Bachelorarbeit, 2021
57 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Identifikation der Forschungslücke
1.2 Vorgehensweise
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Führung durch Kommunikation
2.1.1 Grundlagen der Kommunikation
2.1.2 Modelle
2.1.2.1 Kommunikationsquadrat
2.1.2.2 Johari-Fenster
2.1.3 Mitarbeitergespräch
2.2 Achtsamkeit
2.2.1 Definitionslandschaft
2.2.2 Entwicklung von Achtsamkeit in der Forschung
2.2.3 Achtsamkeitstrainings
3. Systematische Literaturrecherche
3.1 Hypothesen
3.2 Abgrenzung des Studientyps und -designs
3.3 Durchführung der Literaturrecherche
3.4 Identifikationsprozess relevanter Studien
4. Studien zu Achtsamkeitstrainings bei Führungskräften
4.1 Kernelemente
4.2 Ablauf und Ergebnisse
4.3 Zusammenführung von Erkenntnissen
5. Diskussion
5.1 Studienprüfung und -beurteilung
5.2 Ergebnisdiskussion
6. Abschluss
6.1 Reflektion der eigenen Vorgehensweise
6.2 Empfehlungen für die Forschung
6.3 Empfehlungen für die Praxis
6.4 Fazit
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, einen systematischen Überblick über den Zusammenhang zwischen Achtsamkeitstrainings und der Kommunikationsfähigkeit von Führungskräften zu geben. Dabei wird untersucht, inwieweit das gezielte Training von Achtsamkeit positive Auswirkungen auf die Kommunikationskompetenzen in Führungspositionen hat, um auf dieser Basis eine Grundlage für zukünftige Forschungen zu schaffen.
1. Einleitung
„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ (Watzlawick, Beavin & Jackson, 2017, S. 60) Mit dieser ersten Grundannahme seiner Kommunikationstheorie formulierte der berühmte Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick eine Tatsache, die alle zwischenmenschlichen Beziehungen in einer Gesellschaft betrifft. Auch im organisatorischen Kontext spielt die zwischenmenschliche Kommunikation zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern1 eine entscheidende Rolle. Die Führungsseite nimmt in dieser Konstellation eine besondere Position ein, da sie durch ihre berufliche Stellung in der Organisation in der Verantwortung steht, sicherzustellen, dass Unternehmensziele erreicht werden. Der Erfolg und die Umsetzung solcher Ziele können jedoch nur garantiert werden, wenn die Führungsposition die dazu nötigen Aufgaben informations- und kommunikationsgerecht an Mitarbeiter weitergibt und kontrolliert (Saul, 2012; Alter, 2018).
Die Aufgaben einer solchen Führungsrolle erfolgversprechend zu übernehmen und zielgerichtet mit Mitarbeitern zu kommunizieren, stellt zunehmend mehr Vorgesetzte vor eine Herausforderung (Schulz von Thun, Ruppel & Stratmann, 2003). Durch die Internationalisierung von Arbeitsprozessen verändern sich Aufgaben und Wirkungsbereiche stetig, sodass Führungskräfte auf vielen verschiedenen Märkten gleichzeitig agieren müssen. Dadurch verlieren altbewährte Erfahrungen ihre Gültigkeit. Zusätzlich sind durch die Digitalisierung viele verschiedene neue Kommunikationswege entstanden, welche die standortübergreifende Kommunikation nicht erleichtern, sondern zunehmend erschweren.
Nicht zuletzt haben auch der demographische Wandel sowie der Generationswechsel zur Folge, dass Vorgesetzte heterogene Teams von Mitarbeitern zu führen haben. Schlagwörter wie Arbeitswelt 4.0 und New Work zeigen deutlich auf, dass mit dem Generationswechsel auch ein Wertewandel in der Arbeitswelt vonstatten geht (Soucek, Ziegler & Schlett, 2018; Lippold, 2019). Innerhalb dieser neuen Arbeitskonzepte wird vermehrt Wert daraufgelegt, dass Mitarbeiter nicht mehr nur als bloße Arbeitskräfte angesehen werden, sondern als einzelne Individuen, die sich in ihrer Arbeit verwirklichen wollen. Durch moderne Arbeitsformen wie dezentralisierte Arbeitsplätze und flexible Zeitmodelle soll den Angestellten mehr Freiheit und eine verbesserte Work-Life Balance ermöglicht werden (Hackl, Wagner, Attmer & Baumann, 2017).
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz der zwischenmenschlichen Kommunikation für Führungskräfte und führt in die Thematik der Achtsamkeit im organisatorischen Kontext ein.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert das theoretische Fundament durch die Erläuterung von Kommunikationsmodellen wie dem Kommunikationsquadrat und dem Johari-Fenster sowie eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Begriff Achtsamkeit.
3. Systematische Literaturrecherche: Hier wird das methodische Vorgehen zur Identifikation relevanter Studien beschrieben, einschließlich der Hypothesenbildung und der Festlegung von Auswahlkriterien.
4. Studien zu Achtsamkeitstrainings bei Führungskräften: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über die identifizierten Studien, deren Kernelemente, Abläufe und erzielte Ergebnisse.
5. Diskussion: Die Ergebnisse der untersuchten Studien werden hier kritisch anhand der Gütekriterien Transparenz, Intersubjektivität und Reichweite geprüft und diskutiert.
6. Abschluss: Im letzten Kapitel werden die Erkenntnisse reflektiert, Empfehlungen für die Forschung und Praxis abgeleitet sowie ein abschließendes Fazit gezogen.
Achtsamkeit, Führung, Kommunikation, Achtsamkeitstraining, Führungskräfteentwicklung, MBSR, Kommunikationsfähigkeit, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, Aktives Zuhören, Arbeitsorganisation, Personalentwicklung, Systematische Literaturrecherche, Führungskompetenz, Organisationskultur
Die Arbeit untersucht den theoretischen und praktischen Zusammenhang zwischen der Anwendung von Achtsamkeitstrainings und der Kommunikationsfähigkeit von Führungskräften in Organisationen.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Schnittstellen von Führungskräftekommunikation, Achtsamkeitslehre, psychologischen Modellen (wie dem Kommunikationsquadrat) und deren praktischer Anwendung in betrieblichen Kontexten.
Das primäre Ziel ist es, einen systematischen Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu geben, um zu prüfen, ob Achtsamkeitstraining ein geeignetes Instrument zur Verbesserung der Kommunikationskompetenz von Führungspersonen ist.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Arbeit, die durch eine verkürzte systematische Literaturrecherche (Literature Review) ergänzt wird, um aktuelle qualitative Studien zu analysieren und kritisch zu bewerten.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Kommunikation und Achtsamkeit, eine detaillierte methodische Literaturrecherche sowie die Darstellung und kritische Diskussion ausgewählter Studien, die Achtsamkeitstrainings bei Führungskräften untersuchen.
Die zentralen Schlagworte sind Achtsamkeit, Führungskompetenz, Kommunikation, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung und Achtsamkeitstrainings wie MBSR.
Das Johari-Fenster dient als Modell, um Unterschiede in der Eigen- und Fremdwahrnehmung zu erklären und aufzuzeigen, wie Achtsamkeit helfen kann, das "Blinde Fleck"-Feld zu verkleinern und damit die Kommunikation zu verbessern.
Die Analyse deutet darauf hin, dass Achtsamkeitstrainings positive Effekte auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung sowie das aktive Zuhören von Führungskräften haben können, wodurch die allgemeine Kommunikationsfähigkeit gestärkt wird.
Die Autorin weist insbesondere auf die geringe Stichprobengröße der untersuchten Studien, den überwiegend männlichen Teilnehmerkreis und die Notwendigkeit weiterer Längsschnittstudien hin.
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