Bachelorarbeit, 2021
110 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 High Functioning Autismus
2.1 Symptomatik
2.1.1 Besondere Wahrnehmung
2.1.2 Fehlende exekutive Funktionen
2.1.3 Kommunikation
2.1.4 Repetitives Verhalten
2.1.5 Schwache zentrale Kohärenz
2.1.6 Theory Of Mind
2.2 Die Besonderheiten weiblicher HFA
2.3 Diagnostik
2.3.1 Baron Cohen: AAA
2.3.1.1 AQ
2.3.1.2 EQ
2.3.2 Marburger Beurteilungsskala zum Asperger-Syndrom
2.3.4 Auswirkungen einer späten Diagnose
2.3.5 Schwierigkeiten einer späten Diagnose
2.3.6 Komorbiditäten und Differentialdiagnosen
3 High Functioning Autisten im Arbeitsumfeld
3.1 Standpunkte aus der Literatur
3.1.1 Stärken von HFA im Beruf
3.1.2 Schwierigkeiten von HFA im Beruf
3.1.3 Unterstützende Faktoren
3.1.4 Erfahrungsbericht einer autistischen Ärztin
3.2 SAP Autism At Work
3.3 TEACCH
3.3.1 Strategien erarbeiten
3.3.2 Körpervokabeln
3.3.3 Social Stories
3.3.4 Zeitpläne
4 Die Kindertagesstätte
4.1 Eine Übersicht über Entwicklung und Bedarf von drei- bis sechsjährigen Kindern
4.1.1 Dreijährige
4.1.2 Vierjährige
4.1.3 Fünfjährige
4.1.4 Sechsjährige
4.2 Das Berufbild der pädagogischen Fachkraft
4.2.1 Ausbildung
4.2.2 Aufgaben
4.2.3 Persönliche Eignung
5 Der Expertenfragebogen
5.1 Der Fragebogen
5.1.1 Allgemeine Fragen zu Ihren täglichen Arbeitsanforderungen (Frage 6 – 20)
5.1.2 Ihre Anforderungen an eine Kollegin (Frage 21 – 24)
5.1.3 Anforderungen der Kinder an eine Bezugsperson (Frage 25 – 27)
5.1.4 Anforderungen der Eltern an eine Erzieherin (Frage 28 – 30)
5.2 Kategorisierung der Fragen
5.2.1 Nach Kapiteln
5.2.2 Nach Themen
5.3 Die Auswertung
5.3.1 Quantitativer Teil
5.3.2 „Planbarkeit des Arbeitsalltags“ mit den Fragen 6, 7, 8, 9, 10, 11 und 27
5.3.3 „Soziale Anforderungen des Berufs“ mit den Fragen 13, 21, 22, 23, 25, 29 und 30
5.3.4 „Kollegiale Unterstützung“ (hierzu zählen die Hilfestellung genauso wie die Rücksicht auf ihre Bedürfnisse) mit den Fragen 12, 15, 16, 17, 18, 19 und 20
5.3.5 „Konkrete Alltagsaufgaben im Beruf des Erziehers“ mit den Fragen 14, 26 und 28
5.3.6 Gemischte Fragen 8, 24 und 25
6 Diskussion
6.1 Forschungsergebnisse und Interpretation
6.2 Ergänzung
6.3 Erwartungshaltung
6.4 Kritische Beurteilung der Methode und Beschränkung der Forschung
6.5 Gütekriterien
6.5.1 Objektivität
6.5.2 Reliabilität
6.5.3 Validität
6.6 Unklarheiten aus der Literatur
6.7 Weitere Forschung
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen für weibliche Personen mit High Functioning Autismus (HFA) im Berufsfeld der Kindertagesbetreuung. Ziel ist es, basierend auf einer Literaturanalyse und einem Expertenfragebogen, zu bewerten, inwiefern das Berufsbild der Erzieherin mit den spezifischen Merkmalen von HFA vereinbar ist und welche Unterstützungsmaßnahmen dabei hilfreich sein können.
2.1.2 Fehlende exekutive Funktionen
HFA beschneidet die exekutiven Funktionen der Betroffenen. Dazu gehören die Entwicklung von Lösungsstrategien, die Vorstellung von Konsequenzen der eigenen Handlungen, die zielgerichtete Lenkung der Aufmerksamkeit und die Kontrolle von Impulsen (vgl. roy et al. 2009) .
Preißmann (2011) beschreibt das Fehlen exekutiver Funktionen, „[...] die mit Planungsprozessen, vorausschauendem Denken und zielgerichtetem problemorientierten Handeln verbunden sind [...]“ (S. 14). Diese Funktionen umfassen unter Anderem die „[...] Impulskontrolle, [...] Kontrolle über Aufmerksamkeit und motorische Funktionen, [...] sowie Flexibilität im Denken und Handeln.“ (S. 15). Preißmann (2011) spricht auch davon, dass dieses wahrgenommene Unvermögen vom Umfeld als bewusst eingesetzte Provokation missverstanden werden kann (vgl. ebd.) .
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Eignung des Erzieherberufs für autistische Frauen unter Berücksichtigung von Chancen und Schwierigkeiten.
2 High Functioning Autismus: Theoretische Abgrenzung des Krankheitsbildes HFA sowie Erläuterung von Symptomatiken und diagnostischen Verfahren.
3 High Functioning Autisten im Arbeitsumfeld: Analyse von Stärken und Schwierigkeiten autistischer Menschen im Berufsalltag sowie Vorstellung unterstützender Strategien wie TEACCH.
4 Die Kindertagesstätte: Darstellung der kindlichen Entwicklung und der Anforderungen an das Berufsbild der pädagogischen Fachkraft.
5 Der Expertenfragebogen: Methodische Erläuterung zur Erstellung und Durchführung einer Expertenbefragung unter ausgebildeten Erziehern.
6 Diskussion: Interpretation der Umfrageergebnisse im Kontext der Literatur sowie kritische Reflexion der Untersuchung.
7 Fazit: Zusammenfassende Einschätzung zur Vereinbarkeit von HFA-Merkmalen mit den Anforderungen des Erzieherberufs.
High Functioning Autismus, HFA, Erzieherin, Kindertagesstätte, soziale Interaktion, Arbeitsplatz, Inklusion, exekutive Funktionen, Expertenbefragung, pädagogische Fachkraft, Arbeitsorganisation, Kommunikation, Autism at Work, Arbeitsalltag, Stressfaktoren.
Die Arbeit untersucht, ob und wie Frauen mit High Functioning Autismus erfolgreich als Erzieherinnen in Kindertagesstätten arbeiten können.
Die Arbeit behandelt die Symptomatik von HFA, die Anforderungen an das Berufsbild der Erzieherin und die Vereinbarkeit dieser Anforderungen mit den spezifischen Stärken und Schwierigkeiten autistischer Menschen.
Die Forschungsfrage lautet, ob sich die in der Literatur beschriebenen Fähigkeiten und Schwierigkeiten von weiblichen HFA-Autisten mit den Anforderungen einer Anstellung als Erzieherin in der Kindertagesbetreuung vereinbaren lassen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse und einer qualitativen Expertenbefragung (Fragebogen) bei vier ausgebildeten Erziehern.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu HFA, eine Analyse des Arbeitsumfelds "Kita", das Berufsbild der pädagogischen Fachkraft sowie die Auswertung und Diskussion der Expertenbefragung.
Wichtige Begriffe sind HFA, Kindertagesstätte, Erzieherberuf, Arbeitsalltag, Inklusion und soziale Anforderungen.
Da der Erzieherberuf stark von Frauen dominiert ist, stellt die Autorin einen Bezug zwischen der hohen Zahl weiblicher Erzieher und der diagnostischen Untergruppe weiblicher Autisten her.
Die Fragen wurden nach inhaltlichen Themen wie „Planbarkeit des Arbeitsalltags“, „Soziale Anforderungen des Berufs“, „Kollegiale Unterstützung“ und „Konkrete Alltagsaufgaben“ sortiert.
Eine Erzieherin mit HFA kann in der Kindertagesstätte erfolgreich arbeiten, sofern sie Strategien entwickelt, um mit unvorhersehbaren Situationen umzugehen, und Unterstützung durch das Team erfährt.
Die Studie zeigt, dass mangelnde Planbarkeit und spontane Änderungen im Kita-Alltag für HFA-Personen eine große Stressquelle darstellen, da diese Schwierigkeiten mit der exekutiven Steuerung haben.
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