Wissenschaftlicher Aufsatz, 2008
24 Seiten, Note: "-"
Geschichte Europas - Neueste Geschichte, Europäische Einigung
Dieser Aufsatz analysiert die Einstellung der Memelländer zur „Wiedervereinigung“ anhand ihrer Zeitschrift „Memeler Dampfboot“. Er befasst sich mit der Reaktion der Memelländer auf den Einigungsprozess der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, insbesondere auf den Vertrag zur Deutschen Einheit und den damit verbundenen endgültigen Verzicht auf die nach dem Zweiten Weltkrieg verlorenen Gebiete.
Die Einleitung stellt die Fragestellung des Aufsatzes vor und beleuchtet die historische Bedeutung des Memelgebietes im 20. Jahrhundert. Kapitel 2 zeichnet eine kurze Skizze der Geschichte des Memelgebietes im 20. Jahrhundert und beleuchtet die verschiedenen Ansprüche auf das Gebiet nach dem Ersten Weltkrieg.
Kapitel 3 analysiert die Berichterstattung der Zeitschrift „Memeler Dampfboot“ zur Deutschen Einheit und den endgültigen Ostgrenzen. Es werden dabei die verschiedenen Perspektiven und Meinungen der Memelländer dargestellt, die in der Zeitschrift zum Ausdruck kommen.
Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und zieht Schlussfolgerungen über die Einstellung der Memelländer zur Deutschen Einheit und zur aktuellen Situation des Memelgebietes.
Memelgebiet, Deutsche Einheit, „Memeler Dampfboot“, Vertreibung, Ostgrenzen, Litauen, geopolitische Situation, BdV, Revisionismus, Moderate Berichterstattung, Neutralität
Es war das wichtigste publizistische Organ der Memeldeutschen, das über die Situation im Memelgebiet und die Belange der Vertriebenen berichtete.
Die Haltung war gespalten: Einerseits begrüßte man die Einheit, andererseits gab es Sorgen über den endgültigen Verzicht auf die ehemaligen Ostgebiete.
Mit der Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze und dem Verzicht auf Gebietsansprüche wurde die Zugehörigkeit des Memelgebiets zu Litauen faktisch zementiert.
Die Arbeit analysiert, dass es neben moderaten und neutralen Berichten durchaus auch revisionistische Stimmen gab, die die alten Grenzen thematisierten.
Die Berichterstattung war stark von der geopolitischen Lage und dem Wunsch nach Selbstbestimmung Litauens sowie der Sorge um das deutsche Erbe geprägt.
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