Bachelorarbeit, 2018
41 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Kulturbegriff
2.2. Interkulturalität als Herausforderung für das Personalmanagement
2.3. Interkulturelle Kompetenz
2.4. Interkulturelle Trainings
3. Theorie
3.1 Objektivität, Reliabilität, Validität
3.2 Ansatz nach Gudykunst, Guzley und Hammer
3.3 Instrumente zur Messung interkultureller Kompetenz
4. Empirische Studien
4.1 Metaanalyse: Sind interkulturelle Trainings von Expatriate Führungskräften effektiv?
4.2 Metaanalyse: Eine Metaanalyse über die Auswirkungen von interkulturellem Training auf Performance und Anpassung von Expatriates
4.3 Studie: Interkulturelles Training um die Anpassungsfähigkeit von Expatriates zu fördern
4.4 Studie: Zur Evaluation eines interkulturellen Trainings in einem deutschen Großunternehmen
4.5 Studie: Evaluation des Einsatzes von interkulturellen Trainings im australischen öffentlichen Sektor von 2005-2006
5. Kritische Würdigung
6. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die zentrale Fragestellung, ob interkulturelle Trainings tatsächlich geeignet sind, die interkulturelle Kompetenz von Fach- und Führungskräften zu fördern und deren Erfolg in internationalen Umfeldern sicherzustellen.
3.2) Ansatz nach Gudykunst, Guzley und Hammer
Eine der gebräuchlichsten Klassifikationen interkultureller Trainings bietet der Ansatz von Gudykunst, Guzley und Hammer.69 In diesem Zusammenhang wird das Training unterschieden in didaktische oder experimentale Trainingsformen.70 Das didaktische Training (auch: kognitives Training) basiert darauf, kognitives Wissen über eine Kultur zu vermitteln, um deren Mitglieder und deren Wertvorstellungen nachvollziehen zu können.71 Dieses Wissen beschreibt das zuvor beschriebene Kernelement interkultureller Kompetenz, definiert durch Deardorff und Gertsen.
Durch diese Maßnahmen wird zudem die kognitive Dimension geschult. Das Training der Teilnehmer erfolgt dabei größtenteils durch Vorträge oder Seminare. Thematisch werden beispielsweise kulturelle Konflikte behandelt und mögliche Lösungswege aufgezeigt.72 Häufig schließen an den theoretischen Teil Diskussionen an,73 in denen beispielsweise über den Kulturbegriff diskutiert wird, um Bewusstsein für kulturelle Unterschiede zu schaffen.
Das experimentale Training (auch: erfahrungsorientiertes od. erfahrungsbasiertes Training) hingegen geht davon aus, dass die Teilnehmer am besten durch persönliche Erfahrungen lernen.74 Es handelt sich dabei um ein affektives, am Verhalten orientiertes Lernen und bezieht sich somit auf die durch Gertsen definierte affektive und behaviorale Dimension interkultureller Kompetenz. Für das erfahrungsorientierte Training werden am häufigsten interaktive Übungen wie Rollenspiele oder Simulationen eingesetzt.75 Diese Form des Trainings eignet sich besonders dazu, um die Teilnehmer von Beginn an aufzulockern und zu motivieren.76 Die Teilnehmer sollen sich dabei beispielsweise in fiktive Situationen versetzen, in denen sie als eine Person aus einem fremden (häufig fiktiven) Kulturkreis handeln sollen.77 Meist erfolgt zuvor eine kurze Beschreibung von typischen Verhaltensmustern oder Werten der fiktiven Kultur. Durch die Einnahme dieser Rolle sollen die Teilnehmer lernen, sich in fremde Kulturen zu versetzen und sich in Konfliktsituationen zu Recht zu finden. Alternativ kann auch ein Fallbeispiel aus der Praxis simuliert werden, welches von den Teilnehmern bereits erlebt wurde.78 Das experimentale Training stärkt die Reflexionsfähigkeit der Teilnehmer und kann somit auch die Empathie gegenüber Personen aus fremden Kulturkreisen stärken.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der internationalen Unternehmenstätigkeit und die Relevanz interkultureller Kompetenz sowie Vorstellung der Forschungsfrage.
2. Grundlagen: Definition grundlegender Begriffe wie Kultur, Unternehmenskultur und interkulturelle Kompetenz sowie deren Herausforderungen für das Personalmanagement.
3. Theorie: Theoretische Herleitung der Trainingsmethoden und Vorstellung von Messinstrumenten für interkulturelle Kompetenz sowie Definition der Arbeitshypothesen.
4. Empirische Studien: Auswertung verschiedener Studien und Metaanalysen zur Effektivität interkultureller Trainings in unterschiedlichen nationalen und beruflichen Kontexten.
5. Kritische Würdigung: Reflexion und methodische Einordnung der Ergebnisse der untersuchten empirischen Studien unter Berücksichtigung ihrer Validität.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen im Bereich der interkulturellen Personalentwicklung.
Interkulturelle Trainings, Interkulturelle Kompetenz, Expatriates, Personalmanagement, Unternehmenskultur, Kulturelle Überschneidungssituation, Kulturelle Empathie, Anpassungsfähigkeit, Didaktisches Training, Experimentales Training, Job Performance, Internationalisierung, Kulturschock, Methoden der Personalentwicklung, Führungskräfte.
Die Arbeit untersucht, inwiefern interkulturelle Trainings geeignet sind, die interkulturelle Kompetenz von Fach- und Führungskräften zu fördern und dadurch deren Erfolg im internationalen beruflichen Umfeld zu sichern.
Zentrale Themen sind die theoretische Definition von interkultureller Kompetenz, die verschiedenen Trainingsmethoden (didaktisch vs. experimental) sowie die praktische Effektivitätsprüfung durch empirische Studien.
Die Forschungsfrage lautet: Eignen sich interkulturelle Trainings zur Förderung der interkulturellen Kompetenz von Fach- und Führungskräften?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in deren Rahmen der aktuelle theoretische Stand sowie bestehende empirische Studien und Metaanalysen zum Thema interkulturelle Trainings ausgewertet und kritisch diskutiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Klassifizierung von Trainingsansätzen, die Vorstellung geeigneter Messinstrumente für Kompetenz sowie die detaillierte Auswertung von fünf ausgewählten empirischen Studien aus verschiedenen internationalen Kontexten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Interkulturelle Kompetenz, Expatriates, Unternehmenskultur, Kulturelle Überschneidungssituation und verschiedene Trainingsformen charakterisiert.
Die Anpassung gilt als wesentlicher Indikator für den Erfolg eines Auslandseinsatzes; viele der untersuchten Studien nutzen sie als Hauptvariabel, um die Wirksamkeit eines vorangegangenen Trainings zu quantifizieren.
Während das didaktische Training vorrangig auf die kognitive Vermittlung von Wissen über fremde Kulturen abzielt, setzt das experimentale Training auf affektive Lerneffekte durch praktische Erfahrungen wie Simulationen oder Rollenspiele.
Die Autorin bestätigt die Effektivität von interkulturellen Trainings, betont jedoch, dass besonders erfahrungsorientierte Methoden eine deutliche Kompetenzsteigerung fördern, während die langfristige Wirksamkeit in vielen Studien noch zu wenig untersucht ist.
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