Bachelorarbeit, 2020
67 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1. Methodisches Vorgehen
2. Situativer Kontext
2.1. Aktueller Forschungsstand
2.2. Begriffsdefinitionen
2.3. Situativer Rahmen - Kontext Rückkehrer*innen aus dem „Islamischen Staat“ in Deutschland
3. Theoretischer Rahmen: Grundlagen und Konzepte von Frames und Stereotypen
3.1. Frames und der Framing-Begriff
3.2. Entstehung und Kategorisierung von (Geschlechter-)stereotypen
3.2.1. Stereotypisierung
3.2.2. Mediale Stereotypisierung von Geschlechtern
3.3. (Mit-)Täterschaftthese nach Christina Thürmer-Rohr
4. „Die Rolle der Frau“ im „Islamischen Staat“
4.1. „Hausfrau und Mutter“
4.2. Al-Khansaa Brigade
4.3. Recruiting und logistische Aufgaben
4.4. Zwischenfazit
5. Die qualitative Inhaltsanalyse als Methode der Frame-Analyse
5.1. Geschlechterkonstruktionen in medialen Terrorismusdiskursen
5.2. Aufbau der Methode der Frame-Analyse
5.2.1. Auswahl und Erklärung der empirisch untersuchten Medien
5.2.2. Kategorienbildung
5.3. Durchführung der qualitativen Inhaltsanalyse
6. Ergebnisse der Untersuchung
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die mediale Repräsentation von Frauen, die nach ihrer Verbindung zum „Islamischen Staat“ nach Deutschland zurückgekehrt sind, und analysiert, inwiefern hierbei geschlechtsspezifische Stereotypen reproduziert werden.
3.1. Frames und der Framing-Begriff
Der Begriff des Frames sollte vorab geklärt werden. Grundsätzlich muss jedoch betont werden, dass die Framing-Theorie und ihre Definition keinesfalls eine homogene Konzeption trifft. So finden sich verschiedene Ansätze und Theorien, die sich mit der Frage nach dem Konstrukt des oder eines Frames befassen. Gleichauf gibt es auch zahlreiche Ansätze der Frame-Analyse (Mayring 2010; Badr 2017; Oswald 2019; Matthes 2014; Wehling 2018; Goffman 1974; Fraas 2013). Trotz der heterogenen Definitionsansätze um die Thematik des Framings verfügt die Framing-Theorie über wesentliche Vorzüge, die vor allem auf der interdisziplinären sowie flexiblen Ebene beruhen (Badr 2017: 177).
So gilt es nun für die vorliegende Arbeit - trotz der Heterogenität der wissenschaftlichen Ansätze des Framings - ein Begriffsverständnis von Frames herzustellen. Dabei spielt besonders die Form des Framings eine entscheidende Rolle. Unterschieden wird dabei zwischen bewussten und unterbewussten Zielen der Frames in ihrer Wahrnehmung (Oswald 2019: 20). Ihren Ursprung als Theorie findet das Framing in der soziologischen und politikwissenschaftlichen Forschung, die sich durch die qualitative Analyse von Texten kennzeichnet (Badr 2017: 177). Fortführend nahm sich auch die Kommunikationswissenschaft die Behandlung der Thematik an und entwickelte dieses Paradigma indessen weiter. Erstmals beschäftigte sich der Sprachwissenschaftler Ervin Goffman im Jahre 1974 mit der Frame-Analyse (verständlich: Rahmenanalyse). Dabei ging Goffman von Frames als Interpretationsschemata, die es Individuen oder aber auch sozialen Gruppen ermöglichen, die Realität in soziale Konstrukte einzuordnen und demnach zu beurteilen (Goffman 1974: 8).
1. Einleitung: Diese Einführung legt die Relevanz der Untersuchung medialer Stereotypisierung von IS-Rückkehrerinnen fest und formuliert die zentrale Forschungsfrage.
2. Situativer Kontext: Das Kapitel bietet einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand und definiert zentrale Begriffe, um den situativen Rahmen der Rückkehrerinnen zu klären.
3. Theoretischer Rahmen: Grundlagen und Konzepte von Frames und Stereotypen: Hier werden die theoretischen Fundamente, insbesondere die Framing-Theorie und die Entstehung von Geschlechterstereotypen, erörtert.
4. „Die Rolle der Frau“ im „Islamischen Staat“: Dieses Kapitel beleuchtet die tatsächlichen Betätigungsfelder und ideologischen Funktionen von Frauen innerhalb des IS.
5. Die qualitative Inhaltsanalyse als Methode der Frame-Analyse: Es wird der methodische Aufbau der Studie, inklusive der Auswahl der Medienquellen und der Kategorienbildung, detailliert beschrieben.
6. Ergebnisse der Untersuchung: Die Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse werden reflektiert und im Hinblick auf die Reproduktion medialer Stereotypen diskutiert.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine differenziertere, nicht-stereotypisierende Berichterstattung über Frauen in terroristischen Kontexten.
Terrorismus, Islamischer Staat, IS-Rückkehrerinnen, Frame-Analyse, Geschlechterrollen, Stereotypisierung, mediale Berichterstattung, Geschlechterkonstruktion, Qualitative Inhaltsanalyse, Frauenbild, Mittäterschaft, Opferrolle, Radikalisierung, Gender Studies, Medienethik.
Die Arbeit befasst sich mit der medialen Darstellung von Frauen, die nach einer Tätigkeit für den „Islamischen Staat“ nach Deutschland zurückgekehrt sind, und analysiert deren Stereotypisierung in deutschen Medien.
Die zentralen Themen sind Terrorismusforschung, Gender Studies, Framing-Theorien, mediale Diskursanalyse sowie die spezifische Rolle der Frau in islamistischen Terrororganisationen.
Die Forschungsfrage lautet: Inwieweit werden geschlechtsspezifische Stereotypen von IS-Rückkehrerinnen medial reproduziert?
Es wird eine qualitative Inhaltsanalyse als Methode der Frame-Analyse angewandt, um die Sprachmuster und Deutungsrahmen in ausgewählten Zeitungsartikeln zu untersuchen.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen zu Frames und Stereotypen, die Analyse der Frauenrollen im IS, die methodische Vorgehensweise sowie die eigentliche Inhaltsanalyse der Medienberichte.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Terrorismus, IS-Rückkehrerinnen, Frame-Analyse, Stereotypisierung, Geschlechterrollen und qualitative Inhaltsanalyse.
Die Analyse unterteilt sich in die Kategorien Schuldfrage, Hausfrau und Mutter, „Braut“ sowie geschlechtsspezifische Dramatisierung.
Die Arbeit stellt fest, dass insbesondere die auflagenstarke BILD-Zeitung häufig auf stark stereotype und dramatisierende Frames zurückgreift.
Diese These hinterfragt die Pauschalisierung der Frau als reinem „Opfer“ und betont, dass Frauen aktiv zur Aufrechterhaltung patriarchaler und terroristischer Strukturen beitragen können.
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