Bachelorarbeit, 2008
76 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit untersucht die Frage nach der Identität junger Migranten in Deutschland im Kontext der HipHop-Kultur. Im Fokus steht dabei der Diskurs um „Kanaken-Kultur“ als Ausdruck einer spezifischen Identität im Kontext der deutschen „Mehrheitsgesellschaft“. Die Arbeit analysiert Raptexte mithilfe der Kritischen Diskursanalyse nach Jäger (2001) und beleuchtet die Rolle des „Kanaken“-Konzepts als Gegendiskurs zum „Ausländer“-Diskurs.
Die Einleitung stellt das Thema der Arbeit vor und führt in die Problematik der Identität von Migranten in Deutschland ein. Kapitel 2 beleuchtet die HipHop-Kultur als Jugend- und Subkultur, wobei die Entwicklung der HipHop-Kultur in Deutschland unter dem Aspekt der Minderheitenjugend und der afroamerikanischen Ursprünge betrachtet wird. Kapitel 3 behandelt verschiedene Identitätskonzepte, insbesondere das Konzept der Ethnizität und der Diaspora. Hier wird auch das Identitätskonzept des „Kanaken“ als politische Strategie in der HipHop-Kultur eingeführt. Kapitel 4 befasst sich mit dem synkretistischen Kulturbegriff und den Konzepten der Hybridität und Bricolage, die als Grundlage für die Interpretation der Raptexte dienen. Kapitel 5 erläutert die methodische Vorgehensweise der Kritischen Diskursanalyse nach Jäger und präsentiert die Ergebnisse der Analyse der Raptexte. Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und verknüpft sie mit einem Interpretationsansatz.
HipHop, Identität, Migranten, Deutschland, „Kanaken-Kultur“, Kritische Diskursanalyse, Jäger, Synkretismus, Hybridität, Bricolage, Gegendiskurs.
Es handelt sich um die Umdeutung eines ursprünglich abwertenden Begriffs in eine positive, selbstbewusste Eigenbezeichnung junger Migranten, um sich von der deutschen Mehrheitsgesellschaft abzugrenzen.
Die Untersuchung erfolgt mittels der Kritischen Diskursanalyse nach Jäger, wobei Raptexte auf Konzepte wie Ethnizität, Diaspora und soziale Praxis analysiert werden.
Der Bricoleur (nach Lévi-Strauss) ist eine Figur, die sich ihre Identität aus verschiedenen kulturellen Versatzstücken (Bricolage) zusammenbaut, was typisch für hybride Identitäten im HipHop ist.
Sie dient als historischer und kultureller Bezugspunkt für die Ausdrucksformen im HipHop und beeinflusst die Art und Weise, wie migrantische Identitäten sprachlich konstruiert werden.
Ja, er fungiert als Gegendiskurs zum herkömmlichen „Ausländer“-Diskurs der Mehrheitsgesellschaft, indem er Passivität durch eine aktive, provokante Identitätsstiftung ersetzt.
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