Bachelorarbeit, 2021
136 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Soziale Arbeit- Was ist das eigentlich?
2.1. Definition
2.2. Auftrag
2.2.1. Fachlicher Auftrag
2.2.2. Politischer Auftrag
2.2.3. Rechtliche Grundlagen
2.3. Ziele
2.4. Adressat*innen
2.5. Historische Herausbildung der Profession
2.5.1. Soziale Arbeit als Beruf
2.5.2. Begründerinnen
2.5.3. Sozialarbeiter- und Sozialwissenschaftler*innen der Neuzeit
2.5.4. Soziale Arbeit als Profession
2.6. Soziale Arbeit als Wissenschaft
3. Menschenwürde und Menschenrecht
3.1. Menschenwürde
3.1.1. Positionen zum Begriff der Menschenwürde aus Sicht der Philosophie
3.1.2. Menschenwürde aus Sicht der Theologie
3.2. Menschenwürde im Wandel der Zeit
3.3. Menschenwürde und Verfassungsrecht
3.3.1. Menschenrechte in Deutschland- nach 1949
3.3.2. Grundsatz der Menschenrechte
3.4. Menschenwürde und -recht in der Sozialen Arbeit
3.5. Menschenwürde und -rechte im Spannungsfeld
4. Soziale Arbeit im Wandel der Zeiten
5. Soziale Arbeit zwischen 1933 und 1945 in Deutschland
5.1. Historischer Überblick
5.2. Gesellschaftliche und staatliche Dispositionen zur Menschenwürde
5.3. Menschen mit Behinderung unter dem Hakenkreuz
5.3.1. Sozialhygiene, Eugenik, Zwangssterilisation und Euthanasie
5.3.2. Radikalisierung der Euthanasie- Psychiatrie
5.3.3. Hadamar
5.4. Entwicklung der beruflichen und professionellen Sozialarbeit
5.4.1. Soziale Arbeit unter dem nationalsozialistischen Herrschaftssystem
5.4.2. Verrechtlichung der Sozialen Arbeit
5.4.3. Vereinnahmung der Sozialarbeit im nationalsozialistischen Totalitarismus
5.4.4. Soziale Arbeit im Widerstand
6. Zwischen 1945 und 1989 in der Bundesrepublik Deutschland
6.1. Nachkriegsdeutschland- Historischer Abriss
6.2. Nürnberger Prozesse (1946- 1947)
6.3. Politische Neuerungen
6.3.1. Geschichte der Menschenrechte
6.3.2. Staats- und Verfassungsrecht
6.4. Gründerjahre der BRD- Entstehung zweier deutscher Staaten
6.5. Sozialpolitik
6.5.1. Sozialpolitische Wende
6.5.2. Entstehung der Sozialgesetzgebung
6.5.3. Westdeutsche Behindertenpolitik
6.6. Behinderung- Annäherung an den Begriff
6.7. Restauration und Reform der Sozialen Arbeit
6.7.1. Theoretische Sozialarbeit ab 1945
6.7.2. Theorietraditionen
6.8. Aufbau und Entwicklung der Sozialarbeit
6.8.1. Pädagogik und Soziale Arbeit für Menschen mit einer geistigen Behinderung
6.8.2. Soziale Arbeit für Menschen mit einer seelischen Behinderung
6.9. Ausblick
7. Zwischen 1990 und heute in Deutschland
7.1. Die Wiedervereinigung
7.2. Sozioökonomische, gesellschaftliche und politische Entwicklungen
7.2.1. Sozialhilfe
7.2.2. Gesundheitshilfe
7.2.3. Verbände, Organisationen und Einrichtungen
7.2.4. Ausbildung und Berufsentwicklung
7.3. Gesetzliche Reformen
7.3.1. Sozialgesetzbuch IX- Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen
7.3.2. Entwicklungen im Rehabilitationsbereich (1990- 2001)
7.3.3. UN- Behindertenrechtskonvention (UN- BRK)
7.3.4. Normalisierungsprinzip
7.3.5. Integration und Inklusion
7.4. Behinderung in der heutigen Zeit
7.5. Gesetzliche Veränderungen und neue Begriffsbestimmungen
7.6. Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung (ICF)
7.7. Bundesteilhabegesetz
7.7.1. Rehabilitations- und Teilhaberecht
7.7.2. Ziele und Umsetzung des BTHG
7.8. Sozialarbeit für Menschen mit Behinderungen
7.8.1. Doppeltes Mandat
7.8.2. Leitprinzipien professioneller Hilfe
7.8.3. Handlungs- und Arbeitsfelder
7.8.4. Theoretischer Zugang der Sozialen Arbeit
7.9. Diskussion: System im Wandel?
8. Fazit und Ausblick
8.1. Diskussionspunkte
8.2. Zusammenfassung wesentlicher Erkenntnisse
8.3. Ausblick
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung der Sozialen Arbeit in Deutschland für Menschen mit Behinderung in den Fokus zu rücken. Dabei wird untersucht, wie sich die Gesetzeslage, das professionelle Selbstverständnis und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Behinderung von der Zeit des Nationalsozialismus über die Bundesrepublik bis in die heutige Zeit gewandelt haben.
3.1.1. Positionen zum Begriff der Menschenwürde aus Sicht der Philosophie
Immanuel Kant (1724- 1804)
Kants „Kategorischer Imperativ“ erweist sich als geeignet, um klar abzugrenzen, was Würde bedeutet und was unter Menschenwürde konkret zu verstehen ist. Aus diesem Prinzip resultiert der praktische Imperativ: „´Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchtest.`“ (Härle 2018, S. 221). Diese Formulierung impliziert, dass die Menschenwürde stets verletzt wird, wenn ein Mensch nicht seinetwillen registriert und stattdessen seine Wertigkeit darin bemessen wird, wie viel er für andere bedeutet. In Folge dieses Wertverständnisses darf, nach Kant, für einen Menschen kein Preis bemessen werden. Sklaverei, Menschenhandel und dergleichen gelten als Missachtung und folglich als Verletzung der Menschenwürde. Der Mensch dient also seinem Selbstzweck und darf nicht objektiviert und herabgewürdigt werden, da er unter dem Schutz des Instrumentalisierungsverbots steht. (vgl. Härle 2018, S. 221ff.)
1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Sozialen Arbeit in Deutschland und stellt die Forschungsfrage nach dem Wandel des Verständnisses von Menschenwürde und dem Umgang mit behinderten Menschen.
2. Soziale Arbeit- Was ist das eigentlich?: Dieses Kapitel definiert die Soziale Arbeit als Profession und Disziplin, beleuchtet deren fachliche und politische Aufträge sowie die historischen Wurzeln und das Kompetenzprofil.
3. Menschenwürde und Menschenrecht: Hier werden die philosophischen und theologischen Grundlagen der Menschenwürde erläutert und deren Verankerung im deutschen Grundgesetz und im internationalen Menschenrecht dargelegt.
4. Soziale Arbeit im Wandel der Zeiten: Dieses Kapitel dient als Übergang zum Hauptteil und legt den Fokus auf die historische Perspektive von Menschen mit Behinderung in verschiedenen Epochen.
5. Soziale Arbeit zwischen 1933 und 1945 in Deutschland: Es wird die menschenverachtende Praxis der Nationalsozialisten, insbesondere Euthanasie, Zwangssterilisation und die Unterwerfung der Sozialarbeit unter totalitäre Ideologien, kritisch analysiert.
6. Zwischen 1945 und 1989 in der Bundesrepublik Deutschland: Dieses Kapitel behandelt den politischen und sozialen Wiederaufbau, die Entstehung der Sozialgesetzgebung und die veränderte Behindertenpolitik in der Nachkriegszeit.
7. Zwischen 1990 und heute in Deutschland: Der Fokus liegt auf der Zeit nach der Wiedervereinigung, den gesetzlichen Reformen wie SGB IX und BTHG sowie den Leitkonzepten der Inklusion und des Empowerments.
8. Fazit und Ausblick: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse reflektiert, Diskussionspunkte zusammengefasst und ein Ausblick auf eine inklusivere gesellschaftliche Zukunft gegeben.
Soziale Arbeit, Menschenwürde, Menschenrechte, Inklusion, Normalisierung, Bundesteilhabegesetz, SGB IX, Sozialgesetzgebung, Empowerment, Nationalsozialismus, Behindertenhilfe, Lebensweltorientierung, Sozialpolitik, Ethik, Geschichte.
Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung und den Wandel der Sozialen Arbeit für Menschen mit Behinderung in Deutschland von 1933 bis heute.
Zu den zentralen Themen gehören die Geschichte der Sozialarbeit im Nationalsozialismus, die Etablierung des deutschen Sozialstaats, die Entwicklung des Behindertenrechts und moderne Leitkonzepte wie Empowerment und Inklusion.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie sich die Gesetzeslage und das Verständnis von Menschenwürde über die Jahre hinweg verändert haben und welche Rolle die Soziale Arbeit in diesem Wandel einnimmt.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche und eine historische Analyse, um Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichem Zeitgeist, Gesetzgebung und professionellem Handeln aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der nationalsozialistischen Ära, der Phase der Bundesrepublik bis 1989 sowie die Entwicklungen von 1990 bis heute, wobei insbesondere Gesetzesreformen und die Profession der Sozialarbeit im Fokus stehen.
Die Begriffe Menschenwürde, Inklusion, Empowerment, Sozialgesetzbuch (SGB) und historischer Wandel beschreiben den Kerninhalt der Arbeit am präzisesten.
Das BTHG nimmt einen zentralen Stellenwert ein, da es den aktuellen rechtlichen Rahmen für Selbstbestimmung und Teilhabe markiert und das Bio-Psycho-Soziale Modell der WHO in deutsches Recht überführt.
Es dient als Beispiel für die psychologischen Mechanismen von Rollenverhalten und Machtstrukturen, um kritisch zu hinterfragen, wie Menschen sich instrumentalisieren lassen und welche Verantwortung die Gesellschaft trägt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

