Magisterarbeit, 2001
77 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. ERZÄHLTHEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1. Das Modell Stanzels
2.1.1. Person
2.1.2. Perspektive
2.1.3. Modus
2.2. Bestimmung der zu verwendenden erzähltheoretischen Begrifflichkeiten
2.2.1. Erzählsituationen und unreliable narration
2.2.2. Techniken der Bewußtseinsdarstellung
3. BARRY UNSWORTH
4. MORALITY PLAY
4.1. Der Ich-Erzähler
4.2. Morality Play – ein Kriminalroman?
4.3. Konklusion
5. STONE VIRGIN
5.1. Die Erzählsituationen
5.1.1. Die Erzählsituation der ersten Zeitebene
5.1.2. Die Erzählsituation der zweiten Zeitebene
5.1.3. Die Erzählsituation der dritten Zeitebene
5.1.4. Die Erzählsituationen der drei Zeitebenen - ein Vergleich
5.2. Die thematischen Verbindungen zwischen den Handlungssträngen
5.2.1. Die Madonnenfigur und das Idealbild der Frau
5.2.2. Die Symbolik
5.3. Konklusion
6. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Erzählstrategien in den Romanen Morality Play und Stone Virgin von Barry Unsworth und vergleicht diese mit literarischen Strömungen des 20. Jahrhunderts, um zudem den Grund für die bisherige Vernachlässigung des Autors durch die Sekundärliteratur zu ergründen.
4.1. Der Ich-Erzähler
Die Vermittlungsform, auf die wir im vorliegenden Roman treffen, ist ganz offensichtlich die der Ich-Erzählsituation. Der Ich-Erzähler, Nicholas Barber, schildert dem Leser rückblickend eine Passage aus seinem Leben. Wie viel später genau nach den berichteten Ereignissen erzählt wird, erfährt der Leser nicht.
Bevor ich nun auf die Motivation und Intention dieses Berichtes eingehen werde, möchte ich zunächst das Bild darlegen, das Nicholas Barber von seiner eigenen Person und seiner Zeit zeichnet, wobei ich untersuchen möchte, inwieweit dieses Bild Aufschluß über Nicholas’ Weltanschauung gibt. Nachdem ich dann die Absichten, die Nicholas mit seiner Erzählung verfolgt, und die damit zusammenhängende Unglaubwürdigkeit des Berichtes näher beleuchtet habe, werde ich auf die Bedeutung der eingesetzten Lichtsymbolik eingehen. Abschließend möchte ich untersuchen, inwiefern der Ich-Erzähler in seinen Einstellungen eine Entwicklung durchmacht und wie er sich verändert. Bei der Untersuchung dieser vier Aspekte soll vor allem die Lesereinstellung berücksichtigt werden, da diese der Haltung des Erzählers diametral gegenübersteht.
1. EINLEITUNG: Die Autorin legt das Ziel ihrer Untersuchung fest: Die Analyse der Erzählstrategien in Unsworths Romanen sowie deren Einordnung in die literarischen Strömungen des 20. Jahrhunderts.
2. ERZÄHLTHEORETISCHE GRUNDLAGEN: Einführung in Stanzels Modell der Erzählsituationen (auktorial, personal, Ich-Erzähler) und Erweiterung um den Begriff der unreliable narration zur Analyse von Erzähltexten.
3. BARRY UNSWORTH: Ein kurzer biografischer Abriss über Leben und Werk des Autors Barry Unsworth.
4. MORALITY PLAY: Untersuchung der Erzählsituation und der strukturellen Ähnlichkeiten dieses Romans zur Gattung des Kriminalromans.
5. STONE VIRGIN: Analyse der komplexen Erzählstruktur über drei Zeitebenen und Untersuchung der verbindenden Symbolik (Madonna, Licht, Elemente).
6. ABSCHLIEßENDE BETRACHTUNG: Vergleich der Erzählstrategien beider Romane und kritische Diskussion über Barry Unsworths Einordnung in den literarischen Kanon.
Barry Unsworth, Erzählstrategien, Franz Stanzel, Erzählsituation, Ich-Erzähler, Unreliable Narration, Morality Play, Stone Virgin, Kriminalroman, Erzähltheorie, Symbolik, Literaturwissenschaft, Moderne, Metafiktion, Narratologie
Die Arbeit analysiert die spezifischen Erzählstrategien in zwei ausgewählten Romanen von Barry Unsworth und setzt diese in Beziehung zur literaturwissenschaftlichen Erzähltheorie.
Im Zentrum stehen die Erzählsituationen, das Phänomen des unzuverlässigen Erzählens, der Vergleich mit Kriminalromanstrukturen sowie die Bedeutung von Symbolik für die Sinnstiftung.
Das Ziel ist es, die angewendeten Erzähltechniken zu entschlüsseln und zu begründen, warum Unsworth trotz seines Erfolges von der Sekundärliteratur bisher kaum beachtet wurde.
Die Untersuchung stützt sich primär auf das erzähltheoretische Modell von Franz Stanzel, das durch Ansätze von Nünning und Chatman hinsichtlich unzuverlässiger Erzählweisen und Bewusstseinsdarstellungen erweitert wird.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung von Morality Play und Stone Virgin, wobei jeweils die Erzählperspektive, der Modus der Wissensvermittlung und die symbolische Aufladung des Textes im Vordergrund stehen.
Zentrale Begriffe sind neben dem Autornamen insbesondere Erzählstrategie, Erzählsituation, unzuverlässiges Erzählen, Kriminalroman und literarische Symbolik.
Der Richter fungiert als eine Art Detektivfigur, die jedoch nicht durch überlegenen analytischen Verstand, sondern durch ihre machtvolle gesellschaftliche Stellung in der Lage ist, die Puzzleteile der Geschichte zusammenzufügen.
Licht wird nicht nur traditionell als Symbol für Wissen und göttliche Erkenntnis eingesetzt, sondern dient auch zur Steuerung der Leserwahrnehmung und zur Ambivalenzbildung innerhalb der erzählten Geschichte.
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