Bachelorarbeit, 2021
66 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Persönlichkeit
2.1.1 Big Five Ansatz
2.1.2 Big Five Dimensionen
2.2 Arbeitszufriedenheit
2.2.1 Definitorische Grundlage
2.2.2 Theoretische Grundlage
2.3 Homeoffice
2.3.1 Definitorische Grundlage
2.3.2 Arten der Telearbeit
2.4 Zusammenhang Big Five, Arbeitszufriedenheit und Homeoffice
3 Fragestellung und Hypothesen
4 Methodik
4.1 Stichprobe
4.2 Operationalisierung
4.3 Studiendurchführung
4.4 Datenumgang und Datenanalyse
5 Ergebnisse
5.1 Deskriptive Ergebnisse
5.2 Inferenzanalytische Ergebnisse
6 Diskussion
6.1 Persönlichkeit und Arbeitszufriedenheit
6.2 Kontrollvariablen und Arbeitszufriedenheit
6.3 Limitation und Forschungsausblick
6.4 Praktische Implikationen
7 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie die Big Five Persönlichkeitsdimensionen mit der Arbeitszufriedenheit im Homeoffice während der Covid-19-Pandemie zusammenhängen, um bestehende empirische Kontroversen zu klären und den Einfluss situativer Faktoren zu beleuchten.
2.1.1 Big Five Ansatz
Der Big Five Ansatz ist ein psychologisches Konzept zur Erfassung der Persönlichkeit, dessen grundlegende Annahme darauf basiert, dass sich Persönlichkeitsunterschiede zwischen Individuen auf fünf Persönlichkeitsdimensionen bzw. Faktoren zurückzuführen lassen (Lang & Lüdtke, 2005). Diese sind Neurotizismus, Extraversion, Offenheit für Erfahrungen, Gewissenhaftigkeit und Verträglichkeit (McCrae & Costa, 1985). Goldberg (1990) bezeichnet diese bipolaren, als Kontinuen zu verstehenden Faktoren (Viswesvaran & Ones, 2000) als „Big Five“.
Sie scheinen über die Lebensdauer, verschiedene Bewerter*innen, Fragebögen und Kulturen hinweg sehr robust zu sein (Costa & McCrae, 1992). Den fünf Faktoren sind hierarchisch jeweils sechs weitere Facetten bzw. Subdimensionen zugeordnet, mit denen eine differenziertere Beschreibung der Persönlichkeit möglich ist (Lang & Lüdtke, 2005). Bezüglich dieser besteht jedoch nur ein geringer Konsens (John & Srivastava, 1999), sodass auch die Big Five teilweise unterschiedlich definiert werden (McCrae & John, 1992). Der Big Five Ansatz entstand sowohl unter Forscher*innen, die sich dem lexikalischen Ansatz verschrieben haben, folglich persönlichkeitsbeschreibende Adjektive aus dem Lexikon faktoranalytisch untersucht haben (vgl. Goldberg, 1990), als auch unter Forscher*innen, die davon ausgingen, dass Persönlichkeitsunterschiede größtenteils durch genetische Unterschiede bedingt sind (differentiell bzw. klinisch) (Lang & Lüdtke, 2005).
Dem lexikalischen Ansatz folgend, führten zunächst Faktorenanalysen aller in Wörterbüchern enthaltenen Adjektiven der anglo-amerikanischen Sprache zu 35 Persönlichkeitsvariablen, welche jedoch in späteren Analysen auf die zuvor beschriebenen fünf Faktoren reduziert wurden. Diese Ergebnisse konnten mittlerweile für verschiedene Sprachen repliziert werden, u.a. für das Deutsche, Spanische und Chinesische (Gerlitz & Schupp, 2005). Angesichts der hohen Übereinstimmungen wurden der lexikalische Big Five Ansatz und das differentielle bzw. klinische Fünf-Faktoren-Modell (FFM) zu einem „einheitlichen Konzept der Persönlichkeitsforschung“ zusammengefasst (ebd., S.3). Aufgrund ihres deskriptiven Charakters stellen sie keine Persönlichkeitstheorien im eigentlichen Sinne dar, sondern liefern einen Ansatz zur Ordnung und Strukturierung von Persönlichkeitseigenschaften (Lang, 2008). Trotz der großen Verbreitung und Akzeptanz des FFM und Big Five Ansatzes wird an diesen kritisiert, dass fünf Faktoren zur Beschreibung von Persönlichkeitsunterschieden nicht ausreichen, da die Persönlichkeit sehr komplex sei (McAdams, 1992; Mershon & Gorusch 1988).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Homeoffice während der Covid-19-Pandemie und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Arbeitszufriedenheit.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Big Five Persönlichkeitsdimensionen, das Konstrukt der Arbeitszufriedenheit sowie die definitorischen Grundlagen des Homeoffice.
3 Fragestellung und Hypothesen: Hier werden auf Basis des Person-Environment-Fit-Ansatzes fünf spezifische Hypothesen zum Zusammenhang zwischen Persönlichkeit und Arbeitszufriedenheit im Homeoffice abgeleitet.
4 Methodik: Dieses Kapitel beschreibt die quantitative Online-Befragung von 227 Probanden, die Operationalisierung der Variablen und die statistische Auswertung mittels Regression.
5 Ergebnisse: Die deskriptiven und inferenzanalytischen Auswertungen der Daten werden präsentiert, einschließlich der Regressionsergebnisse zu den Einflüssen der Persönlichkeit und Kontrollvariablen.
6 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, Limitationen der Studie aufgezeigt und praktische Implikationen für Unternehmen und zukünftige Forschung abgeleitet.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, insbesondere die untergeordnete Rolle der Persönlichkeit im Vergleich zu situativen Faktoren.
Homeoffice, Arbeitszufriedenheit, Big Five, Covid-19-Pandemie, Wirtschaftspsychologie, Persönlichkeitsdimensionen, Telearbeit, Online-Befragung, Person-Environment-Fit, Arbeitsbedingungen, Neurotizismus, Gewissenhaftigkeit, Kontrollvariablen, Varianzanalyse, Berufszufriedenheit.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen den Big Five Persönlichkeitsdimensionen und der Arbeitszufriedenheit von Arbeitnehmern im Homeoffice unter den besonderen Bedingungen der Covid-19-Pandemie.
Die zentralen Felder sind Persönlichkeitspsychologie, Arbeitszufriedenheit und die Arbeitsform Homeoffice, jeweils im spezifischen Kontext der durch die Pandemie erzwungenen Digitalisierung.
Das Ziel ist es zu explorieren, ob und wie die Big Five Persönlichkeitseigenschaften die Arbeitszufriedenheit im Homeoffice beeinflussen und welche weiteren situativen Kontrollvariablen dabei eine Rolle spielen.
Es wurde ein quantitativer Online-Fragebogen mit 227 Teilnehmern durchgeführt, wobei die Daten mittels bivariater Korrelationen und multipler hierarchischer Regression analysiert wurden.
Im Hauptteil werden der theoretische Hintergrund zu den Konstrukten, die Ableitung der Hypothesen, die methodische Durchführung der Studie sowie die deskriptiven und inferenzanalytischen Ergebnisse und deren Diskussion dargestellt.
Wichtige Begriffe sind Homeoffice, Arbeitszufriedenheit, Big Five, Covid-19-Pandemie, Arbeitsbedingungen und Persönlichkeitspsychologie.
Neurotizismus zeigte den stärksten signifikanten negativen Zusammenhang zur Arbeitszufriedenheit im Homeoffice, während der Einfluss der anderen Big Five Dimensionen geringer ausfiel.
Die Studie zeigt, dass situative Faktoren (wie HO-Ausstattung, HO-Vorliebe und HO-Pflicht) einen größeren Teil der Varianz der Arbeitszufriedenheit erklären als die Big Five Persönlichkeitsdimensionen.
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