Masterarbeit, 2020
185 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Zielstellung der Arbeit
1.3 Methodischer Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Einführung in die Funktionsweise von Transportnetzwerken
2.1.1 Grundzüge von Logistiknetzwerken
2.1.2 Verkehrsträger im Vergleich
2.1.2.1 Verkehrsträger 1 – Der Straßengüterverkehr
2.1.2.1.1 Systemeigenschaften
2.1.2.1.2 Beeinträchtigungen durch die Covid-19 Krise im Straßengüterverkehr auf nationaler Ebene
2.1.2.2 Verkehrsträger 2 – Der Schienengüterverkehr
2.1.2.2.1 Systemeigenschaften
2.1.2.2.2 Beeinträchtigungen durch die Covid-19 Krise im Schienengüterverkehr auf nationaler Ebene
2.1.2.3 Verkehrsträger 3 – Der Luftfrachtverkehr
2.1.2.3.1 Systemeigenschaften
2.1.2.3.2 Beeinträchtigungen durch die Covid-19 Krise in der Luftfrachtlogistik auf nationaler Ebene
2.1.2.4 Verkehrsträger 4 – Der Güterschiffsverkehr
2.1.2.4.1 Systemeigenschaften
2.1.2.4.2 Beeinträchtigungen durch die Covid-19 Krise in der Binnenschifffahrt auf nationaler Ebene
2.1.2.5 Internationale Entwicklungen und Maßnahmen im Güterverkehr während der Covid-19 Krise
3. Szenarioanalyse
3.1 Definition und Unterscheidung von verschiedenen Ansätzen der Szenario Methodik
3.2 Szenarioanalyse
3.2.1 Dimensionen des Szenario-Projektes
3.2.2 Schritt 1 – Festlegung der Zielvorstellungen
3.2.3 Schritt 2 – Konkretisierung der objektiven und numerischen Ziele sowie der Rahmenbedingungen
3.2.4 Schritt 3 – Beschreibung des gegenwärtigen Status Quo
3.2.5 Schritt 4 – Festlegung exogener Variablen
3.2.6 Schritt 5 – Durchführung der Szenario-Analyse
3.2.7 Schritt 6 – Formulierung von Interpretationsansätzen
3.3 Resultierende Entwicklungspfade sowie Handlungsempfehlungen für die nationale und internationale Transport- und Dienstleistungslogistik
4. Rahmenbedingungen, Fazit und Ausblick der Arbeit
4.1 Zusammenfassung
4.2 Kernergebnisse
4.3 Limitationen der Arbeit
4.4 Ausblick und weiterer Forschungsbedarf
Die Arbeit untersucht, wie internationale Transportnetzwerke nach der Covid-19-Pandemie resilient gestaltet werden können. Ziel ist es, mittels einer Szenarioanalyse mögliche Zukunftspfade für Logistik-Dienstleistungsunternehmen zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung zukünftiger Transport- und Dienstleistungslogistik abzuleiten.
1.1 Problemstellung und Motivation
Globale Lieferketten unterliegen mannigfaltigen Schwankungen und Störungen. Diese können unterschiedliche Ursachen haben. Seien es ökonomische, ökologische oder soziale Umstände, die eine Lieferkette im schlimmsten Fall zum Erliegen bringen können, muss es entlang der Wertschöpfungskette eine gewisse Resilienz geben, um diesem Problem antizipativ entgegenzuwirken. Mit Sicherheit wurden diese Resilienzen im Laufe der Jahrhunderte und im Zuge Globalisierung aufgebaut und gestärkt, doch seitdem Ende Dezember 2019 in China das neuartige Coronavirus, Covid-19, ausgebrochen ist und Stand 18.12.2020, weltweit 74.320.228 Menschen infiziert und 1.645.219 Menschen dem Virus zum Opfer gefallen sind, leidet, neben den persönlichen Schicksalen und Verlusten, die Weltwirtschaft.
Zahlreiche Schlagzeilen mit den schlimmsten Szenarien dominierten die Medienlandschaft und haben sich im Laufe der Zeit einerseits bewahrheitet während andererseits viele Meldungen in Vergessenheit geraten sind oder de facto unter die Kategorie „Fake News“ einzuordnen waren. Beispielsweise wurde eine sich schnell verbreitende Mitteilung im März publik, als eine angebliche Schließung von Supermärkten in Deutschland bevorstand. Reaktionen darauf waren vermehrte Käufe von haltbaren Lebensmitteln, Toilettenpapier und Desinfektionsmittel, aus Angst vor einem Versorgungsengpass, einer unbestimmt langen häuslichen Quarantäne oder einer Ausgangssperre. Diese sogenannten Hamsterkäufe führten zeitweise zu einer enormen Knappheit von diversen Artikeln und phasenweise zu einem partiellen Einbruch auf der Angebotsseite. Supermärkte und Drogerien mussten wochenlang auf neue Bestände warten.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Anfälligkeit globaler Lieferketten durch die Covid-19-Pandemie und definiert die Forschungsfrage bezüglich der zukünftigen Resilienz von Transportnetzwerken.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Logistiknetzwerken und analysiert spezifisch die Auswirkungen der Pandemie auf die Verkehrsträger Straße, Schiene, Luft und Wasser.
3. Szenarioanalyse: Hier wird die Methodik der Szenarioanalyse angewandt, um auf Basis exogener Faktoren konsistente Zukunftsprojektionen und Handlungsempfehlungen für die internationale Logistik zu erstellen.
4. Rahmenbedingungen, Fazit und Ausblick der Arbeit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Limitationen der Untersuchung und identifiziert weiteren Forschungsbedarf im Kontext der Logistikstabilität.
Szenarioanalyse, Covid-19-Pandemie, Logistiknetzwerke, Transportkette, Lieferkettenresilienz, Backcasting, Straßengüterverkehr, Schienengüterverkehr, Luftfrachtlogistik, Binnenschifffahrt, Handlungsempfehlungen, Cross-Impact-Analyse, Wertschöpfungskette, Zukunftsprojektion, Systemrelevanz.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf internationale Transportnetzwerke und entwickelt mittels einer Szenarioanalyse Pfade für eine resilientere Zukunftsgestaltung.
Zentrale Felder sind die Analyse der logistischen Funktionsweise, die Auswirkungen der Pandemie auf verschiedene Verkehrsträger und die Anwendung von Szenario-Methodiken.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, wie den Konsequenzen der Covid-19-Pandemie für die internationale Transport- und Dienstleistungslogistik begegnet werden kann.
Es wird eine hybride Methodik aus Forecasting und Backcasting (nach Robinson) sowie eine Cross-Impact-Analyse zur Szenariogenerierung eingesetzt.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der Logistiknetzwerke analysiert, gefolgt von einer detaillierten Szenarioanalyse, die mögliche Entwicklungspfade für die Branche aufzeigt.
Schlüsselwörter sind u.a. Szenarioanalyse, Logistiknetzwerke, Lieferkettenresilienz, Backcasting und Transportlogistik.
Aufgrund der hohen Dynamik, Komplexität und geringen Datenlage während der Pandemie ermöglicht Backcasting einen explorativen Ansatz, um gezielt Wunschzustände und Wege dorthin zu definieren.
Diese identifizieren Einflussfaktoren, die über alle Szenarien hinweg konsistent auftreten, und dienen als Grundlage für die Interpretation der Zukunftsfähigkeit der Logistikbranche.
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