Diplomarbeit, 2003
234 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung und Fragestellung
1.1 Definitionen
1.2 Ethische Begründungsansätze
1.3 Moralische Desensibilisierung in der Krankenpflege
2. Forschungsdesign und -methode
2.1 Forschungsmethodik, Datenanalyse und Dateninterpretation
2.2 Qualitative Forschung
2.3 Grounded Theory
2.4 Forschungsdesign und Datenerhebung
2.5 Die Interviews
2.6 Transkriptionsregeln
2.7 Wesentliche Unterschiede zwischen der vorliegenden Untersuchung und der Studie Karin Kerstings
2.8 Die Interviewpartner
3. Gang der Untersuchung
3.1 Deskriptive Analyse des moralischen Urteils von Interviewpartnerin B.
3.2 Zusammenfassung und Kommentar (B.)
3.3 Deskriptive Analyse des moralischen Urteils von Interviewpartnerin R.
3.4 Zusammenfassung und Kommentar (R.)
3.5 Deskriptive Analyse des moralischen Urteils von Interviewpartnerin H.
3.6 Zusammenfassung und Kommentar (H.)
3.7 Deskriptive Analyse des moralischen Urteils von Interviewpartner M.
3.8 Zusammenfassung und Kommentar (M.)
3.9 Deskriptive Analyse des moralischen Urteils von Interviewpartnerin P.
3.10 Zusammenfassung und Kommentar (P.)
3.11 Deskriptive Analyse des moralischen Urteils von Interviewpartner L.
3.12 Zusammenfassung und Kommentar (L.)
3.13 Deskriptive Analyse des moralischen Urteils von Interviewpartnerin S.
3.14 Zusammenfassung und Kommentar (S.)
3.15 Deskriptive Analyse des moralischen Urteils von Interviewpartnerin J.
3.16 Zusammenfassung und Kommentar (J.)
3.17 Deskriptive Analyse des moralischen Urteils von Interviewpartnerin HE.
3.18 Zusammenfassung und Kommentar (HE.)
4. Evaluation der Untersuchungsbefunde
4.1 Gesamtanalyse und Interpretation
4.2 Pädagogische Konsequenzen im beruflichen Kontext
4.3 Resümee und Ausblick
5. Interviewleitfaden
6. Transkription – Probeinterview
7. Transkription – B.
8. Transkription R.
9. Transkription H.
10. Transkription M.
11. Transkription P.
12. Transkription L.
13. Transkription S.
14. Transkription J.
15. Transkription HE.
16. Gegenüberstellung der Kategorien
17. B.
18. R.
19. H.
20. M.
21. P.
22. L.
23. S.
24. J.
25. HE.
Die vorliegende Untersuchung geht der Frage nach, mit welchen Begründungsansätzen Pflegende moralisch urteilen, welche Prinzipien ihnen zugrunde liegen und welche Konsequenzen sich daraus für die pädagogische Gestaltung der Pflegeausbildung und innerbetrieblichen Fortbildung ableiten lassen.
Moralisches Dilemma
Da in der vorliegenden Untersuchung mit Struktur-Dilemma-Interviews gearbeitet wurde, soll der Begriff des moralischen Dilemmas explizit erwähnt werden. Dieses kann entstehen, wenn eine Person oder eine Gruppe von Personen mindestens zwei Verpflichtungen in einer Situation gleichzeitig einhalten soll, aber nur eine erfüllen kann. Die Wahl der einen Verpflichtung schließt die Verletzung der anderen ein. Der Handelnde ist also gezwungen, einer Verpflichtung Priorität einzuräumen und diese Entscheidung zu begründen.
Auf das gleichzeitige Bestehen zweier Pflichten nach deontischer Logik wird im folgenden Kapitel eingegangen. Demnach ist es möglich, diesen Konflikt als zwei bestehende Wünsche aufzufassen, bei denen der unerfüllte nicht einfach verschwindet, sondern offen und enttäuscht bleibt. Das ermöglicht es, von zwei gleichzeitig bestehenden Verpflichtungen auszugehen und nicht die enttäuschte zu leugnen. Allerdings bleibt die Frage bestehen, wie der unerfüllten Verpflichtung oder dem unerfüllten Wunsch nachgekommen werden kann.
1. Einleitung und Fragestellung: Dieses Kapitel führt in die ethische Debatte im Gesundheitswesen ein und formuliert das Ziel, die Begründungsansätze pflegerischen Urteilens zu untersuchen.
2. Forschungsdesign und -methode: Hier wird der methodische Ansatz der Grounded Theory erläutert, der zur qualitativen Analyse der geführten Experteninterviews dient.
3. Gang der Untersuchung: In diesem umfangreichen Hauptteil werden die Interviews mit den neun Pflegenden deskriptiv analysiert, kommentiert und in ihrer moralischen Urteilsweise dargestellt.
4. Evaluation der Untersuchungsbefunde: Die Ergebnisse werden interpretiert, wobei pädagogische Konsequenzen für Ausbildung und berufliche Fortbildung abgeleitet werden.
Krankenpflege, Ethik, Moral, Moralische Desensibilisierung, Pflegeausbildung, Grounded Theory, Deontologische Ethik, Teleologische Ethik, Patientenautonomie, Patientenwohl, Berufliche Sozialisation, Pflegeethik, Handlungsprinzipien, Moralische Urteilsweise, Experteninterviews
Die Arbeit untersucht, mit welchen ethischen Begründungsansätzen und Prinzipien Pflegekräfte moralische Urteile fällen und wie sich diese Erkenntnisse pädagogisch nutzen lassen.
Im Zentrum stehen moralisches Handeln in der Pflege, ethische Begründungstheorien, die Problematik der moralischen Desensibilisierung und die Diskrepanz zwischen ethischem Anspruch und pflegerischer Wirklichkeit.
Das Ziel ist es, auf Basis der empirischen Ergebnisse Möglichkeiten für pädagogische Interventionen in der Ausbildung und Fortbildung zu generieren, um die ethische Urteilsfähigkeit zu fördern.
Es wurde ein qualitatives Verfahren gewählt, basierend auf einer Mischform aus Struktur-Dilemma- und problemzentrierten Interviews, die mittels Grounded Theory analysiert wurden.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Einzelanalyse und Kommentierung der Interviews mit den neun Pflegekräften verschiedener Erfahrungsstufen zu fiktiven Pflegedilemmata.
Krankenpflege, Ethik, Moral, Patientenorientierung, Deontologie, berufliche Sozialisation und pädagogische Konsequenzen.
Um im Interview keine Voreingenommenheit zu provozieren und den Alltagscharakter der Situationen zu unterstreichen.
Die Kälteellipse visualisiert die qualitativen Unterschiede der von Kersting identifizierten Reaktionsmuster, mit denen Pflegende auf Normverletzungen reagieren.
Die Arbeit betont, dass die Differenz zwischen dem theoretischen "Sollen" und der praktischen "Sein"-Realität eine elementare Spannungserfahrung darstellt, die durch Reflexion für die berufliche Professionalisierung nutzbar gemacht werden muss.
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