Magisterarbeit, 2007
179 Seiten, Note: 1,5
I. Einleitung
II. Entwicklung von Open Access
1. Open Archive Initiative (OAI)
2. Public Library of Sciene (PLoS)
3. Scholary Publishing and Academic Resources Coalition (SPARC)
4. Budapest Open Access Initiative (BOAI)
5. Bethesda Statement on Open Access Publishing
6. Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen
III. Green Road und Golden Road to Open Access
IV. Open Access an der Humboldt-Universität zu Berlin - Auswertung des Fragebogens
1. Kenntnisse und Ausprägungen von Open Access (Block I und II)
1.1 Open-Access-Erklärung der Humboldt-Universität zu Berlin
1.2 „Green Road“ und „Golden Road“
1.3 Unsicherheiten und Zweifel bezüglich Open Access
1.4 Rechtliche Rahmenbedingungen bei Open-Access-Publikationen
1.4.1 Creative Commons
1.4.2 Exkurs
2. Lese- und Publikationsverhalten (Block III und IV)
2.1 Open-Access-Zeitschriften und Hybride Zeitschriften
3. Open Access an der Humboldt-Universität zu Berlin (Block V)
3.1 Institutional Repositories (IR) an der Humboldt-Universität zu Berlin
3.1.1 Der edoc-Server
3.1.1.1 Die Policy des edoc-Servers
3.1.1.2 Bekanntheits- und Nutzungsgrad des edoc-Servers
3.1.1.3 Exkurs
3.1.2 Weitere Publikationsserver und Initiativen
3.1.2.1 clio-online
3.1.2.2 die Preprint-Sammlung der Mathematik
3.1.2.3 EVIFA
3.2 Ein eigener Universitätsverlag
3.3 Aktivitäten und Maßnahmen
V. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den aktuellen Status und die Nutzung von Open Access an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) durch eine empirische Umfrage. Ziel ist es, den Bekanntheitsgrad von Open Access unter Forschenden und Studierenden zu ermitteln, bestehende Vorurteile und Hindernisse zu identifizieren sowie konkrete Maßnahmen abzuleiten, die das elektronische Publizieren an der HU als Standard etablieren können.
II. Entwicklung von Open Access
Seit einigen Jahren kann man beobachten, dass Wissenschaftler, Studenten und sonstige Interessierte erkannt haben, dass es notwendig ist, die bestehenden Strukturen zu brechen und Alternativen und parallele Modelle zum traditionellen Publikationswesen zu schaffen. Die Kontrolle über die Monografien und Artikel, die veröffentlicht werden sollen, darf nicht mehr ausschließlich bei den führenden Verlagen liegen, sondern soll wieder in die Hände der Wissenschaftler gelangen. Wissenschaftler und die jeweiligen Bibliotheken sollen nicht mehr darauf angewiesen sein, ihr produziertes Wissen von Verlagen „zurückkaufen“ zu müssen, damit der Zugang zu den Informationen gewährleistet wird. Die logische Konsequenz ist, dass sich der wissenschaftliche Publikationsprozess verändern und glaubhafte und qualitative Alternativen geschaffen werden müssen. Autoren sollen die Möglichkeit haben, ihre Werke nicht nur bei einem kommerziellen Verlag veröffentlichen zu können, sondern auch Alternativen wie das Self-Archiving auf der eigenen Homepage oder der des Instituts, die Veröffentlichung in einer Open-Access-Zeitschrift, bei einem Universitätsverlag oder das Archivieren auf einem Dokumentenserver nutzen zu können.
Peter Suber, Professor am Earlham College in den USA spricht von zwei Krisen, die dazu beigetragen haben auf alternative Publikationsmodelle umzudenken und diese realisierbar zu machen. Eine Krise bezeichnet er als die permission crisis, die andere als die pricing crisis, wobei sich die pricing crisis auf Printversionen wie auch auf elektronische Zeitschriften bezieht, die permission crisis allein auf die elektronischen Versionen der Dokumente. Durch das Medium Internet und die aufkommenden Möglichkeiten des Open Access sieht Peter Suber hier die Chance, aus beiden Krisen ausbrechen zu können. Auf der einen Seite zahlen die Bibliotheken hohe Preise an die Verlage, um die Informationen den Nutzern anbieten zu können und so ihrer Rolle als Informationsversorger gerecht zu werden, auf der anderen Seite werden Nutzer, die nicht der wissenschaftlichen Einrichtung angehören, vom Zugang durch Passwörter, pay-per-view-Verfahren oder andere Schranken ausgeschlossen. Es müssen Wege und Alternativen gefunden werden, um wissenschaftliche Informationen der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
I. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den Wandel des wissenschaftlichen Publikationswesens durch die Digitalisierung und definiert die Notwendigkeit von Open Access aufgrund der Zeitschriftenkrise und steigender Kosten.
II. Entwicklung von Open Access: Das Kapitel bietet einen chronologischen Überblick über wichtige Initiativen wie OAI, PLoS, SPARC und die Berliner Erklärung, die das Ziel verfolgen, den Zugang zu wissenschaftlichem Wissen zu demokratisieren.
III. Green Road und Golden Road to Open Access: Hier werden die beiden Hauptstrategien des Open Access detailliert differenziert – das Selbstarchivieren auf Servern (Green Road) und das Publizieren in Open-Access-Zeitschriften (Golden Road).
IV. Open Access an der Humboldt-Universität zu Berlin - Auswertung des Fragebogens: Dieser umfangreiche Hauptteil präsentiert die Ergebnisse der Umfrage an der HU, analysiert Kenntnisstände, Vorurteile, rechtliche Aspekte sowie die spezifische Rolle der internen Repositorien wie des edoc-Servers.
V. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass trotz hoher theoretischer Zustimmung zur Bedeutung von Open Access praktische Barrieren abgebaut und die Unterstützung für Wissenschaftler weiter ausgebaut werden muss.
Open Access, elektronisches Publizieren, Publikationsmodell, alternative Publikationsform, Open-Access-Bewegung, edoc-Server, Humboldt-Universität zu Berlin, wissenschaftliches Publizieren, Institutional Repositories, Self-Archiving, Open-Access-Zeitschriften, wissenschaftliche Kommunikation, Urheberrecht, Langzeitarchivierung
Die Magisterarbeit befasst sich mit der Transformation des wissenschaftlichen Publikationswesens durch Open Access mit einem speziellen Fokus auf die Situation und Akzeptanz an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Die Schwerpunkte liegen auf den verschiedenen Open-Access-Modellen (Green und Golden Road), den rechtlichen Rahmenbedingungen, dem Nutzungsverhalten an der HU sowie den technischen und organisatorischen Voraussetzungen für institutionelle Repositorien.
Das Ziel ist es zu ergründen, ob Open Access an der HU bekannt ist, aktiv genutzt wird und welche Maßnahmen seitens der Universität notwendig sind, um diese Publikationsform stärker im wissenschaftlichen Alltag zu verankern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu internationalen Open-Access-Initiativen und der empirischen Auswertung eines Online-Fragebogens, der an der HU durchgeführt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Open-Access-Strategien und eine detaillierte Auswertung der Umfragedaten, die das Wissen, die Ängste und die Einstellung der Wissenschaftler an der HU widerspiegeln.
Die wichtigsten Schlagworte sind Open Access, edoc-Server, Institutional Repositories, wissenschaftliche Kommunikation, Urheberrecht und das Publikationsverhalten in verschiedenen Fakultäten.
Der edoc-Server ist das institutionelle Repositorium der HU und dient als zentrales Werkzeug für die Umsetzung des Open-Access-Gedankens an der Universität, wobei seine Bekanntheit und Akzeptanz durch die Umfrage kritisch beleuchtet wird.
Die Autorin stellt fest, dass obwohl die Mehrheit Open Access für sinnvoll hält, die praktische Umsetzung zögerlich erfolgt, was vor allem auf Unwissenheit, Ängste vor Qualitätsverlusten und Zeitmangel zurückzuführen ist.
Sie empfiehlt eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, die Ernennung von Ansprechpartnern in den Instituten, eine bessere Einbindung der Forschenden und möglicherweise die Gründung eines eigenen Universitätsverlags, um die Akzeptanz zu steigern.
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