Diplomarbeit, 2002
93 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 Literatur
1.2 Forschungsprojekt
1.3 Ziel der Diplomarbeit
2 GRUNDLAGEN
2.1 Schimmelpilze
2.1.1 Vorkommen und Lebensbedingungen
2.1.2 Gefährdung des Menschen
2.1.3 Schutzmaßnahmen
2.2 Actinomyceten
2.2.1 Vorkommen und Lebensbedingungen
2.2.2 Gefährdung des Menschen
2.2.3 Schutzmaßnahmen
2.3 Filtration
2.4 Einflussfaktoren und Randbedingungen
3 MATERIALIEN UND METHODEN
3.1 Verwendete Materialien und Geräte
3.1.1 Nährböden
3.1.2 Chemikalien
3.1.3 Gefäße
3.1.4 Geräte
3.1.5 Filter
3.2 Methodik
3.2.1 Filterwechsel und Vorbereitung des Sommerversuchs 2002
3.2.2 Beprobung der Prüffilter am klimatisierbaren Strömungskanal
3.2.3 Abstrichproben an den Filtern
3.2.4 Klebefilmproben an den Filtern
3.2.5 Auslesen der Klimadaten
4 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
4.1 Mikroklima während des Versuchszeitraumes
4.2 Sporendichte auf Rein- und Rohseiten der untersuchten Filter
4.2.1 Ergebnisse der Abstrichproben
4.2.2 Ergebnisse der Klebefilmproben
4.3 Emission von Sporen aus den untersuchten Filtern
4.3.1 Schimmelpilze
4.3.2 Actinomyceten
5 BEWERTUNG UND DISKUSSION
5.1 Bewertung der Klimadaten
5.2 Vergleich der Untersuchungsergebnisse der Methoden zur Keimbestimmungen
5.2.1 Abstrichproben in Bezug zu den Klebefilmproben
5.2.2 Abstrichproben in Bezug zu den Strömungskanalversuchen
5.3 Bewertung der Einflussfaktoren und Randbedingungen
5.4 Schlussfolgerung
Die Arbeit verfolgt das Ziel, das Rückhaltevermögen von Schwebstofffiltern in Schutzbelüftungsanlagen von Fahrzeugen der Abfallwirtschaft gegenüber Mikroorganismen zu ermitteln und zu beurteilen, ob die in der Praxis üblichen Filterstandzeiten aus mikrobiologischer Sicht vertretbar sind.
Gefährdung des Menschen
Die beim Stoffwechsel von einigen Schimmelpilzen entstehenden Mykotoxine können Vergiftungserkrankungen hervorrufen, aber auch der direkte Kontakt mit Pilzen kann zu Erkrankungen führen.
Zu den wichtigsten Krankheiten, die von Schimmelpilzen hervorgerufen werden, zählen:
Mykosen: Wachstum von Schimmelpilzen am oder im Wirt (z.B. Befall der Haut oder innerer Organe)
Mykogene Allergien: Kontakt von Pilzelementen mit feuchten Schleimhäuten (z.B. Asthma bronchiale und allergische Alveolitis)
Mykotoxikosen: Vergiftung durch Mykotoxine (z.B. verschiedene Krebsformen und Hepatitis)
Bei Mykotoxikosen ist der Zusammenhang zwischen Aufnahme von Mykotoxinen und der Entstehung von Krankheitssymptomen nicht eindeutig bewiesen, meist aber offensichtlich. [28]
Für die Fahrer von Fahrzeugen in Abfallwirtschaftsbetrieben sind hauptsächlich Atemwegserkrankungen und Mykosen durch luftgetragene Schimmelpilze in Betracht zu ziehen.
Da der gesunde Mensch über ein natürliches Abwehrsystem verfügt, ist die Inhalation luftgetragener Schimmelpilzsporen normalerweise nicht gefährlich. Sobald er aber durch ein geschwächtes Immunsystem oder andere Vorschädigungen (z.B. durch Rauchen) beeinträchtigt ist, können Sporen eine Gesundheitsgefahr darstellen. Die Größe der Schimmelpilzsporen ist entscheidend, denn je kleiner sie sind, desto tiefer können sie in die menschlichen Atemwege eindringen, so dass Sporen < 5 µm als lungengängig und < 2 bis 3 µm als alveolengängig bezeichnet werden. Die Inhalation von mykotoxinhaltigen Pilzelementen führt auch für gesunde Menschen teilweise zu Beschwerden, die nicht genau spezifiziert werden können. Unabhängig von der Giftigkeit und der Pathogenität der Schimmelpilze belasten hohe Sporenkonzentrationen in der Atemluft grundsätzlich das Immunsystem des Menschen. [23]
1 EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung bezüglich Mikroorganismen auf Luftfiltern und Definition der Forschungsziele für die untersuchten Fahrzeuge der Abfallwirtschaft.
2 GRUNDLAGEN: Zusammenfassung der biologischen Anforderungen von Schimmelpilzen und Actinomyceten sowie theoretische Grundlagen zur Filtrationstechnik und den relevanten Umgebungsfaktoren.
3 MATERIALIEN UND METHODEN: Beschreibung der eingesetzten Untersuchungsmaterialien, der Laborverfahren zur Keimbestimmung und der Versuchsaufbauten für die Emissionsmessungen.
4 UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Präsentation der erhobenen Klimadaten, der Keimdichten auf den Filtern sowie der Messergebnisse zur Sporenfreisetzung unter definierten Strömungsbedingungen.
5 BEWERTUNG UND DISKUSSION: Analyse der Messergebnisse im Kontext der biologischen Wachstumsbedingungen und Bewertung der Filterstandzeiten sowie Ableitung von Schlussfolgerungen für den Arbeitsschutz.
Abfallwirtschaft, Schwebstofffilter, HEPA-Filter, Schimmelpilze, Actinomyceten, Mikroorganismen, Keimdichte, Sporenfreisetzung, Filterstandzeit, Arbeitsschutz, Schutzbelüftungsanlage, Luftfiltration, Bioaerosole, Klimadaten.
Die Diplomarbeit untersucht das Rückhaltevermögen von Filtern in Schutzbelüftungsanlagen von Fahrzeugen der Abfallwirtschaft gegenüber schädlichen Mikroorganismen.
Die Arbeit behandelt die mikrobiologische Belastung von Filtern, den Einfluss von Klima- und Betriebsbedingungen auf das Wachstum von Pilzen und Bakterien sowie die Effizienz der Filterleistung.
Das primäre Ziel ist zu klären, ob unter den gegebenen Betriebsbedingungen eine Keimfreisetzung durch die Filter erfolgt und ob die übliche Standzeit von sechs Monaten aus hygienischer Sicht sicher ist.
Es werden Klimadatenlogger eingesetzt, mikrobiologische Abstrich- und Klebefilmproben zur Keimbestimmung analysiert und Emissionsmessungen in einem klimatisierbaren Strömungskanal durchgeführt.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Auswertung der Klimadaten, die Bestimmung der Keimdichte auf Roh- und Reinseiten der Filter sowie den Vergleich dieser Daten mit den gemessenen Emissionswerten.
Schlüsselaspekte sind Abfallwirtschaft, Schwebstofffilter, Mikroorganismen, Sporenfreisetzung, Filterstandzeit und Arbeitsschutz.
Bei Mietenumsetzern wurden höhere Keimdichten festgestellt, was darauf hindeutet, dass die spezifischen Arbeitsbedingungen dieser Fahrzeuge eine Verkürzung der Filterstandzeiten erforderlich machen könnten.
Das Mikroklima ist entscheidend, da hohe relative Feuchtigkeiten und Temperaturen das Wachstum von Schimmelpilzen und Actinomyceten fördern und damit das Risiko eines Durchwachsens des Filtermaterials erhöhen können.
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