Diplomarbeit, 2008
119 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation, Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2. Regulatorisches Umfeld
2.1 Vertrauensverlust in die Kapitalmärkte durch Finanzskandale
2.2 Internationale Anforderungen
2.2.1 Sarbanes Oxley Act
2.2.2 COSO I als internationaler Standard
2.2.3 COSO II Enterprise Risk Management
2.3 Nationale Anforderungen
3. Grundlagen und Terminologie des Risikomanagements und Risikocontrollings
3.1. Risikobegriff
3.1.1 Allgemein
3.1.2 Am Beispiel Kreditrisiko auf dem Subprime-Markt
3.2 Begriff und Ziele des Risikomanagements
3.3 Risikomanagement und Risikocontrolling
4. Das interne Kontrollsystem
4.1 Die Bedeutung des IKS
4.2 Definition des internen Kontrollsystems (IKS)
4.2.1 Grundlegende Definition
4.2.2 Abgrenzung der internen Kontrolle
4.2.3 Ziele interner Kontrollsysteme
4.2.4 Kontrollarten in einem IKS
5. COSO II als Rahmenwerk für das interne Kontrollsystem
5.1 COSO II
5.1.1 Zweck, Ziele und Auftrag von COSO II
5.1.2 Definition vom Enterprise Risk Management
5.2 Das ERM-Rahmenwerk (COSO II)
5.2.1 Vorstellung
5.2.2 Zielbereiche von ERM
5.2.3 Komponenten von ERM
5.2.3.1 Internal Environment
5.2.3.2 Objective Setting
5.2.3.3 Event Identification
5.2.3.4 Risk Assessment
5.2.3.5 Risk Response
5.2.3.6 Control Activities
5.2.3.7 Information & Communication
5.2.3.8 Monitoring
5.2.4 Entity von ERM
5.3 Gemeinsamkeiten und Unterschiede von COSOI und COSOI
6. Optimierung der Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit des IKS mit COSOII
6.1 Unterschied zwischen IKS und COSOII
6.2 Implementierung eines effektiven ERM Programms
6.2.1 Einleitung
6.2.2 Rollen und Verantwortungsverteilung
6.2.2.1 Board of Directors
6.2.2.2 Risk Officer
6.2.2.3 Management
6.2.2.4 Financial Executives
6.2.2.5 Internal Auditors
6.2.2.6 External Parties
6.2.3 Fazit
6.3 Analyse der Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit des IKS im ERM Rahmenwerk
6.3.1 Einleitung
6.3.2 Möglichkeiten und Grenzen der Steigerung der Wirtschaftlichkeit durch COSOII
Die Arbeit untersucht die Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit von Internen Kontrollsystemen (IKS) auf Basis des COSO II Rahmenwerks. Ziel ist es, die Anwendbarkeit dieses Risikomanagement-Modells kritisch zu hinterfragen und zu beurteilen, ob es geeignet ist, eine effiziente und wirksame Unternehmensführung jenseits bloßer Compliance-Anforderungen zu gewährleisten.
5.1.2 Definition vom Enterprise Risk Management
Das von dem Committee of Sponsoring Organizations entwickelte Rahmenwerk befasst sich mit den Risiken und Chancen die sich auf Wertschöpfungskette im Unternehmen auswirken. Es wird im COSO2 Bericht ein bestimmtes einheitliches Verständnis für den schillernden Begriff des Risikomanagements in Form folgender Definition vorausgesetzt: „Unternehmensweites Risikomanagement ist ein Prozess, ausgeführt durch Überwachungs- und Leitungsorgane, Führungskräfte und Mitarbeiter einer Organisation, angewandt bei der Strategiefestlegung sowie innerhalb der Gesamtorganisation, gestaltet, um die die Organisation beeinflussenden, möglichen Ereignisse zu erkennen, und um hinreichende Sicherheit bezüglich des Erreichens der Ziele der Organisation zu gewährleisten.“
Diese wissenschaftliche Formulierung fasst im Grunde alles zusammen, lässt sich jedoch schlecht einprägen und sollte daher in die wesentlichen Einzelteile zerlegt werden, um die bedeutenden Eckpfeiler im Grundverständnis zu verinnerlichen. Mit dem Begriff des Prozesses, soll deutlich werden, dass dieses Rahmenwerk in seiner Ausführung nicht statisch betrachtet werden soll. Es erstreckt sich vielmehr durchgehend auf die gesamte Organisation. Das schließt aber nicht aus, dass der Prozess nicht auch schrittweise eingeführt werden kann. Dieser angestrebte Prozess setzt eine flexible Unternehmensbelegschaft voraus. Entscheidend für den Erfolg ist das erfolgreiche Übergreifen des Mechanismus im ganzheitlichen Ansatz. Häufig können in Unternehmen die Mitarbeiter und auch die Abteilungsleiter ihre Risikomanagementausrichtung nicht definieren, da dies nur in Form einer festen organisierten unternehmensinternen Anweisung beschrieben aber nicht ausgeführt bzw. gelebt wird. Vielmehr sollte ein verständliches Dokument den Mitarbeitern anvertraut werden, worin Möglichkeiten des Risikorückblicks und der Risikobewertung möglicher Handlungen beschrieben werden, die sich über den gesamten Querschnitt der Unternehmung ziehen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass zunehmende Globalisierung und Unternehmensskandale den Bedarf an wirksamen internen Kontrollsystemen und Risikomanagement drastisch erhöht haben.
2. Regulatorisches Umfeld: Das Kapitel beleuchtet den Einfluss von Finanzskandalen und gesetzlichen Regulierungen wie dem Sarbanes-Oxley Act und dem KonTraG auf die Gestaltung von Kontrollsystemen.
3. Grundlagen und Terminologie des Risikomanagements und Risikocontrollings: Es werden die begrifflichen Grundlagen von Risiko, Risikomanagement und die enge Verzahnung mit dem Risikocontrolling definiert und veranschaulicht.
4. Das interne Kontrollsystem: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung, Ziele und Kontrollarten eines internen Kontrollsystems als Basis für organisatorische Sicherheit.
5. COSO II als Rahmenwerk für das interne Kontrollsystem: Die einzelnen Komponenten und Zielbereiche des COSO II Rahmenwerks werden detailliert vorgestellt und als ganzheitliches Managementwerkzeug analysiert.
6. Optimierung der Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit des IKS mit COSOII: Das Kapitel analysiert den Unterschied zwischen klassischem IKS und ERM sowie die praktische Implementierung unter Berücksichtigung der Rollenverteilung.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet die Anwendbarkeit von COSO II für Unternehmen unterschiedlicher Größe im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen.
Interne Kontrollsysteme, Risikomanagement, COSO II, Enterprise Risk Management, Sarbanes-Oxley Act, Risikobeurteilung, Unternehmensführung, Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit, Corporate Governance, Risikocontrolling, Risikoneigung, Risikotoleranz, Prozessmanagement, Interne Revision.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Untersuchung, wie Unternehmen durch den Einsatz des COSO II-Rahmenwerks (Enterprise Risk Management) die Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit ihrer internen Kontrollsysteme optimieren können.
Die zentralen Themen sind das regulatorische Umfeld, die wissenschaftliche Fundierung von Risikomanagement und Risikocontrolling, die Struktur von COSO II sowie die praktische Implementierung und Verantwortung in verschiedenen Unternehmenseinheiten.
Ziel ist es, theoretisch zu untersuchen, ob das ERM-Rahmenwerk von COSO II geeignet ist, die Effektivität und Wirtschaftlichkeit interner Kontrollsysteme zu gewährleisten, anstatt es nur als formales Compliance-Instrument zu nutzen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten betriebswirtschaftlichen Literaturanalyse und der kritischen Auseinandersetzung mit dem COSO II-Standard im Vergleich zu herkömmlichen Kontrollsystemen.
Im Hauptteil werden das regulatorische Umfeld, die Begriffsdefinitionen des Risikomanagements, die Komponenten des COSO II-Rahmenwerks, die Implementierungsprozesse sowie die Analyse der Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit intensiv diskutiert.
Wichtige Schlüsselwörter sind Risikomanagement, Internes Kontrollsystem (IKS), COSO II, Enterprise Risk Management (ERM), Sarbanes-Oxley Act (SOX), Corporate Governance und Risikobeurteilung.
Während COSO I primär auf die interne Kontrolle fokussiert war, erweitert COSO II dies um ein ganzheitliches Risikomanagement (ERM) mit acht Komponenten und einer expliziten Risikoausrichtung.
Die Interne Revision übernimmt eine Schlüsselrolle bei der Überwachung und Prüfung des gesamten Risikomanagementprozesses, um Effektivität und Effizienz sicherzustellen.
Die Grenzen liegen unter anderem in der Unmöglichkeit, ein echtes Null-Fehler-Szenario zu erreichen, sowie im Zielkonflikt zwischen hohen Kontrollkosten und der Forderung nach Renditesteigerung.
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