Bachelorarbeit, 2019
60 Seiten, Note: 1,3
A. Einleitung
B. Geschichtlicher Hintergrund der aktuellen Rechtslage
I. Arealnetze zur Zeit des EnWG 1998
II. Objektnetze zur Zeit des EnWG 2005
III. Aktuelle Rechtslage mit den EnWG 2011
C. Energieversorgungsnetze
I. Begriff gem. § 3 Nr. 16 EnWG
II. Konkretisierung gem. § 3 Nr. 17 EnWG
III. Rechtsfolge und Regulierungsanforderungen
1. Netzanschluss
a) § 17 EnWG
b) Allgemeine Anschlusspflicht nach § 18 EnWG
2. Netzzugang
3. Netzentgelte
4. Entflechtung
a) Informatorische Entflechtung
b) Buchhalterische Entflechtung
c) Gesellschaftsrechtliche Entflechtung
d) Operationelle Entflechtung
D. Geschlossene Verteilernetze
I. Umfang der Privilegierung
1. Zugangs- und Anschlussverpflichtung §§ 17 und 20 EnWG
2. Entgeltüberprüfung
3. Unbundling Vorschriften
II. Formelle Anforderungen
1. Zuständigkeit
2. Antragstellung
3. Beteiligte
4. Gebühren
III. Materielle Anforderungen an die Einstufung
1. Energieversorgungsnetz
2. Geografisch begrenztes Gebiet
3. Verknüpfte Tätigkeiten oder Produktionsverfahren der Anschlussnutzer oder in erster Linie Eigenversorgung
a) Verknüpfte Tätigkeiten oder Produktionsverfahren
b) Energieverteilung an Netzeigentümer oder Netzbetreiber bzw. verbundene Unternehmen
4. Keine oder wenige Haushaltskunden
a) Keine oder nur geringfügige Versorgung von Haushalten
b) Geringe Zahl mit Beschäftigungsverhältnis oder eine vergleichbare Beziehung
E. Grundfall: Kundenanlage i.S.v. § 3 Nr. 24a EnWG
I. Folgen einer Kundenanlage für den Betreiber
1. Anwendung des Kartellrechts
2. Netzseitige Umlagen und Umlagenreduzierung in der Kundenanlage
3. Kundenanlage im Rahmen der Mieterstromkonstellation
II. Anforderungen einer Kundenanlage
1. Räumlich zusammengehörende Gebiete
2. Mit einem Energieversorgungsnetz oder mit einer Erzeugungsanlage verbunden
3. Unbedeutend für den Wettbewerb
a) Anzahl der angeschlossenen Letztverbraucher
b) Geografische Ausdehung
c) Menge der durchgeleiteten Energie
4. Diskriminierungsfrei und unentgeltlich
III. Spezialfall der Kundenanlage gem. § 3 Nr. 24b EnWG
1. Räumlich zusammengehörendes Betriebsgebiet
2. Betriebsnotwendiger Energietransport
IV. Risiken bei Fehleinschätzung der Kundenanlage
F. Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, eine rechtliche Abgrenzung zwischen den verschiedenen Netzarten – Netz der allgemeinen Versorgung, geschlossene Verteilernetze und Kundenanlagen – vorzunehmen und deren rechtliche Relevanz zu analysieren, um die Voraussetzungen für eine Einstufung zu bestimmen.
A. Einleitung
Im deutschen Energierecht wird zwischen verschiedenen Netzarten unterschieden.
Aus der Grafik ist zu entnehmen, dass Energieanlagen in Energieversorgungsnetze, Kundenanlagen und Direktleitungen unterteilt werden. Die Energieversorgungsnetze werden zusätzlich in Netz der allgemeinen Versorgung und geschlossene Verteilernetze unterteilt. Daraus ergibt sich die Frage, was unter diesen genau zu verstehen ist.
Im Zuge der Rechtsprechungen des letzten Jahres hat sich herausgestellt, dass Kundenanlagen wieder ein aktuelles Thema sind. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie diese von den geschlossenen Verteilernetzen und dem Netz der allgemeinen Versorgung abgegrenzt werden können.
Zielsetzung dieser Arbeit ist es, eine Abgrenzung zu den einzelnen Netzarten zu erarbeiten und die rechtliche Relevanz davon zu erkennen. Diese Arbeit soll auch Aufschluss darüber geben, wann eine Kundenanlage vorliegt und ab wann sie in ein Energieversorgungsnetz mündet.
Um in das Thema einzusteigen, soll zunächst mit Hilfe der geschichtlichen Entwicklung der Netzarten eine Einführung erfolgen, sodass der Ursprung der aktuellen Rechtslage verständlicher wird.
A. Einleitung: Die Einleitung definiert die verschiedenen Arten von Energieanlagen und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, eine Abgrenzung zwischen Netz der allgemeinen Versorgung, geschlossenen Verteilernetzen und Kundenanlagen vorzunehmen.
B. Geschichtlicher Hintergrund der aktuellen Rechtslage: Dieses Kapitel arbeitet die historische Entwicklung der Areal- und Objektnetze auf und erläutert die Beweggründe für die Neufassung durch das EnWG 2011.
C. Energieversorgungsnetze: Hier wird der Begriff des Energieversorgungsnetzes nach § 3 Nr. 16 EnWG geklärt und die daraus folgenden Regulierungsanforderungen wie Netzanschluss, Netzzugang und Entflechtung detailliert dargestellt.
D. Geschlossene Verteilernetze: Das Kapitel behandelt die Privilegien und materiellen sowie formellen Anforderungen für geschlossene Verteilernetze, insbesondere im Vergleich zum Netz der allgemeinen Versorgung.
E. Grundfall: Kundenanlage i.S.v. § 3 Nr. 24a EnWG: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der Anforderungen an eine Kundenanlage sowie die Behandlung des Spezialfalls der betrieblichen Eigenversorgung und die Risiken bei einer Fehleinschätzung des Anlagenstatus.
F. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der korrekten Einordnung von Netzarten zusammen und betont die Notwendigkeit einer präziseren gesetzlichen Normierung, um Unsicherheiten für Betreiber zu reduzieren.
EnWG, Netz der allgemeinen Versorgung, geschlossene Verteilernetze, Kundenanlage, Energieversorgungsnetz, Netzzugang, Netzanschluss, Entflechtung, Eigenversorgung, Anreizregulierung, Kartellrecht, Betriebsgelände, Letztverbraucher, Mieterstrom, Regulierungsbehörde
Die Arbeit untersucht die rechtliche Differenzierung und Abgrenzung zwischen verschiedenen Netzarten im deutschen Energierecht, insbesondere den Energieversorgungsnetzen, den geschlossenen Verteilernetzen und den verschiedenen Formen von Kundenanlagen.
Zu den zentralen Themen gehören die regulatorischen Anforderungen an Netzbetreiber, die historische Entwicklung der Rechtslage durch das EnWG, das Unbundling (Entflechtung) sowie die spezifischen Kriterien für die Einstufung von Anlagen als Kundenanlage oder geschlossenes Verteilernetz.
Das primäre Ziel ist es, klare Abgrenzungskriterien zwischen den Netzarten zu erarbeiten und die rechtlichen Konsequenzen (Pflichten und Privilegien) für die jeweiligen Betreiber aufzuzeigen, um insbesondere das Risiko einer fälschlichen Einordnung als Netz der allgemeinen Versorgung zu vermeiden.
Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse von Gesetzesgrundlagen, der Auswertung der relevanten Rechtsprechung (z. B. EuGH, BGH) sowie der Einbeziehung von Literatur und behördlichen Leitfäden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Energieversorgungsnetzen, die spezifische Analyse geschlossener Verteilernetze sowie eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Kundenanlage, einschließlich ihrer Privilegien und der Anforderungen für die betriebliche Eigenversorgung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Energieversorgungsgesetz (EnWG), Regulierung, Netzanschluss, Netzzugang, Kundenanlage, geschlossenes Verteilernetz und Entflechtung charakterisiert.
Während für geschlossene Verteilernetze eine zwingende behördliche Einstufung per Verwaltungsakt erforderlich ist, benötigt die Kundenanlage kein behördliches Anerkennungsverfahren. Zudem unterliegen Kundenanlagen nicht der energiewirtschaftlichen Regulierung.
Eine Fehleinschätzung führt dazu, dass die Anlage rechtlich als Energieversorgungsnetz gilt, was mit umfangreichen Regulierungspflichten, der Notwendigkeit einer Genehmigung und potenziellen wirtschaftlichen Nachteilen durch verfehlte Quersubventionierungen verbunden ist.
Unterzähler dienen dazu, die Energiemengen bei einer Drittbelieferung innerhalb der Kundenanlage rechnerisch vom Hauptzähler abzuziehen, um die Anforderungen an eine eindeutige Zuordnung der Energiemengen für den Netzzugang zu erfüllen.
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