Masterarbeit, 2019
71 Seiten, Note: 1,3
Die Masterarbeit analysiert die literarische Entwicklung von Thomas Bernhard im Kontext seiner Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Sie untersucht, ob sich Bernhards Werke im Laufe seiner Autorschaft zunehmend radikalisierten und ob er in seinen späteren Werken verstärkt zeitkritische Positionen einnahm. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, ob Bernhards Kritik am Nationalsozialismus über bloße Provokation hinausging oder lediglich ein Mittel zur Steigerung seiner medialen Präsenz darstellte.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Fragestellung und den Forschungsstand zu Thomas Bernhard und seiner Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus darstellt. Anschließend wird Bernhards Leben und Werk in einen biografischen und historischen Kontext gesetzt, wobei die besondere Rolle Österreichs nach 1945 im Fokus steht.
Das dritte Kapitel analysiert exemplarisch Bernhards Werke "Frost", "Auslöschung" und "Heldenplatz" und untersucht, wie er den Nationalsozialismus thematisiert und literarisch verarbeitet. Im Mittelpunkt stehen die Frage nach der Radikalisierung seiner Werke und der Analyse seiner literarischen Methoden, um den Nationalsozialismus darzustellen.
Thomas Bernhard, Nationalsozialismus, Österreich, Literatur, Radikalisierung, Provokation, Kritik, Heldenplatz, Skandal, Textanalyse, Zeitgeschichte, Kulturpolitik, Schuldfrage, Nachkriegszeit, Autobiografie, Frühwerk, Spätwerk.
Die Arbeit untersucht, ob Bernhards Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus im Spätwerk (z.B. in „Heldenplatz“) schärfer und offener wurde als im Frühwerk.
Das Stück thematisierte den Fortbestand nationalsozialistischer Gesinnungen im Österreich der 1980er Jahre und provozierte damit heftige gesellschaftliche Debatten.
Bernhards Kindheit zwischen Nationalsozialismus und strengem Katholizismus prägte seinen „Negativblick“ auf die österreichische Heimat und Kulturpolitik.
Es ist ein Beispiel für die radikalen und provokanten Aussagen, die Bernhard seinen literarischen Figuren zuschrieb, um die unbewältigte NS-Vergangenheit anzuprangern.
Die Arbeit analysiert kritisch, ob seine Provokationen nur verkaufsfördernde Schimpftiraden waren oder ob sie als aufrüttelnde zeitkritische Schriften fungierten.
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