Bachelorarbeit, 2021
38 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Bildung für nachhaltige Entwicklung
a. Nachhaltigkeit und Bildung
b. Ursprünge der Nachhaltigkeit
c. Bildungsauftrag
d. Pädagogisches Konzept
3. Die Rolle der Medien
a. Agenda 21, Artikel 36
b. Mediale Einflüsse
4. Abschließende Betrachtung
Die Arbeit untersucht die historische Entstehung des Nachhaltigkeitsbegriffs, die Konzepte der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) sowie die Rolle digitaler Medien bei der Vermittlung nachhaltiger Werte. Ziel ist es zu analysieren, ob und wie Medien das notwendige gesellschaftliche Umdenken unterstützen oder durch konsumorientierte Strukturen hemmen können.
b. Ursprünge der Nachhaltigkeit
Der Ursprung der Nachhaltigkeit liegt in der Forstwirtschaft des Mittelalters. In der Nürnberger Waldverordnung von 1294 wurde bereits eine Strategie zur nachhaltigen Nutzung des Waldes festgelegt, was heute als erstes Auftauchen nachhaltiger Konzepte in der Forstwirtschaft gilt. Während des 14. Jahrhunderts entwickelte sich dann die Forstwirtschaft in Deutschland weiter, dies war aufgrund von vorheriger übermäßiger Abholzung notwendig. (Vgl. Kehren, 2016, S.22/23).
Dabei wird deutlich, dass sich die Forderung nach einer nachhaltigen Nutzung der Ressourcen, hier am Beispiel von Holz, immer aufgrund eines akuten Mangels entwickelte. Erst, als der Holzbestand bemerkbar schrumpfte und die zukünftige Produktion in Gefahr geriet, wurden Forderungen nach einer geplanten, nachhaltigen Nutzung laut.
„Da die Erträge des Ökosystems Wald frühestens eine Generation später genutzt werden können, wird hier (…) besonders deutlich, welche entscheidende Rolle wissenschaftliche Reflexion und das Hervorbringen neuer Erkenntnisse zur besseren Nutzung der Ressource spielen.“ (ebd. S.23).
Dieses Zitat macht sichtbar, dass ein wissenschaftliches Vorgehen für eine nachhaltige Forstwirtschaft unumgänglich ist, wobei sich behaupten lässt, dies gelte auch für andere nachhaltige Prozesse. Vor allem das Vermessen und das wirtschaftliche Planen der Waldabschnitte waren damals notwendig, um eine zukünftig nachhaltige Nutzung zu gewährleisten.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Allgegenwärtigkeit des Nachhaltigkeitsbegriffs und die Problematik, dass dieser oft als leere Floskel verwendet wird, was ein generelles Umdenken der Gesellschaft erforderlich macht.
2. Bildung für nachhaltige Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die etymologischen Wurzeln der Nachhaltigkeit, die historische Entwicklung forstwirtschaftlicher Strategien und die daraus abgeleitete Notwendigkeit einer pädagogischen Vermittlung von Gestaltungskompetenzen.
3. Die Rolle der Medien: Hier wird untersucht, inwieweit klassisches Fernsehen sowie digitale soziale Plattformen wie Instagram und YouTube zur Sensibilisierung beitragen oder durch konsumorientierte Werbung nachhaltiges Handeln eher hemmen.
4. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Bildung allein nicht ausreicht, um eine Transformation zu erreichen, solange ökonomische und politische Strukturen weiterhin auf kurzfristigem Wachstum basieren.
Nachhaltigkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Agenda 21, Gestaltungskompetenz, Mediennutzung, soziale Medien, Umweltschutz, gesellschaftliches Umdenken, Nachhaltigkeitskonzept, digitaler Medienkonsum, Nachhaltige Entwicklung, Partizipation, Forstwirtschaft, Werbebeeinflussung.
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der Entstehung des Nachhaltigkeitsbegriffs und der pädagogischen Notwendigkeit der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auseinander.
Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Nachhaltigkeit, die Konzepte der BNE sowie die Analyse der Wirkung digitaler Medien (TV, Soziale Medien) auf das menschliche Handeln.
Das Ziel ist es, den Beitrag der Medien zur BNE kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, ob sie als wirksames Instrument zur Förderung nachhaltiger Lebensweisen dienen können.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, um Definitionen, Konzepte und den aktuellen Forschungsstand zur BNE und Medieneinflüssen zusammenzuführen.
Der Hauptteil analysiert die historischen Ursprünge der Nachhaltigkeit, die pädagogischen Konzepte der BNE sowie die ambivalente Rolle von Fernsehen und sozialen Netzwerken bei der Vermittlung nachhaltiger Inhalte.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Nachhaltigkeit, BNE, Gestaltungskompetenz, soziale Medien und das Verhältnis von Wirtschaft und Pädagogik charakterisiert.
Das Fernsehen wird als passives Medium gesehen, das in der Regel stärker auf Unterhaltungsfaktoren setzt als auf nachhaltige Information und zudem oft mit konsumverherrlichender Werbung arbeitet.
Soziale Medien ermöglichen zwar aktivere Partizipation und die schnelle Verbreitung nachhaltiger Trends, bergen jedoch auch Risiken wie Falschinformationen oder die Entstehung von Echokammern ("Bubbles"), die eine Horizonterweiterung erschweren.
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