Bachelorarbeit, 2021
46 Seiten, Note: 3,0
1 Einleitung
2 Dyskalkulie und Rechenschwäche
2.1 Definition Dyskalkulie
2.2 Definition Rechenschwäche
3 Erwerb mathematischer Kenntnisse im Vor- und Grundschulalter
3.1 Entwicklung des Zahlbegriffs
3.1.1 Zählen
3.1.2 Zählprinzipien
3.1.3 Zahlwortreihe
3.1.4 Zahlaspekte
3.2 Förderungsmöglichkeiten für rechenschwache Kinder
3.3 Addition und Subtraktion
3.3.1 Zahlbeziehungen
3.3.2 Teil-Ganzes-Beziehungen
3.3.3 Stellenwertsystem
3.3.4 Zählendes Rechnen
3.4 Fördermaßnahmen für rechenschwache Kinder
4 Analyse des Themenblocks „Entwicklung des Zahlbegriffs“ im Zahlenbuch 1 und im Dortmunder Zahlbegriffstraining
4.1 Makrostruktur
4.1.1 Zahlenbuch 1
4.1.2 Dortmunder Zahlbegriffstraining
4.2 Mesostruktur
4.2.1 Zahlenbuch 1
4.2.2 Dortmunder Zahlbegriffstraining
4.3 Mikrostruktur Zahlenbuch 1
4.3.1 Spiralprinzip
4.3.2 Materialeinsatz
4.3.3 Prozessbezogene Kompetenzen
4.4 Mikrostruktur Dortmunder Zahlbegriffstraining
4.4.1 Spiralprinzip
4.4.2 Materialeinsatz
4.4.3 Prozessbezogene Kompetenzen
5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Lehr- und Fördermaterialien
5.1 Förderstrategien zur Unterstützung rechenschwacher Kinder im Zahlenbuch 1
5.2 Fördermaßnahmen im Dortmunder Zahlbegriffstraining
6 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie rechenschwache Kinder im Vor- und Grundschulalter durch den Erwerb von Zahlvorstellungen gefördert werden können, und vergleicht dazu die Konzepte des Lehrwerks „Zahlenbuch 1“ mit dem „Dortmunder Zahlbegriffstraining“.
3.1.2 Zählprinzipien
Die Zählprinzipien sind einer der ersten Lernbausteine, welche die Kinder zum Aufbau einer gefestigten Zählkompetenz erlernen. Demnach sind die fünf Zählprinzipien wichtig, um gelingende Zählprozesse sicherzustellen und die weitere Zählentwicklung der Kinder zu gewährleisten. In einem Alter von zweieinhalb bis drei Jahren benutzen die Kinder die ersten Zählprinzipien unbewusst. Dieser Prozess entwickelt sich aber stetig weiter, sodass die Kinder zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr ein Bewusstsein für die Charakteristika der Zählprinzipien erlangen (Müller, n.d.).
Das Prinzip der stabilen Reihenfolge sagt aus, dass die Reihenfolge der Zahlwörter immer in einer wiederholbaren Ordnung vorzufinden ist und diese in einer gleichbleibenden Abfolge aufgezählt werden (Moser Opitz, 2002). Im Laufe ihrer Zählentwicklung lernen die Kinder größere Mengen oder Objekte zählend zu bestimmen. Um den Erwerb zu sichern, ist es als Lehrkraft ratsam die Kinder während des Zählens zu beobachten und auftretende Schwierigkeiten festzustellen.
Das Eindeutigkeitsprinzip besagt, dass jedem der zu zählenden Objekte genau ein Zahlwort zugeordnet wird (Moser Opitz, 2002). Um dieses Prinzip umzusetzen, müssen die Kinder die Menge in gezählte und noch nicht gezählte Objekte einteilen. Sobald ein Objekt mehrfach gezählt oder beim Zählvorgang übersehen wird, ist das Eindeutigkeitsprinzip ungültig.
Das Kardinalzahlprinzip legt fest, dass das zuletzt genannte Zahlwort die Anzahl der Objekte in einer Menge bestimmt. Dabei steht das Betonen des zuletzt gezählten Zahlwortes im Fokus des Prinzips (Moser Opitz, 2002). Auch setzt es die Fähigkeit der Kinder voraus, beispielsweise auf die Frage: „Wie viele Blumen seht ihr auf dem Bild?“, mit dem zum Schluss genannten Zahlwort zu antworten. Die Entwicklung des kardinalen und ordinalen Zahlenverständnisses stellt einen bedeutsamen Lernprozess dar. Kinder, welche Schwierigkeiten haben dieses Prinzip zu verinnerlichen, beginnen wiederholt den Zählprozess zu starten.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die mathematischen Defizite deutscher Grundschüler laut TIMSS-Studie und betont die Notwendigkeit frühzeitiger Förderung bei Rechenschwäche.
2 Dyskalkulie und Rechenschwäche: Es erfolgt eine Differenzierung zwischen Dyskalkulie und Rechenschwäche sowie eine Erläuterung der jeweiligen Definitionen und Kriterien.
3 Erwerb mathematischer Kenntnisse im Vor- und Grundschulalter: Dieses Kapitel erläutert die kognitiven Grundlagen der Zahlbegriffsentwicklung, das Zählen, grundlegende Rechenoperationen und Förderansätze.
4 Analyse des Themenblocks „Entwicklung des Zahlbegriffs“ im Zahlenbuch 1 und im Dortmunder Zahlbegriffstraining: Eine detaillierte Analyse der Makro-, Meso- und Mikrostrukturen beider Materialien hinsichtlich ihrer didaktischen Konzeption.
5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Lehr- und Fördermaterialien: Ein direkter Vergleich beider Formate hinsichtlich ihrer methodischen Ausrichtung, Differenzierungsmöglichkeiten und Zielgruppen.
6 Fazit: Die Arbeit resümiert die Bedeutung individueller Förderangebote und unterstreicht die Rolle von Lehrkräften sowie spezialisierter Förderprogramme für den langfristigen Bildungserfolg.
Rechenschwäche, Dyskalkulie, Zahlbegriff, Zahlenbuch 1, Dortmunder Zahlbegriffstraining, Zählprinzipien, Förderung, Mathematikunterricht, Grundschule, Inklusion, Fördermaterialien, Frühförderung, Basiskompetenzen, Arithmetik, Lernprozess.
Die Arbeit diskutiert den Erwerb von Zahlvorstellungen bei Kindern im Vor- und Grundschulalter, speziell im Kontext von Rechenschwäche, und vergleicht hierzu verschiedene didaktische Ansätze.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen zur Dyskalkulie, der Aufbau mathematischer Basiskompetenzen (wie Zählen und Zahlverständnis) sowie die Analyse konkreter Lehr- und Fördermaterialien.
Das Ziel ist es, die Qualität und den Aufbau des „Zahlenbuchs 1“ und des „Dortmunder Zahlbegriffstrainings“ zu untersuchen, um aufzuzeigen, wie diese Materialien rechenschwache Kinder bei der Entwicklung eines stabilen Zahlbegriffs unterstützen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten fachdidaktischen Schulbuch- und Programmanalyse, die sich an bewährten Analysemodellen orientiert, um Makro-, Meso- und Mikrostrukturen systematisch zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Zahlbegriffsentwicklung und eine detaillierte, strukturierte Untersuchung der beiden ausgewählten Förder- und Lehrmaterialien.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Rechenschwäche, Zahlbegriffsentwicklung, Zählprinzipien, mathematische Basiskompetenzen, Förderstrategien und das Spiralprinzip nach Bruner.
Da es sich bei dem Dortmunder Zahlbegriffstraining um ein spezifisches Diagnose- und Förderprogramm für rechenschwache Kinder handelt und nicht um ein klassisches Schulbuch, erfordert es eine eigene methodische Betrachtungsweise.
Während das „Zahlenbuch 1“ für den täglichen Mathematikunterricht aller Kinder konzipiert ist und durch offene Aufgabenformate differenziert, ist das „Dortmunder Zahlbegriffstraining“ ein gezieltes 1:1-Förderprogramm für Kinder mit Rechenschwierigkeiten.
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