Bachelorarbeit, 2008
74 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1. Einleitung
1.1 Forschungsinteresse und Vorgehensweise
1.2 Zielsetzung und empirische Methode
2. Definition relevanter Begriffe
2.1 Begriffe der Öffentlichkeitsarbeit
2.2 Begriffe der Umweltberichterstattung
2.3 Begriffe des Fachjournalismus
3. Theoretische Betrachtungen und Forschungsstand zum Einfluss von Public Relations auf den Journalismus
3.1 Im Spannungsfeld der Forschung – die Determinationshypothese
3.1.1 Theoretische Legitimierung
3.1.2 Empirische Studien
3.2 Öffentlichkeitsarbeit und Umweltberichterstattung
3.3 Öffentlichkeitsarbeit und Fachpresse
3.4 Vergleichbarkeit der Studien – Zusammenfassung
4. Aufbau und Organisation der Pressestelle des Umweltbundesamtes
5. Medienresonanzanalyse zum Einfluss von Pressemitteilungen auf den Fachjournalismus
5.1 Forschungsanleitende Hypothesen
5.2 Inhaltsanalytische Untersuchung von Pressemitteilungen und Fachzeitschriftenartikeln
5.2.1 Forschungsdesign
5.2.2 Darstellung der Ergebnisse
5.2.3 Ergebnisinterpretation
6. Zusammenfassung und Diskussion
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Public Relations des Umweltbundesamtes (UBA) auf die Berichterstattung in Fachzeitschriften durch eine Medienresonanzanalyse, um die Übertragbarkeit der Determinationshypothese auf den Fachjournalismus zu prüfen.
3.1.1 Theoretische Legitimierung
Im Besonderen die Kritik, dass die empirischen Studien nicht der Realität gerecht werden, trägt zur Skepsis an der Determinationshypothese bei. Diese impliziert die Annahme, dass eine einseitige Einflussnahme von Öffentlichkeitsarbeit auf den Journalismus im öffentlichen Kommunikationssystem stattfindet. Ein Stimulus-Response-Prozess stellt jedoch, nach Meinung der KritikerInnen, eine »...unzulässige Simplifikation...« dar. Um aktuellen organisations- und systemtheoretischen Ansprüchen genügen zu können, muss die Determinationshypothese angepasst werden. Eine vollständige Ablehnung wird jedoch nicht gefordert. Vielmehr geht es darum, Ergänzungen zu finden, die die Beziehung zwischen den beiden publizistischen Systemen angemessen beschreiben. Es wird nicht bestritten, dass PR-Arbeit vor dem Hintergrund ihrer Ziele Einfluss auf den Journalismus ausübt bzw. ausüben will. Vielmehr gilt zu überlegen, ob sich PR-BetreiberInnen nicht auch an die Arbeitsweise von Medienorganisationen anpassen, um erfolgreich zu sein. Diese hypothetische Annahme wird derzeit am adäquatesten mit dem »Intereffikationsmodell« des Leipziger Wissenschaftlers Günter BENTELE beschrieben.
1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsinteresses, der zentralen Forschungsfrage zum Einfluss von Public Relations auf den Fachjournalismus sowie der methodischen Vorgehensweise.
2. Definition relevanter Begriffe: Klärung und Abgrenzung zentraler Fachbegriffe wie Öffentlichkeitsarbeit, Umweltberichterstattung und Fachjournalismus zur Vorbereitung der theoretischen Analyse.
3. Theoretische Betrachtungen und Forschungsstand zum Einfluss von Public Relations auf den Journalismus: Auseinandersetzung mit der Determinationshypothese, dem Intereffikationsmodell und dem aktuellen Forschungsstand zur PR-Einflussnahme auf den Journalismus.
4. Aufbau und Organisation der Pressestelle des Umweltbundesamtes: Beschreibung der Strukturen, Aufgaben und Instrumente der UBA-Pressestelle im Kontext ihrer wissenschaftlichen Behördenfunktion.
5. Medienresonanzanalyse zum Einfluss von Pressemitteilungen auf den Fachjournalismus: Empirische Untersuchung der UBA-Pressearbeit mittels Inhaltsanalyse, einschließlich der Hypothesenbildung, Forschungsdesign und Interpretation der Ergebnisse.
6. Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der theoretischen Erkenntnisse und empirischen Ergebnisse sowie kritische Reflexion der Anwendbarkeit der Determinationshypothese auf den Fachmedienbereich.
Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations, Fachjournalismus, Medienresonanzanalyse, Determinationshypothese, Intereffikationsmodell, Umweltbundesamt, Fachpresse, Pressemitteilung, Medienberichterstattung, Transformationsleistung, Kommunikationswissenschaft, Umweltschutz, Inhaltsanalyse, Quellenleistung.
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die Pressearbeit des Umweltbundesamtes auf die Berichterstattung in Fachzeitschriften nimmt und wie Fachjournalisten mit den bereitgestellten Pressemitteilungen umgehen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die PR-Journalismus-Beziehung, spezifisch im Sektor der Umweltkommunikation und des Fachjournalismus.
Das Ziel ist es, die Gültigkeit der Determinationshypothese für den Fachmedienbereich zu überprüfen, da bisherige Studien fast ausschließlich allgemeine Zeitungen untersuchten.
Es wird eine quantitative Medienresonanzanalyse (MERA) als Form der Inhaltsanalyse durchgeführt, um den Einfluss von UBA-Pressemitteilungen in ausgewählten Fachzeitschriften zu messen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung zu PR-Einflussmodellen, eine Beschreibung der UBA-Pressestellenstruktur und die praktische Durchführung sowie Auswertung der Medienresonanzanalyse.
Zentrale Begriffe sind Determination, Intereffikation, Fachjournalismus, PR-Resonanz und Transformationsleistung.
Fach-PR zeichnet sich durch die Zielgruppe der Fachjournalisten und Experten aus, was einen höheren Bedarf an fachlicher Sachkompetenz bei den PR-Mitarbeitern erfordert als im klassischen Publikumsbereich.
Das UBA dient als Praxisbeispiel für eine wissenschaftliche Behörde, deren Pressearbeit darauf abzielt, komplexe Umweltthemen für Fachmedien verständlich und nutzbar aufzubereiten.
Die Autorin stellt fest, dass die fachjournalistische Eigenleistung bei der Verarbeitung von UBA-Pressemitteilungen eher gering ist, da die Texte häufig nur gekürzt oder leicht umformuliert übernommen werden.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die klassische Determinationshypothese für den Fachbereich nur bedingt greift und eher von einer wichtigen "Quellenleistung" der PR auszugehen ist.
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