Diplomarbeit, 2008
102 Seiten, Note: 1,9
1. Überblick über den Aufbau der Arbeit
2. Einleitung
2.1 Persönlicher Zugang zum Thema dieser Arbeit
2.2 Inhaltliche Einführung
2.2.1 Historische Annäherung an Rausch und Ekstase in Europa
2.3 Gesetzliche, gesellschaftliche und wissenschaftliche Ausgangslage
2.3.1 Qualitative Studien der Drogenforschung
2.4 Der Begriff „Sucht“
2.4.1 „Sucht“ und „Rausch“
2.4.2 Gebrauch und Missbrauch
2.4.3 Trias der Suchtursachen
3. Rausch und Ekstase im kulturellen Vergleich
3.1 Definition von Rausch
3.2 Definition Ekstase
3.3 Phänomenologie von Rausch und Ekstase
3.4 Biologische Aspekte von Rausch und Ekstase
3.5 Rausch und Ekstase als anthropologische „Konstante“
3.5.1 Bedeutungen und Funktionen der Ekstase
3.5.2 Bedeutungen und Funktionen des Drogengebrauchs
4. Rausch und Ekstase - Ihre Bedeutung für die Suchtprävention
4.1 Erziehung zur Drogenmündigkeit
4.1.2 Drogenmündigkeit und Vorschläge zur methodischen Umsetzung
4.2 Risflecting – Entwicklung von Rausch- und Risikokompetenzen
4.2.1 Das Projekt - „Barmixworkshop“
4.2.2 Das Projekt - „Visionensuche“
5. Resümee
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Rausch und Ekstase im kulturellen Vergleich und deren Rolle im Kontext von Drogenkonsum und Suchtprävention, mit dem Ziel, pädagogische Ansätze zur Förderung von Drogenmündigkeit und Risikokompetenz bei Jugendlichen zu entwickeln.
3.4 Biologische Aspekte von Rausch und Ekstase
Wie ist es möglich, dass Menschen veränderte Wachbewusstseinszustände wie Rausch und Ekstase erfahren, ohne auf die Einwirkung von Drogen zurückzugreifen? Die Grundvoraussetzung hierfür ist in den organisch-biochemischen Abläufen im menschlichen Körper zu finden. Aus diesem Grund beschäftigt sich der Abschnitt mit den Forschungsergebnissen der Neurowissenschaft.
Ausgangspunkt der menschlichen Wahrnehmungen, Handlungen, Gedanken und Gefühle sind Botenstoffe (Neurotransmitter), die im Gehirn sowie im gesamten Nervensystem produziert werden. Botenstoffe tragen unsere Wahrnehmung, Gedanken und Gefühle, leiten diese weiter und verarbeiten sie, und sie ermöglichen infolgedessen den Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen. Der erste Botenstoff wurde in den Zwanziger Jahren gefunden. Heute kennt man die Bedeutung von mehreren hundert Botenstoffen, die diese Abläufe steuern und beeinflussen. Die Neurowissenschaft entdeckt fast täglich neue weitere (vgl. Zehentbauer 2003 : 35 – 36).
Bei der Erforschung der Einflüsse von Psychopharmaka auf Gehirn und Psyche zeigte sich, dass deren Wirkung sich nur deshalb entfalten kann, weil der menschliche Organismus den chemischen Substanzen strukturähnliche Stoffe herstellt. So konnte beispielsweise die Wirkung von schmerzstillenden Medikamenten wie Morphin erklärt werden, da der Mensch den körpereigenen Stoff Endorphin produziert, der dieselbe Wirkung besitzt wie das künstliche hergestellte Morphin. Aus diesem Grund wird zwischen endogenen (köpereigenen) und exogenen (körperfremden) Drogen unterschieden. In diesem Zusammenhang bezeichnet Zehentbauer auch den Menschen als „eigenen Drogenproduzenten“ (vgl. ebd. : 8).
1. Überblick über den Aufbau der Arbeit: Diese Einführung erläutert die Grundthematiken der Arbeit, einschließlich der Relevanz von Rausch und Ekstase als universelle Phänomene und der Notwendigkeit suchtpräventiver Konzepte für Jugendliche.
2. Einleitung: Beschreibt den persönlichen Zugang der Autorin zum Thema, führt in die Problematik ein und beleuchtet die gesellschaftliche und wissenschaftliche Ausgangslage sowie den Suchtbegriff.
3. Rausch und Ekstase im kulturellen Vergleich: Analysiert Rausch und Ekstase als anthropologische Konstanten, untersucht deren Definitionen, Phänomenologie und biologische Grundlagen sowie deren vielfältige Funktionen in verschiedenen Kulturen.
4. Rausch und Ekstase - Ihre Bedeutung für die Suchtprävention: Integriert die Erkenntnisse aus dem kulturellen Vergleich in die praktische Suchtprävention und stellt Konzepte zur Förderung von Drogenmündigkeit und Rauschkompetenz vor.
5. Resümee: Fasst die Kernergebnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit, Drogenkonsum nicht isoliert, sondern als Teil der Lebenswelt und als pädagogische Bildungsaufgabe zu begreifen.
Rausch, Ekstase, Suchtprävention, Drogenmündigkeit, Risflecting, Grenzerfahrung, Anthropologische Konstante, Konsumkompetenz, Sucht, Drogenkonsum, Sozialpädagogik, Bewusstseinszustände, Rauschkompetenz, Jugendliche, Lebenswelt.
Die Arbeit untersucht das Phänomen von Rausch und Ekstase als universelles menschliches Bedürfnis und analysiert, wie diese Erfahrungen in der Suchtprävention pädagogisch nutzbar gemacht werden können.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Bedeutung von Rausch und Ekstase, den kontrollierten vs. unkontrollierten Drogenkonsum sowie Konzepte der Drogenprävention und Lebensbegleitung für Jugendliche.
Das Ziel ist es, den Blickwinkel auf Drogenkonsum von einer rein defizitorientierten Sichtweise hin zu einer lebensweltorientierten Bildungsaufgabe zu verschieben, die Reflexionsfähigkeit und Eigenverantwortung stärkt.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse unter Einbeziehung ethnologischer, psychologischer und neurowissenschaftlicher Erkenntnisse sowie die Auswertung qualitativer Studien zum Drogengebrauch.
Der Hauptteil gliedert sich in eine phänomenologische und biologische Analyse von Rauschzuständen sowie die Übertragung dieser Erkenntnisse auf praktische Präventionsmodelle wie "Drogenmündigkeit" und "Risflecting".
Wichtige Begriffe sind Rausch, Ekstase, anthropologische Konstante, Drogenmündigkeit, Risflecting, Grenzerfahrung und Konsumkompetenz.
Die biologische Ebene erklärt, dass der Mensch "eigene Drogenproduzenten" (Endorphine etc.) besitzt, was ermöglicht, Bewusstseinsveränderungen auch ohne externe Substanzen, z.B. durch Tanz oder Meditation, zu erreichen.
Dieser Begriff betont im Gegensatz zur Diagnose "Sucht" die Eigendynamik und die Möglichkeit, Konsummuster als reversible Stadien innerhalb eines Entwicklungsprozesses zu begreifen.
Anstatt Drogenkonsum allein durch Abschreckung oder Abstinenzforderungen zu verhindern, setzt Risflecting auf die Kultivierung von Rausch- und Risikokompetenz durch Reflexion und bewusste Vor- und Nachbereitung.
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