist bestimmte Stärken auf. Diese stehen zugleich in Verbindung mit Schwächen. Diese Grundlage betont hinzukommend den Nutzen eines Teams. Durch das Ergänzen der jeweiligen Ressourcen kann eine leistungsfähige Arbeitsweise möglich werden. Um dies tiefer zu begründen, werden im Folgenden die neun unterschiedlichen Rollen aufgeführt, dazugehörige Eigenschaften sowie Funktionen beschrieben und abschließend die Auswirkungen auf die Zusammenarbeit herausgearbeitet.
1 Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Teamarbeit in der modernen sozialen Arbeit und Hinführung zur Fragestellung der Selbstwirksamkeit.
2 Das Team – eine Definition: Theoretische Herleitung des Begriffs „Team“ und Darstellung der Besonderheiten von Teamarbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe.
3 Selbstwirksamkeit: Fundierte theoretische Auseinandersetzung mit dem Konzept der persönlichen und kollektiven Selbstwirksamkeit nach Bandura und dessen Übertragung auf den Kontext von Teams.
4 Führung von Teams: Untersuchung von Leitungsstilen und deren Einfluss auf die Motivation und Effektivität von pädagogischen Teams in Wohngruppen.
5 Zusammenwirken im Team und mögliche Konfliktpunkte: Analyse der Voraussetzungen für erfolgreiche Zusammenarbeit sowie der Ursachen und Wirkmechanismen von Konflikten.
6 Methoden und Konzepte zur Verbesserung der Teamleistung in der stationären Kinder- und Jugendhilfe: Präsentation konkreter Instrumente zur Teamanalyse, Rollenklärung und Reflexion zur Steigerung der Arbeitsqualität.
7 Fazit: Zusammenfassende Auswertung der Erkenntnisse und Beantwortung der zentralen Forschungsfragen.
Selbstwirksamkeit, Teamarbeit, stationäre Kinder- und Jugendhilfe, Heimerziehung, Führung, Teamleitung, kollektive Selbstwirksamkeit, Konfliktmanagement, Teamleistung, Teamentwicklung, Feedback, Supervision, Aufgabeninterdependenz, Rollenkonflikte, Teamanalyse
Die Arbeit untersucht, wie das Konstrukt der Selbstwirksamkeit die Leistung von Teams in der stationären Kinder- und Jugendhilfe beeinflusst und in welchem Zusammenhang dies mit Führung und Konflikten steht.
Die Arbeit umfasst Definitionen zur Teamarbeit, das Konzept der Selbstwirksamkeit nach Bandura, unterschiedliche Führungsstile sowie Interventionsmethoden bei Konflikten.
Die Arbeit fragt nach den Zusammenhängen zwischen Selbstwirksamkeit und Teamleistung, der Rolle der Führung bei der Steuerung von Teamprozessen sowie nach Methoden zur Überwindung von Hindernissen in der Zusammenarbeit.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse basiert. Konzepte wie das Phasenmodell von Tuckman, die LMX-Theorie und verschiedene Diagnoseverfahren (DISG, LSI, MBTI) werden theoretisch diskutiert.
Der Hauptteil beleuchtet die Dynamik von Teams, die Bedeutung der Rollenklärung, die Einflüsse von Führung auf die kollektive Selbstwirksamkeit und praktische Methoden der Teamentwicklung.
Kollektive Selbstwirksamkeit, Führungskompetenz, Teamdynamik und professionelle Heimerziehung sind die zentralen Kernbegriffe.
In Anlehnung an Bandura definiert die Autorin Selbstwirksamkeit als die subjektive Überzeugung, erfolgreich ein bestimmtes Verhalten oder eine Aufgabe verwirklichen zu können.
Die LMX-Theorie wird genutzt, um die Beziehung zwischen Teamleitung und Mitarbeitenden als entscheidenden Faktor für Arbeitserfolg und Motivation innerhalb der Heimerziehung zu begründen.
Konflikte können die pädagogische Qualität und die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden belasten; die Arbeit zeigt auf, dass eine hohe kollektive Selbstwirksamkeit hilft, diese Konflikte konstruktiv zu bewältigen.
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