Diplomarbeit, 2008
117 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung und Hintergrund der Diplomarbeit
1.1. Einführung in den Markt und b2b-Handel mit Motorrädern
1.2. Inhalt und Ziel dieser Diplomarbeit
2. Ausgewählte Angebots- und Nachfrageformen elektronischer Marktplätze im b2b-Bereich
2.1. Funktionen elektronischer b2b-Marktplätze
2.1.1. Teilnehmer elektronischer Marktplätze
2.1.2. Elektronische Vertriebsunterstützung/E-Commerce
2.1.3. Elektronische Beschaffungsunterstützung/E-Procurement
2.1.4. Elektronischer Marktplatz als Integration von Beschaffungs- und Vertriebsunterstützung (b2b-Händlerplattform)
2.2. Ausgewählte Angebots- und Nachfragemodelle zum Motorradhandel auf elektronischen Marktplätzen
2.2.1. Online-Auktionen, insbesondere die Höchstpreisauktion
2.2.2. Sofort-Kauf-Preis / Anzeigenformat
2.3. Erfolgsfaktoren für ein elektronische b2b-Handelsplattform für Motorräder
2.3.1. Grundlagen
2.3.2. Businesskonzept
2.3.3. Technologie- und Innovation
2.3.4. Benutzerfreundlichkeit
2.3.5. Kundenansprache
2.3.6. Logistik
2.3.7. Kundenservice
2.3.8. Marke
2.3.9. Netzeffekte und Kritische Masse
2.4. Wettbewerbsanalyse der Internetportale
2.4.1. Markt und Wettbewerbanalyse von E-Marktplätzen mit Motorrädern
2.4.2. Branchengröße
2.5. Zusammenfassung theoretischer Grundlagen und Schlussfolgerung für den elektronischen Handel mit Motorrädern und den Business Plan
3. Qualitative und quantitative Befragung zur Ermittlung von Kundennutzen und Motivation im b2b-Handel mit Motorrädern
3.1. Qualitative Händlerbefragung als Instrument zur Ermittlung von Motivationen und consumer insights beim Handel mit Motorrädern
3.1.1. Definition qualitative Befragung und Tiefeninterviews
3.1.2. Fragebogen/Gesprächsleitfaden zur qualitativen Händlerbefragung
3.1.3. Studien Set-up der qualitativen Befragung
3.1.4. Auswertung des Interviews
3.1.5. Ergebnisse der qualitativen Händlerbefragung
3.2. Quantitative Händlerbefragung als Instrument zur Ermittlung von Häufigkeiten und Prioritäten bei der Nutzung eines elektronischen Marktplatzes beim Handel mit Motorrädern
3.2.1. Definition quantitative Befragung/Online-Befragung
3.2.2. Fragebogen zur quantitativen Händlerbefragung
3.2.3. Studien Set-up der quantitativen Händlerbefragung
3.2.4. Auswertung der quantitativen Händlerbefragung
3.2.5. Ergebnisse der quantitativen Händlerbefragung
3.3. Zusammenfassung der Studienergebnisse und Schlussfolgerung für die Diplomarbeit
4. Ausgestaltung eines b2b-Handeslportals für freie und gebundene Motorradhändler in Deutschland unter dem Namen www.ps-handel.de
4.1. Geschäftsidee www.ps-handel.de Ziele
4.1.1. Kurzbeschreibung
4.1.2. Nuten für Motorradhändler
4.1.3. Alleinstellungsmerkmal und Positionierung
4.1.4. Produktbeschreibung
4.1.5. Pricingmodell
4.1.6. Vermarktungskonzept, Kundengewinnung und Kundenbindung
4.1.7. Entwicklungsstand
4.1.8. Chancen und Risiken
4.2. Umsetzung www.ps-handel.de
4.2.1. Technische Umsetzung
4.2.2. Finanzplanung
4.3. Ziele und Vision von www.ps-handel.de
5. Schlussbetrachtung
5.1. Zusammenfassung der Diplomarbeit
5.2. Summary of the degree dissertation
Ziel der Diplomarbeit ist die Entwicklung eines Konzepts für eine internetbasierte b2b-Händlerplattform für den Motorradhandel, ergänzt durch eine entsprechende Vermarktungsstrategie. Hierbei steht die Erforschung der Bedürfnisse von rund 5.000 Motorradhändlern im Fokus, um eine Plattform zu schaffen, die über bestehende b2c-Angebote hinausgeht und spezifische Handelsfunktionalitäten bietet.
2.1. Funktionen elektronischer b2b-Marktplätze
Als Orte des Tausches, an denen Angebot und Nachfrage aufeinander treffen, werden Märkte definiert. Elektronische Marktplätze sind Systeme, auf denen marktähnliche Transaktionen zwischen Käufern und Anbietern mithilfe der Kommunikations- und Informationstechnik stattfinden. Sie sind ein Teilbereich des E-Commerce. Marktteilnehmer auf Verkäufer- und Käuferseite lösen auf elektronischen Marktplätzen ihre Point-to-Point-Beziehungen auf und ersetzen diese durch Many-to-Many-Beziehungen. Auf elektronischen Marktplätzen tätigen Verkäufer und Käufer ihre Geschäfte innerhalb eines gemeinsamen virtuellen Handelsraumes.
Webseiten im Internet dienen als elektronische Marktplätze, auf denen Anbieter ihre Produkte grafisch anschaulich zur Schau stellen. Hier besteht für Kunden die Möglichkeit, einfach nach Produkten zu suchen und diese mit anderen Angeboten zu vergleichen. An diesem Punkt lässt sich bereits das Potential des Handels über virtuelle Marktplätze für die Nutzer erahnen. Ein zentraler Punkt hierbei ist die „Ubiquität“. Durch die Ubiquität wird ausgedrückt, dass für Anbieter und Nachfrager die räumliche Distanz, d. h. der Aufenthaltsort, keine Rolle spielt. Das bedeutet, der Standort des Marktplatzes ist für die Abwicklung von Geschäften nicht relevant. Da die Informationstechnik die dauerhafte Speicherung von Angeboten und Anfragen ermöglicht, ist das Treffen aller Beteiligten zu bestimmten Zeitpunkten nicht notwendig. Elektronische Marktplätze stehen rund um die Uhr zur Verfügung und sind jederzeit schnell erreichbar.
Marktplatzbetreiber schaffen durch das Aufbereiten der Produktinformationen einen dreifachen Kundennutzen. Zum einen kann sich der Kunde durch die strukturierte Darstellung der Angebote schnell einen Überblick über das Angebot verschaffen, zum Zweiten hat er die Möglichkeit, auf dem virtuellen Marktplatz eine große Menge an Produkten zu vergleichen. Zum Dritten wird durch eine Auswahlfunktion die Selektion von Angeboten unterstützt, die den Vorstellungen der Kunden entsprechen. Hierdurch wird deutlich, dass relevante Angebote deutlich einfacher und schneller als auf traditionellen realen Marktplätzen gefunden werden können. Ebenso findet auf elektronischen Marktplätzen eine Vermittlung von Anbietern und Kunden sowie die Geschäftsabwicklung statt. Bei geschicktem Einsatz aller elektronischen Möglichkeiten schafft der Markplatzbetreiber einen Kundennutzen, der sowohl für Anbieter als auch für Nachfrager relevant ist. Daraus folgt, dass der durch den Marktplatzbetreiber geschaffene Wert für den Kunden in dieser Form nur durch die elektronischen Möglichkeiten des Internets dargestellt werden kann.
1. Einleitung und Hintergrund der Diplomarbeit: Einführung in die Marktsituation des b2b-Motorradhandels und Definition des Ziels, eine spezialisierte Handelsplattform zu entwickeln.
2. Ausgewählte Angebots- und Nachfrageformen elektronischer Marktplätze im b2b-Bereich: Theoretische Auseinandersetzung mit Marktplatzfunktionen, Angebotsmodellen wie Auktionsformen sowie Identifikation kritischer Erfolgsfaktoren für E-Commerce-Plattformen.
3. Qualitative und quantitative Befragung zur Ermittlung von Kundennutzen und Motivation im b2b-Handel mit Motorrädern: Darstellung des empirischen Vorgehens mittels Experteninterviews und Online-Befragung zur Validierung des Bedarfs und der Anforderungen der Händler.
4. Ausgestaltung eines b2b-Handeslportals für freie und gebundene Motorradhändler in Deutschland unter dem Namen www.ps-handel.de: Detaillierte Ausarbeitung des Businesskonzepts, der technischen Systemanforderungen, des Erlösmodells sowie des Vermarktungs- und Finanzplans.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Bestätigung der Notwendigkeit einer b2b-Plattform für den Motorradhandel.
b2b-Handelsplattform, Motorradhandel, E-Commerce, Online-Auktion, Höchstpreisauktion, Marktforschung, Tiefeninterview, Online-Befragung, Businessplan, Erfolgsfaktoren, Marktdurchdringung, Vertriebsstrategie, Internetportal, Händlerbefragung, Gebrauchtmotorräder
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer internetbasierten b2b-Handelsplattform, die spezifisch auf die Bedürfnisse von rund 5.000 freien und gebundenen Motorradhändlern in Deutschland zugeschnitten ist.
Die Arbeit umfasst die theoretische Fundierung elektronischer Marktplätze, die Durchführung einer umfassenden Marktforschung bei Händlern sowie die praktische Businessplanung für eine konkrete Domain (www.ps-handel.de).
Das Ziel ist die theoretische Grundlage und ein konkretes Geschäftskonzept zur Etablierung einer Plattform zu schaffen, die den Informationsaustausch und den Handel von gebrauchten Motorrädern aus Händlersicht professionalisiert.
Es wurde ein zweistufiger empirischer Ansatz gewählt: Zunächst qualitative Tiefeninterviews zur Exploration des Marktes, gefolgt von einer quantitativen Online-Befragung zur Validierung der Ergebnisse.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Analyse der Marktplatz-Funktionen, die detaillierte Auswertung der empirischen Händlerbefragung und die Ausarbeitung des Business- und Vermarktungskonzepts.
Die zentralen Schlagworte sind b2b-Motorradhandel, E-Commerce-Erfolgsfaktoren, Höchstpreisauktion, Online-Marktforschung und Business-Konzeption.
Die Analyse zeigt, dass der bestehende Markt für Gebrauchtmotorräder zwar attraktiv ist, jedoch primär über ineffiziente Telefonate und Kontakte abgewickelt wird, ohne dass eine dedizierte b2b-Plattform existiert.
Es wird ein dreistufiges Modell empfohlen: Eine kostenlose Einführungsphase zur Generierung der kritischen Masse, eine Erfolgsgebühr in der Wachstumsphase und schließlich ein pauschales Flatrate-Modell zur dauerhaften Durchdringung.
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