Diplomarbeit, 2001
111 Seiten, Note: sehr gut
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 RAHMENBEDINGUNGEN
2.1 RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
2.1.1 Zu Grunde liegendes Prämiensystem
2.1.2 Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
2.1.3 Marktanreizprogramm der Bundesregierung
2.1.4 Düngemittelgesetz / Düngemittelverordnung / Düngeverordnung
2.1.5 Bioabfallverordnung (BioAbfV) und Biomasseverordnung (BiomasseV)
2.1.6 Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)
2.2 DER BETRIEB
2.3 BIOLOGIE UND TECHNIK VON BIOGASANLAGEN
2.3.1 Der Biogasprozeß
2.3.2 Verfahrenstechnik Biogas
2.3.3 Meß- und Betriebsgrößen und Reaktionskinetik
2.3.4 Integration in den landwirtschaftlichen Betrieb
2.3.5 Die Verwertung von Biogas
2.3.6 Mögliche Einsatzstoffe in einer landwirtschaftlichen Biogasanlage und ihre Biogasausbeuten
3 MATERIAL UND METHODEN
3.1 METHODEN DER NÄHRSTOFFBILANZIERUNG
3.2 ÖKONOMISCHE METHODEN
3.2.1 Investition und Rentabilität
3.2.2 Liquidität und Finanzplan
3.2.3 Deckungsbeitrag
3.2.4 Risiko bei der Planung
3.2.5 Auswahl von Investitionsalternativen
4 ERGEBNISSE AM BEISPIELBETRIEB
4.1 NÄHRSTOFFBILANZIERUNG
4.2 ÖKONOMISCHE BETRACHTUNG
4.2.1 Investitionsrechnungen für Variante 1
4.2.2 Investitionsrechnung für Alternative 2
4.2.3 Liquidität und Finanzplan
4.2.4 Deckungsbeiträge einzelner Einsatzstoffe
5 GESAMTBEWERTUNG
5.1 STOFFLICHE BEWERTUNG
5.2 ÖKONOMISCHE BEWERTUNG
5.2.1 Investitionsrechnung
5.2.2 Finanzplan und Liquidität
5.3 RISIKO UND AUSSAGESICHERHEIT DER ERGEBNISSE
5.4 AUSBLICK FÜR DEN BETRIEB
6 ZUSAMMENFASSUNG
7 LITERATUR
Die Arbeit untersucht die wirtschaftliche Machbarkeit einer Biogasanlage für einen ökologisch bewirtschafteten Betrieb unter besonderer Berücksichtigung der Kofermentation von Gras und Obsttrester, um Nährstoffkreisläufe zu schließen und zusätzliche Einnahmen zu generieren.
Die Biogastechnologie
Die Biogastechnologie ist nicht neu. So gab es bereits in den 30er Jahren die ersten Biogasanlagen in Deutschland. Auch in Entwicklungsländern oder im asiatischen Raum sind viele Biogasanlagen zu finden. Die meisten von ihnen sind auf eine thermische Nutzung des Biogases zum Kochen und Heizen ausgelegt. Es handelt sich hierbei meist um kleine Anlagen, die den Bedarf an Energie in einem oder wenigen Haushalten decken können. Seit einigen Jahren werden allerdings auch dort große Anlagen zur Reinigung von Abwässern und landwirtschaftliche Anlagen gebaut.
Seit der Ölkrise in den 70er Jahren gab es einen Schub beim Bau von landwirtschaftlichen Biogasanlagen in Deutschland; ein weiterer fand mit der Öffnung des Strommarktes und der Einführung des Stromeinspeisegesetzes zu Beginn der neunziger Jahre statt. Dabei zielte die Biogasproduktion immer mehr auf die Gewinnung von elektrischer Energie zum Verkauf ab, statt wie bisher auf eine Selbstversorgung mit Strom und Wärme. Stand der Technik ist heute das Verbrennen des Gases mit Hilfe eines Blockheizkraftwerkes (BHKW), das aus einem Motor, einem Generator zur Stromerzeugung und der entsprechenden Technik zur Steuerung des Motors besteht. Dazu werden noch ein Wärmetauscher zur Nutzung der Motorabwärme sowie ein Notkühler benötigt.
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Einführung in die Thematik der Biogastechnologie vor dem Hintergrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen und der betrieblichen Ausgangssituation.
2 RAHMENBEDINGUNGEN: Detaillierte Analyse der rechtlichen, betrieblichen sowie technischen Grundlagen und der verschiedenen Verfahren zur Biogaserzeugung.
3 MATERIAL UND METHODEN: Beschreibung der angewandten Methoden zur Nährstoffbilanzierung sowie der ökonomischen Instrumente für die Investitionsplanung.
4 ERGEBNISSE AM BEISPIELBETRIEB: Anwendung der zuvor erläuterten Methoden auf den konkreten Fallbetrieb und Darstellung der Berechnungen für die gewählten Investitionsalternativen.
5 GESAMTBEWERTUNG: Zusammenführende stoffliche und ökonomische Bewertung der Ergebnisse sowie eine Risikoanalyse und Ausblick.
6 ZUSAMMENFASSUNG: Kompakte Darstellung der wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit.
Biogasanlage, Kofermentation, Gras, Obsttrester, Wirtschaftlichkeit, Investitionsrechnung, Erneuerbare Energien Gesetz, Nährstoffkreislauf, Liquiditätsplan, Gülle, Stromerzeugung, Landwirtschaft, Kapitalwert, Deckungsbeitrag, Blockheizkraftwerk.
Die Arbeit analysiert die Wirtschaftlichkeit der Errichtung einer Biogasanlage auf einem landwirtschaftlichen Betrieb, wobei speziell die Kofermentation von Gras vom eigenen Grünland und Obsttrester aus einer Kelterei untersucht wird.
Die zentralen Felder sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für Biogasanlagen, die Biologie und Verfahrenstechnik des Gärprozesses sowie die ökonomische Bewertung von Investitionsalternativen.
Das primäre Ziel ist es, für einen konkret untersuchten Betrieb zu ermitteln, ob der Einsatz von Biogastechnologie eine rentable Erweiterung des Betriebszweiges darstellt.
Es werden klassische Methoden der Investitionsrechnung, wie die Kapitalwertmethode und der interne Zinsfuß, sowie Deckungsbeitragsrechnungen und Finanzplanungsmodelle angewandt.
Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Planung der beiden Investitionsvarianten, der Erfassung aller Kosten und Erlöse sowie der stofflichen Bewertung durch Nährstoffbilanzen.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Biogasanlage, Kofermentation, Wirtschaftlichkeit, Investitionsrechnung, Nährstoffkreislauf und landwirtschaftlicher Betrieb.
Der Einsatz von Obsttrester ist besonders, da er einerseits zusätzliche Nährstoffe in den Betrieb importiert, aber andererseits aufgrund von Vorgaben in der Bioabfallverordnung zusätzliche Anforderungen an die Genehmigung und Dokumentation stellt.
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bietet durch die Festschreibung der Stromeinspeisevergütung eine verlässliche Planungsgrundlage und sichert stabile Konditionen für den Verkauf des erzeugten Stroms.
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