Bachelorarbeit, 2021
60 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Persönliche Motivation
1.2. Ziele & Forschungsfragen
1.3. Methodische Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Ausgangslage und Relevanz
2.1.1. Die Problemlage in der Berufspolitik der Pflege
2.1.2. Das Berufspolitische Engagement der Pflegenden
2.1.3. Die Relevanz für die Gesellschaft, die Organisation und das Pflegemanagement
2.2. Die Rahmenbedingungen der Pflege in Zeiten der Corona-Krise
2.2.1. Die stationäre Pflege im Krankenhausbereich
2.2.2. Die stationäre Pflege in Altenpflegeeinrichtungen
2.2.3. Der ambulante- und teilstationäre Pflegebereich
3. Übersicht zum aktuellen Forschungsstand
3.1. Diskussionsbeiträge zur Berufspolitik in der Pflege
3.2. Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Thematik
3.3. Einbeziehung der Fragestellungen in Relation zum Diskurs
4. Wissenschaftliche Methodik
4.1. Wissenschaftliche Methode der Umfrage
4.2. Zielgruppe
5. Quantitative Online-Umfrage
5.1. Planungsentwurf der Umfrage
5.2. Pretest
5.3. Durchführung der Befragung
5.4. Übersicht der Stichprobe
5.5. Datenauswertung der Befragung
6. Zusammenfassung und Fazit
6.1. Reflexion des Vorgehens
6.2. Beantwortung der Forschungsfragen
6.3. Kritische Betrachtung & Ausblick
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Corona-Pandemie auf das berufspolitische Interesse und das Engagement von Pflegekräften in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie sich die veränderten Rahmenbedingungen auf die Belastungssituation der Pflegenden auswirken und in welcher Relation diese zu berufspolitischen Forderungen stehen, um langfristig Strategien zur Mitarbeiterbindung und Professionalisierung zu entwickeln.
2.1.2. Das Berufspolitische Engagement der Pflegenden
In einem wissenschaftlichen Artikel von Wiedermann und Meyer-Kühling wird das berufspolitische Engagement als Coping Strategie dargestellt. Die Autoren vertreten die Ansicht, dass die Wertschätzung und der Erfolg im Beruf, eine gute Personalausstattung sowie (subjektiv wahrgenommene) Handlungsspielräume, bedeutende Ressourcen sind, um den Berufsalltag bewältigen zu können. Zudem können die persönlichen Eigenschaften wie Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Fachkompetenz und Resilienz den Einfluss von beruflichen Stressoren mindern und das eigene Wohlbefinden sowie die Gesundheit beeinflussen. Die Belastungen der Pflegenden werden durch die gesundheitspolitischen Entscheidungsprozesse und den strukturellen Rahmenbedingungen beeinflusst. Ebenfalls nehmen die systemisch bedingten Belastungen der Pflegenden eine zentrale Rolle ein, durch den unabdinglichen Widerspruch zwischen den ökonomisch funktionierenden Gesundheitssystem und dem hohen normativen Anspruch einer patientenzentrierten Pflege. Dieses Gefühl wird als „zerrissen sein“ und dem Menschen „nicht gerecht“ werden bezeichnet. Um diesen Missverhältnissen entgegen zu wirken, sind sich die Politik und Experten der Pflegeberufe einig, dass Pflegefachpersonen und Auszubildende im Beruf gehalten und wenn möglich sogar zurückgewonnen werden müssen (vgl. Wiedermann; Meyer-Kühling 2019).
Die Autoren stützen sich in ihrem wissenschaftlichen Artikel darauf, dass Pflegefachpersonen eine höhere Toleranz gegenüber ihren berufsbedingten Belastungen aufweisen können, wenn diese sich berufspolitisch interessieren und engagieren. So bringen sie sich aktiv ein, wenn es um institutionelle Entscheidungen geht oder beteiligen sich sogar politisch an der Veränderung von Rahmenbedingungen. Die Autoren behaupten in ihrer Untersuchung, dass das berufspolitische Engagement einen Zusammenhang hat mit dem „Konzept der Salutogenese“ von Antonovsky (1997) hat. Demnach deutet ein erhöhtes Kohärenzgefühl der Pflegenden auf eine hohe politische Reflexionsfähigkeit hin.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Berufspolitik ein und definiert das Ziel, den Einfluss der Corona-Krise auf das berufspolitische Interesse der Pflegenden zu erforschen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage der Pflegepolitik und analysiert die Rahmenbedingungen in den verschiedenen Pflegesektoren unter dem Einfluss der Corona-Pandemie.
3. Übersicht zum aktuellen Forschungsstand: Hier werden bestehende Diskussionsbeiträge und wissenschaftliche Erkenntnisse über die berufspolitische Partizipation in der Pflege zusammengeführt und kritisch eingeordnet.
4. Wissenschaftliche Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das gewählte quantitative Forschungsdesign und die Zielgruppe der Online-Umfrage zur Erhebung der Daten.
5. Quantitative Online-Umfrage: Das Kapitel dokumentiert den gesamten Prozess der Umfrage, von der Planung und dem Pretest über die Durchführung bis hin zur Datenauswertung.
6. Zusammenfassung und Fazit: Abschließend werden die Ergebnisse reflektiert, die Forschungsfragen beantwortet und ein Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf gegeben.
Berufspolitik, Partizipation, Pflegende, Corona-Krise, Arbeitsbedingungen, Fachkräftemangel, Interessenvertretung, Gesundheitspolitik, Pflegemanagement, Berufsverband, Gewerkschaft, Empowerment, Professionalisierung, Arbeitsbelastung, Pflegekammer.
Die Arbeit befasst sich mit der berufspolitischen Partizipation von Pflegenden in Deutschland unter Berücksichtigung der speziellen Belastungen und Veränderungen durch die COVID-19-Pandemie.
Die zentralen Felder umfassen die aktuelle Problemstellung in der Berufspolitik, die Rahmenbedingungen in verschiedenen Pflegesettings (Krankenhaus, Altenpflege, ambulante Dienste) und die Bedeutung des berufspolitischen Engagements als Copingstrategie.
Das Ziel ist es, den Einfluss der Corona-Krise auf das berufspolitische Interesse der Pflegenden darzustellen und zu untersuchen, inwieweit die Arbeitsbedingungen die politische Partizipationsbereitschaft der Beschäftigten beeinflussen.
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign gewählt. Die Daten wurden mittels einer Online-Umfrage erhoben, die von insgesamt 1.258 Pflegenden beantwortet wurde, und anschließend mittels SPSS statistisch ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Ausgangslage und Rahmenbedingungen, eine Analyse des aktuellen Forschungsstandes zur berufspolitischen Partizipation und die Durchführung sowie Auswertung der quantitativen Umfrage.
Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Berufspolitik, Partizipation, Arbeitsbedingungen, Corona-Krise, Fachkräftemangel und Interessenvertretung.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Krise das berufspolitische Interesse beeinflusst hat, wobei sich insbesondere bei berufspolitisch engagierten Pflegenden ein gestiegenes Interesse zeigt, während es bei nicht-engagierten stabil bleibt.
Die Studie zeigt, dass das berufspolitische Interesse bei jungen Erwachsenen (18-24 Jahre) gering ist, zwischen dem 25. und 44. Lebensjahr am höchsten ausfällt und ab dem 45. Lebensjahr wieder sinkt.
Die Umfrage ergab, dass das Vertrauen in direkte Vertreter wie Gewerkschaften und Berufsverbände höher eingeschätzt wird als in Akteure auf höheren politischen Ebenen wie Parteien.
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