Diplomarbeit, 2007
155 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Die Theorie des politischen Realismus
2.1. Allianzen
2.2. „Balancing oder Bandwagoning”
2.3. Hegemonie
3. Die Volksrepublik China als internationaler Akteur
3.1. Ziele der chinesischen Außen- und Sicherheitspolitik
3.1.1. Schwierigkeiten in der chinesischen Außen- und Sicherheitspolitik
4. Der politische Aufbau der Volksrepublik China
5. Die Volksbefreiungsarmee (VBA)
5.1. Die Rolle der Volksbefreiungsarmee in der Politik
5.1.1. Subarena der nationalen strategischen Weisungen
5.1.2. Subarena der Außenpolitik
5.1.3. Subarena der Verteidigungspolitik
5.1.4. Die Volksbefreiungsarmee unter Jiang Zemin
5.1.5. Die Volksbefreiungsarmee unter Hu Jintao
5.2. Aufbau und Struktur der Volksbefreiungsarmee
5.2.1. Die Zentrale Militärkommission (ZMK)
5.2.2. Das Verteidigungsministerium
5.2.3. GSD (General Staff Department - Generalstab)
5.2.4. GPD (General Political Department)
5.2.5. GLD (General Logistics Department)
5.2.6. GAD (General Armaments Department)
5.2.7. COSTIND (Commission on Science, Technology und Industry for National Defence)
5.2.8. Die Landstreitkräfte (Heer)
5.2.8.1. Rapid Reaction Unit (RRU, schnelle Eingreiftruppe)
5.2.9. Die Luftstreitkräfte (PLAAF – People’s Liberation Army Air Force)
5.2.10. Die Seestreitkräfte (PLAN – People’s Liberation Army Navy)
5.2.11. Die strategischen Streitkräfte: Die Zweite Artillerie
5.2.12. Militärausgaben
5.3. Chinas Bedrohungsperzeptionen
5.4. Die Doktrin und Sicherheitsstrategie der Volksbefreiungsarmee
5.4.1. „Volkskrieg“
5.4.2. „Volkskrieg unter modernen Bedingungen“
5.4.3. „Krieg unter High-Tech-Bedingungen“
5.4.3.1. „Information War“
5.4.3.2. „Asymmetrische Kriegsführung“
5.4.3.3. Seemacht China
5.5. Modernisierung der Armee
6. Die Beziehung der Volksrepublik China zu Russland
6.1. Geschichte der Zusammenarbeit
6.2. Politische Zusammenarbeit
6.3. Militärische Kooperation
6.3.1. Waffenhandel und Militärtechnologie
6.3.1.1. Waffenkäufe aus Russland
6.3.1.2. Russische Wissenschafter in China
6.3.2. Gemeinsame Militärmanöver
6.3.3. ABM-Vertrag, NMD und TMD
6.4. Wirtschaftliche Kooperation
6.5. Zusammenarbeit im Energie- und Rohstoffsektor
6.6. Die Konfliktzone im Grenzbereich
6.7. Probleme in den Beziehungen zwischen Russland und China
7. Zentralasien
7.1. Die Vereinigten Staaten von Amerika in Zentralasien
7.2. Die Beziehung der Volksrepublik China zu den Staaten Zentralasiens
7.2.1. Zusammenarbeit im Energie- und Rohstoffbereich
7.2.2. Probleme in den Beziehungen
7.2.2.1. ethnische Probleme
7.3. Die SCO (Shanghai Cooperation Organization)
7.3.1. Die Entwicklung der SCO
7.3.2. Die militärische Zusammenarbeit mit Zentralasien
8. Die koreanische Halbinsel
8.1. Abriss der Korea-Krise
8.2. Die Rolle der Volksrepublik China auf der koreanischen Halbinsel
8.3. Die Rolle Russlands auf der koreanischen Halbinsel
9. Fazit
10. Schlusswort
11. Annex
11.1. Partnerschaften zwischen der Volksrepublik China und den Großmächten beziehungsweise regionalen Organisationen
11.2. Sino-russische Gipfeltreffen und ihre wichtigsten Ergebnisse
11.3. Wichtige Führungspersönlichkeiten in der chinesischen Politik
11.4. Waffenkäufe aus Russland, der UdSSR, Ukraine und Usbekistan
11.5. Entwicklung der Shanghai-Fünf und der SCO (Shanghai Cooperation Organization)
11.6. Die 15 Staaten mit den höchsten Militärausgaben 2005
Die Arbeit untersucht die strategische Partnerschaft zwischen China und Russland im Kontext des Aufstiegs Chinas zu einer globalen Großmacht. Dabei wird analysiert, ob diese Annäherung eine Bedrohung oder einen Ausgleich in der asiatisch-pazifischen Region darstellt und welche spezifische Rolle die chinesische Volksbefreiungsarmee (VBA) in diesem Prozess spielt.
2. Die Theorie des politischen Realismus
Im Kontext der immer stärker werdenden Rolle, die die Volksrepublik China auf der internationalen Bühne spielt, soll die Theorie des politischen Realismus behandelt werden. Da China verstärkt auf Kooperationen unterschiedlichster Varianten setzt, wird die Rolle der „Balance of Power“-Theorie und die Entstehung und Wirkungsweise von Allianzen genauer untersucht.
Zu Beginn werden die Entstehung des politischen Realismus und seine wichtigsten Merkmale geschildert. Diese Theorie stellt eine Richtung in der Politikwissenschaft im Allgemeinen und in den Internationalen Beziehungen im Besonderen dar und ist konträr zum Liberalismus zu sehen. Philosophische Vordenker des Realismus waren Thukydides, Machiavelli und Hobbes. Die bekanntesten Theoretiker sind Morgenthau, Waltz und Gilpin.
Der Realismus geht davon aus, dass sich alle Staaten und Gesellschaften in einem latenten Kriegszustand befinden. Es herrscht zwar kein Krieg, aber der Ausbruch desselben ist jederzeit möglich. Es kann zu einem Kampf jeder gegen jeden kommen und der jeweils andere wird als potenzielle Bedrohung empfunden. Die Gründe hierfür werden in der menschlichen Natur oder in der Anarchie des internationalen Systems gesehen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Aufstieg Chinas und stellt die Forschungsfrage nach der Art der strategischen Partnerschaft zu Russland sowie der Rolle der VBA.
2. Die Theorie des politischen Realismus: Dieses Kapitel erörtert die theoretische Grundlage der Arbeit, insbesondere Macht, nationale Interessen und die Entstehung von Allianzen.
3. Die Volksrepublik China als internationaler Akteur: Hier werden die außen- und sicherheitspolitischen Ziele Chinas analysiert, die von wirtschaftlichem Wachstum und dem Wunsch nach Großmachtstatus geprägt sind.
4. Der politische Aufbau der Volksrepublik China: Das Kapitel beschreibt die politischen Institutionen und die Machtverteilung innerhalb der kommunistischen Führung in China.
5. Die Volksbefreiungsarmee (VBA): Ein umfangreiches Kapitel, das die Struktur, Doktrin, Modernisierung und den politischen Einfluss der VBA detailliert untersucht.
6. Die Beziehung der Volksrepublik China zu Russland: Die historische und politische Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten wird dargestellt, wobei insbesondere der Fokus auf der militärischen Kooperation und dem Waffenhandel liegt.
7. Zentralasien: Dieser Abschnitt behandelt die Sicherheitsinteressen Chinas und Russlands in der zentralasiatischen Region, verstärkt durch die Präsenz der USA und die Entstehung der SCO.
8. Die koreanische Halbinsel: Das Kapitel analysiert die Rolle beider Großmächte in Bezug auf Nord- und Südkorea sowie die Auswirkungen der Atomkrise auf die regionale Sicherheit.
9. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Beständigkeit der sino-russischen Partnerschaft.
Volksrepublik China, Russland, Volksbefreiungsarmee, Politischer Realismus, Sicherheitspolitik, Militärkooperation, Waffenhandel, Zentralasien, Koreanische Halbinsel, Machtprojektion, Balance of Power, Außenpolitik, strategische Partnerschaft, Shanghai Cooperation Organization, Militärmodernisierung.
Die Diplomarbeit untersucht die sicherheitspolitische Beziehung zwischen der Volksrepublik China und Russland, wobei ein besonderer Fokus auf dem Einfluss und der Rolle der chinesischen Volksbefreiungsarmee liegt.
Zentrale Themen sind der politische Realismus als theoretischer Rahmen, die militärische Modernisierung Chinas, der umfangreiche Waffenhandel mit Russland, sowie die geopolitischen Interessen in Zentralasien und auf der koreanischen Halbinsel.
Die Arbeit fragt, ob die strategische Partnerschaft zwischen Russland und China als Bedrohung oder Ausgleich in der Region zu bewerten ist und wie nachhaltig diese Annäherung ist.
Die Autorin wählt einen inhaltsanalytisch-qualitativen Ansatz, um die behandelten sicherheitspolitischen Themen deskriptiv aufzuarbeiten und kritisch zu analysieren.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der internen Struktur der VBA, ihren Doktrinen wie dem „Volkskrieg unter modernen Bedingungen“ oder „Information War“, sowie der engen sicherheitspolitischen Verzahnung mit Russland.
Neben den Hauptakteuren China und Russland sind Begriffe wie „Balance of Power“, „Militärmodernisierung“, „Sicherheitspolitik“ und die „Shanghai Cooperation Organization“ prägend für den Inhalt.
Die Shanghai Cooperation Organization dient als multilaterales Instrument, um den westlichen Einfluss, besonders der USA, in Zentralasien zu mindern und die Zusammenarbeit zwischen China und Russland zu festigen.
Die Partnerschaft wird als zweckorientiert und auf nationalen Interessen beruhend beschrieben; sie ist derzeit mehr rhetorisch als ein tieferes Bündnis, könnte sich aber langfristig zu einer engeren Kooperation gegen die unilaterale US-Politik weiterentwickeln.
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