Bachelorarbeit, 2021
51 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemaufriss
1.2 Gang der Untersuchung
2 Kapitalmarkttheorie
2.1 Portfoliotheorie nach Markowitz
2.1.1 Der rationale Investor
2.1.2 Risiko
2.1.3 Diversifikation
2.2 Capital Asset Pricing Model und Unternehmensbewertung
3 Kapitalmarktanomalien
3.1 Spekulationsblasen
3.2 Behavioral Finance als alternativer Erklärungsansatz
3.3 Verhaltensanomalien
3.4 Erklärungsansätze für Kapitalmarktanomalien
3.5 Zwischenfazit Kapitalmarkttheorie und Behavioral Finance
4 Börsencrashs
4.1 Schwarzer Montag 1987
4.2 Dotcom-Bubble 2000
4.3 Finanzkrise 2008
4.4 Coronavirus-Pandemie 2020
4.5 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Ursachen der Crashs
5 Langfristige Entwicklung an den Aktienmärkten
6 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, welche Lektionen Privatanleger aus der Kapitalmarkttheorie und der Behavioral Finance ziehen können, um eine erfolgreiche Altersvorsorge am Kapitalmarkt zu betreiben und Krisenzeiten zu überstehen.
2.1.1 Der rationale Investor
Modelle sind in der Ökonomie notwendig, da nicht alle Einzelheiten der Wirklichkeit in einer modellhaften Betrachtung einbezogen werden können. Die Komplexität wäre zu hoch und würde keinen Nutzen generieren, da verschiedene Einzelheiten idealisiert oder ignoriert werden würden. Daher wurde bspw. der Homo oeconomicus entwickelt, der bereits im 18. Jahrhundert für die ökonomische Grundlagenliteratur verwendet worden ist. Dieses Modell hat sich über die Jahre stets weiterentwickelt, aber grundsätzlich sind die Eigenschaften noch identisch. Er handelt ökonomisch rational und im eigenen Interesse, um seinen eigenen Nutzen zu maximieren.
Der Homo oeconomicus befindet sich in einer Knappheits- und Unsicherheitssituation, sodass nicht alle Bedürfnisse gleichzeitig befriedigt werden können, sondern er sich für eins entscheiden muss. Zunächst informiert sich der Homo oeconomicus umfassend über alle möglichen Handlungsalternativen sowie Umweltzustände, um dann ein geeignetes Modell oder Portfolio für sich zu wählen. Hierbei spielen persönliche Präferenzen keine Rolle, wodurch er stets rational handelt und die Nutzenmaximierung für ihn im Fokus steht.
Der Homo oeconomicus dient für die Kapitalmarktmodelle als Fundament und ist in der Portfoliotheorie nach Markowitz eine grundlegende Annahme auf der die Theorie aufbaut. Er entscheidet sich bspw. beim Aktienkauf unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeit für den höchsten Erwartungsnutzen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der privaten Altersvorsorge ein und formuliert die Forschungsfrage hinsichtlich des Nutzens von Kapitalmarkttheorie und Behavioral Finance für Privatanleger.
2 Kapitalmarkttheorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Investierens, insbesondere die Portfoliotheorie nach Markowitz und das Capital Asset Pricing Model, detailliert erläutert.
3 Kapitalmarktanomalien: Dieses Kapitel stellt die Behavioral Finance vor und analysiert psychologische Einflussfaktoren sowie Verhaltensanomalien, die von der Theorie des vollkommenen Marktes abweichen.
4 Börsencrashs: Anhand vier historischer Beispiele werden Ursachen, Verlauf und Reaktionen auf schwere Markteinbrüche unter Berücksichtigung sowohl ökonomischer als auch psychologischer Aspekte untersucht.
5 Langfristige Entwicklung an den Aktienmärkten: Es wird demonstriert, dass langfristig orientierte Anleger trotz kurzfristiger Krisen von der Marktentwicklung profitieren können, wenn sie Strategien wie Buy-and-Hold anwenden.
6 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bestätigt, dass diszipliniertes, diversifiziertes Investieren trotz Crashs ein lukrativer Weg zur Altersvorsorge ist.
Kapitalmarkt, Privatanleger, Portfoliotheorie, Markowitz, Behavioral Finance, Börsencrash, Diversifikation, S&P 500, Buy-and-Hold, Markteffizienz, Anlagestrategie, Risikomanagement, Volatilität, Altersvorsorge, Systematisches Risiko.
Die Arbeit untersucht, wie Privatanleger mithilfe wissenschaftlicher Theorien und verhaltensökonomischer Erkenntnisse besser für ihren Ruhestand vorsorgen können.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Portfoliotheorie, der Behavioral Finance, der Analyse historischer Börsencrashs und langfristigen Anlagestrategien.
Das Ziel ist es, Lektionen abzuleiten, wie Anleger ihre Altersvorsorge rational und langfristig trotz der unvermeidbaren Volatilität und Crashs an den Börsen aufbauen können.
Es kommt die konzeptionell-analytische Methode zum Einsatz, um theoretische Finanzmodelle mit realen Marktereignissen zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung klassischer Kapitalmarktmodelle, die Erläuterung psychologischer Anomalien durch Behavioral Finance und die Fallstudien zu vier großen Börsencrashs.
Wichtige Begriffe sind Kapitalmarkt, Diversifikation, Behavioral Finance, Börsencrash, Buy-and-Hold und Altersvorsorge.
Der S&P 500 bildet 500 führende US-Unternehmen ab, die einen Großteil der Marktkapitalisierung ausmachen, und dient daher als repräsentativer Index für die Analyse langfristiger Entwicklungen.
Blasen entstehen oft durch eine Kombination aus initialem technologischem Fortschritt, massenpsychologischem Herding-Verhalten und der Überschätzung der eigenen Vorhersagefähigkeit durch Investoren.
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