Masterarbeit, 2021
62 Seiten, Note: 2,2
1. Einleitung
2. Forschungshintergrund
3. Empirischer Teil
3.1 Literaturrecherche
3.2 Informelle Gespräche
3.3 Experten-Interviews
3.4 Fragebogen
3.4.1 Teilnehmer
3.4.2 Ablauf
3.4.3 Auswertung
3.4.3.1 Attribute und Scoutingformen
3.4.3.2 Externe soziale Faktoren
3.4.3.3 Einbettung
3.4.3.4 Involvierte Funktionen
3.4.3.5 Scoutingprozess
3.4.3.6 Dokumentation
3.4.3.7 Entscheidungsfindung und Führungsstil
3.4.3.8 Arbeitskultur
3.4.3.9 Erfolgskriterien
3.5 Einordnung der organisatorischen Anforderungen
3.6 Einordnung der kommunikativen Anforderungen
3.6.1 Formale Kommunikation
3.6.1.1 Meetings
3.6.1.2 Berichtswesen
3.6.1.3 Final Reporting
3.6.2 Kommunikation zur Entscheidungsfindung
3.6.3 Arbeitskultur - Kommunikation und Führungsstil
4. Diskussion
4.1 Schlussbetrachtung und Ausblick
4.2 Limitationen und weiterer Forschungsbedarf
Die vorliegende Arbeit untersucht die organisatorischen und kommunikativen Anforderungen an ein internationales Nachwuchsscouting bei einem Fußball-Erstligaclub und entwickelt einen idealtypischen Prozess hierfür, um dem wachsenden Wettbewerbsdruck und der steigenden wirtschaftlichen Bedeutung von Talentverpflichtungen gerecht zu werden.
3.4.3.2 Externe soziale Faktoren
Es wird auch deutlich, dass die Teilnehmer der Befragung den externen sozialen Faktoren eine große Bedeutung zuschreiben: Sie erhielten eine Wichtigkeit von 4,32. Unter externen sozialen Faktoren wurden im Rahmen der Thesis der elterliche Erziehungsstil, das Eltern-Spieler-Verhältnis, der Lebensstil und das soziale Umfeld des Spielers genannt. Das bedeutet, dass der Scoutingprozess sich nicht nur mit den Fähigkeiten des Spielers auf dem Platz auseinandersetzt, sondern auch weitere Faktoren außerhalb des Platzes berücksichtig werden und in die Informationssammlung mit einfließen.
Bei der Frage nach den Informationsgebern, über die diese externen sozialen Faktoren am ehesten beziehungsweise am sinnvollsten zu erhalten sind, werden der Spieler selbst (4,43), die Familie des Spielers (3,96), Mitspieler/Mitarbeiter aus dem Verein des Spielers (3,54), Ansprechpartner aus Schule/Ausbildung (3,50), Recherche in den sozialen Medien (3,28) und Mitarbeiter anderer Vereine (3,25) mit einer überdurchschnittlichen Wichtigkeit genannt.
So ist zum Beispiel TN 2 zu nennen, der über den „Informationsgeber“ Spieler sagt: „Insofern ist dieser sehr wichtig, weil man viele Informationen erhält in direkten Gesprächen mit dem Spieler über Schule, Hobbys, Familie, Charaktereigenschaften und Einstellung zum Sport.“ TN 7 äußerte sich zum Thema Familie des Spielers: „(Sie sind) als zusätzliche Quelle und Hintergrundinfo wichtig (sozialer Background, emotionale Prägung, …).“ Und TN 6 äußerte sich über den Bereich Schule/Ausbildung: „Ansprechpartner aus der Schule bzw. Ausbildungen zeigen die Persönlichkeitseigenschaften des Spielers in einer zweiten Identität. Es ist unheimlich wichtig zu erfahren, wie der Spieler in diesem Umfeld agiert.“
Hingegen wird Spielerberatern (2,64), Online-Medien (2,50) und Sport-Journalisten (2,00) nur eine geringe Bedeutung in diesem Prozess zugewiesen. Die geringe Bedeutung der Sport-Journalisten bei der Informationsbeschaffung deckt sich auch mit den Eindrücken aus den informellen Gesprächen. Dies wird untermauert durch das Zitat aus einem informellen Gespräch mit einem Sport-Journalisten: „Meiner Meinung nach haben Sportjournalisten kaum noch Bedeutung in Bezug auf den Scoutingprozess, auch weil die Vereine in der heutigen Zeit, u.a. durch die zunehmende Digitalisierung, die Informationen flächendeckend selbst erfassen.
1. Einleitung: Diese Einleitung definiert den Untersuchungsgegenstand des internationalen Nachwuchsscoutings bei Erstligaclubs und begründet die Notwendigkeit einer strukturierten Organisation sowie Kommunikation angesichts wirtschaftlicher Anforderungen.
2. Forschungshintergrund: Dieses Kapitel verortet das Thema im wissenschaftlichen Kontext und erläutert, dass bisher kaum spezifische sportmanagementbezogene Forschung zu organisatorischen Scouting-Prozessen existiert, weshalb auf Projektmanagement-Literatur zurückgegriffen wird.
3. Empirischer Teil: Der empirische Teil detailliert die angewendeten Forschungsmethoden wie Literaturrecherche, informelle Gespräche und Experten-Interviews sowie die Auswertung der Fragebögen, um Anforderungen an Scoutingprozesse, Dokumentation und Entscheidungsfindung zu identifizieren.
4. Diskussion: Das Kapitel diskutiert die Hauptergebnisse der Untersuchung hinsichtlich der Prozessgestaltung, kritisiert die Limitationen aufgrund der dünnen Datenbasis und formuliert Empfehlungen für den weiteren Forschungsbedarf in diesem Bereich.
Nachwuchsscouting, Fußball-Erstligaclub, Organisationskonzept, Kommunikationsmanagement, Talentidentifikation, Scoutingprozess, Berichtswesen, Entscheidungsfindung, Management-Report, Talentprognose, Führungskultur, Leistungszentren, Transfermarkt, Sportmanagement, Organisationsgestaltung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Organisations- und Kommunikationskonzepts für das internationale Nachwuchsscouting in Fußballvereinen der europäischen Top-5-Ligen.
Die Arbeit analysiert die optimale Einbettung des Scoutings in die Vereinsstruktur, die notwendigen Kommunikationsprozesse und Berichtswege sowie die Identifikation von Talenten unter Berücksichtigung organisatorischer Standards.
Ziel ist es zu ermitteln, welche organisatorischen und kommunikativen Anforderungen sich beim internationalen Nachwuchsscouting ergeben und wie ein idealtypischer Prozess in einem Profiverein gestaltet sein sollte.
Es werden methodisch eine Literaturrecherche, Experten-Interviews sowie eine quantitative und qualitative Auswertung mittels Fragebogen unter 28 Experten aus dem Fußballbereich durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in einen empirischen Teil, der Prozesse der Sichtung, Entscheidungsfindung, Dokumentation und Arbeitskultur beleuchtet, sowie deren Einordnung in theoretische Modelle der Organisations- und Kommunikationstheorie.
Zentrale Begriffe sind Nachwuchsscouting, Prozessoptimierung, Kommunikationsmanagement, Talentidentifikation und Organisationsstruktur im Profifußball.
Die Befragung zeigt, dass Faktoren wie der elterliche Erziehungsstil oder das soziale Umfeld für die Talentprognose mit einer hohen Wichtigkeit (4,32 auf einer Skala bis 5) bewertet werden.
Die Mehrheit der Teilnehmer (n=23) spricht sich für einen konsultativen Führungsstil aus, bei dem die Führungskraft zwar Meinungen einholt, aber die Entscheidung trifft.
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