Diplomarbeit, 2008
318 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Grundlagen des Emissionshandels
2.1 Prinzip des Emissionshandels
2.2 Das Kyoto-Protokoll
2.3 Emissionshandel auf europäischer Ebene
2.4 Emissionshandel in Deutschland
2.4.1 Emissionsgenehmigungen und -berechtigungen
2.4.2 Zuteilung von Emissionsrechten
2.4.3 Banking und Borrowing
2.4.4 Handel mit Emissionsrechten
3. Handelsrechtliche Bilanzierung des Emissionshandels
3.1 Aktivierung der Emissionsrechte
3.1.1 Bilanzansatz
3.1.1.1 Bilanzfähigkeit
3.1.1.2 Ausweis der Rechte in der Bilanz
3.1.1.3 Zeitpunkt des Bilanzansatzes
3.1.2 Bewertung der Emissionsrechte
3.1.2.1 Zugangsbewertung
3.1.2.2 Folgebewertung
3.1.2.2.1 Folgebewertung der Zertifikate
3.1.2.2.2 Folgebewertung des Sonderpostens
3.1.2.2.2.1 Auflösung des Sonderpostens bei Abschreibung der Emissionsrechte
3.1.2.2.2.2 Auflösung des Sonderpostens bei Rückstellungszuführung
3.1.2.2.2.3 Beibehaltung des Sonderpostens beim Verkauf von Rechten
3.1.2.2.2.4 Bildung eines Sonderpostesn beim Verkauf von Rechten
3.2 Passivierung der Abgabeverpflichtung von Emissionsrechten
3.2.1 Bilanzansatz
3.2.2 Bewertung
3.2.3 Rückstellung für den Zukauf von Rechten
3.2.4 Behandlung von erwarteten Sanktionen
3.3 Angabepflichten
3.3.1 Anhang
3.3.2 Lagebericht
3.4 Besonderheiten bei Zwischenabschlüssen und abweichenden Geschäftsjahren
4. Bilanzierung von Emissionsrechten gemäß IAS / IFRS
4.1 Aktivierung von Emissionsrechten nach IFRIC 3
4.1.1 Klassifizierung der Emissionszertifikate
4.1.2 Bewertung
4.1.2.1 Aktivierung der Emissionsrechte bei unentgeltlicher Zuteilung
4.1.2.2 Zugangsbewertung
4.1.2.3 Folgebewertung
4.1.2.3.1 Folgebewertung der Zertifikate
4.1.2.3.2 Folgebewertung des passiven Rechnungsabgrenzungspostens
4.2 Passivierung der Abgabeverpflichtung von Emissionsrechten nach IFRIC 3
4.2.1 Rückstellung für den Zukauf von Rechten
4.2.2 Berücksichtigung von erwarteten Sanktionen
4.3 Angabepflichten
4.3.1 Anhang
4.3.2 Lagebericht
4.4 Gründe für das Scheitern von IFRIC 3
4.4.1 Kritikpunkte
4.4.2 Inkonsistenz bei Anwendung der Anschaffungskostenmethode
4.4.3 Inkonsistenz bei Anwendung der Neubewertungsmethode
4.5 Alternative Bilanzierungsvorschläge nach IAS / IFRS
4.5.1 Unit-of-Pollution-Methode
4.5.2 Full-Fair-Value-Approach-Methode
4.5.3 Hedge-Accounting
4.5.4 Bilanzierung in Anlehnung an US-GAAP
4.6 Würdigung
4.7 Bilanzierung in der Praxis
4.7.1 Angaben in der Konzernbilanz und Anhang
4.7.2 Angaben im Konzernlagebericht
4.7.3 Zusammenfassung Bilanzierung in der Praxis
5. Zusammenfassung / Fazit
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Emissionshandel in Deutschland sowie die bilanziellen Auswirkungen auf den Jahresabschluss nach nationalen und internationalen Rechnungslegungsstandards umfassend darzustellen und kritisch zu hinterfragen.
2.1 Prinzip des Emissionshandels
Das Emissionshandelssystem basiert auf dem Gedanken, die Atmosphäre bezüglich der Emission von Treibhausgasen als kostenpflichtiges Gut zu behandeln, indem die Emission von Treibhausgasen nur möglich ist, wenn der Emittierende entsprechende Berechtigungen besitzt.
Der Emissionshandel funktioniert prinzipiell nach dem sog. „Cap and Trade“ - System. Im Hinblick auf das verfolgte Emissionsziel wird vom Staat nur eine begrenzte Menge Berechtigungen zur Emission ausgegeben („cap“). Die ausgegebenen Emissionsrechte werden in den folgenden Jahren schrittweise gesenkt. Reichen die erteilten Emissionsberechtigungen für die tatsächliche Emission der Unternehmen nicht aus, ist der Anlagenbetreiber verpflichtet, seine Emission entsprechend der erteilten Berechtigungen zu reduzieren oder auf dem Markt weitere Berechtigungen zu erwerben („trade“). Durch dieses System werden die Emissionen dort reduziert, wo es am kostengünstigsten möglich ist, dadurch wird das Emissionsminderungsziel kosteneffizient erreicht (vgl. hierzu auch Abbildung 1).
1. Einführung: Darstellung der Bedeutung des Klimawandels und die daraus resultierende Notwendigkeit der Abbildung von Emissionszertifikaten in der Bilanz.
2. Grundlagen des Emissionshandels: Erläuterung des Cap-and-Trade-Systems, der rechtlichen Rahmenbedingungen wie dem Kyoto-Protokoll und der Umsetzung in Europa und Deutschland.
3. Handelsrechtliche Bilanzierung des Emissionshandels: Detaillierte Untersuchung des Ansatzes, der Bewertung und des Ausweises von Emissionsrechten und der entsprechenden Rückstellungen nach HGB.
4. Bilanzierung von Emissionsrechten gemäß IAS / IFRS: Analyse der internationalen Rechnungslegungsstandards, Diskussion der IFRIC 3-Interpretation und Vorstellung alternativer Bilanzierungsmodelle.
5. Zusammenfassung / Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse sowie Ausblick auf die Notwendigkeit einheitlicher Bilanzierungsregeln.
Emissionshandel, Emissionsrechte, Klimawandel, HGB, IAS, IFRS, IFRIC 3, Bilanzierung, Bewertung, Rückstellung, Sonderposten, Cap and Trade, Treibhausgas, Emissionsminderung, Jahresabschluss.
Die Arbeit befasst sich mit der bilanziellen Behandlung von Emissionsrechten sowohl nach nationalem Handelsrecht (HGB) als auch nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS).
Die Arbeit behandelt die Grundlagen des Emissionshandels, die bilanzrechtliche Einordnung der Rechte als Vermögensgegenstände, die Bewertungsmethoden sowie die Bildung von Rückstellungen für Abgabeverpflichtungen.
Das primäre Ziel ist die transparente Darstellung der bilanziellen Herausforderungen, die der Emissionshandel für Unternehmen mit sich bringt, und der Vergleich zwischen verschiedenen Rechnungslegungsansätzen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die durch Bilanzierungsbeispiele und eine empirische Analyse von Geschäftsberichten ausgewählter Unternehmen ergänzt wird.
Der Hauptteil erstreckt sich über die detaillierte handelsrechtliche Bilanzierung, die Untersuchung der IAS/IFRS-Regelungen inkl. IFRIC 3 und alternative Bilanzierungsvorschläge.
Emissionshandel, Bilanzierung, HGB, IAS/IFRS, Emissionsrechte, Rückstellungen.
Die Arbeit diskutiert hierbei drei Möglichkeiten: Ansatz mit Null, Ansatz zum Zeitwert mit erfolgswirksamer Buchung oder Ansatz zum Zeitwert mit Bildung eines passiven Sonderpostens.
Die Interpretation IFRIC 3 war aufgrund von Ergebnisverschiebungen bei Preisschwankungen umstritten und wurde vom IASB zurückgezogen, was zu einer bilanzrechtlichen Unsicherheit führte.
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