Masterarbeit, 2021
73 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen von Leerverkäufen auf dem Kapitalmarkt
2.1 Definition von Leerverkäufen
2.2 Der Mechanismus von Leerverkäufen an den Kapitalmärkten
2.3 Gedeckte und ungedeckte Leerverkäufe
2.3.1 Gedeckte Leerverkäufe
2.3.2 Ungedeckte Leerverkäufe
2.4 Der unterstützende Einfluss von Leerverkäufen für die Kapitalmärkte
2.4.1 Einsatzgebiete
2.4.2 Effizienz des Marktes und Short-Selling
2.5 Negativer Einfluss von Leerverkäufen und deren Risiken
2.5.1 Erfüllungsrisiken durch ungedeckte Leerverkäufe
2.5.2 Marktmissbrauch
2.5.3 Verlustrisiken durch Leerverkäufe
3 Europaweiter und einheitlicher Regulierungsansatz im Rahmen der Offenlegung
4 Wirecard AG – Eine Chronologie
5 Empirische Analyse von Leerverkäufen bei der Wirecard AG
5.1 Auswertung der Leerverkäufe auf die Wirecard AG
5.2 Die 10 größten Leerverkäufer der Wirecard AG
5.3 Vergleich der Wirecard AG mit ausgewählter Peer-Group
6 Eventstudie
6.1 Datengrundlage und Methodik
6.2 Die Ergebnisse der Eventstudie
6.3 Limitationen und Alternativen
7 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Rolle von Leerverkäufern an den Kapitalmärkten anhand einer empirischen Analyse des Falls Wirecard AG. Ziel ist es, zu klären, ob Leerverkäufer als Marktteilnehmer lediglich zur Instabilität beitragen oder ob sie eine notwendige Funktion bei der Aufdeckung von Bilanzmanipulationen und der Sicherung der Markteffizienz erfüllen.
2.5.2 Marktmissbrauch
Grundsätzlich war die missbräuchliche Verwendung und Verbreitung von Falschinformationen nach §20a Wertpapierhandelsgesetz verboten. Durch eine solche Verwendung von Falschinformationen bzw. Gerüchten oder gar nicht öffentlichen Informationen, können die Wertpapierkurse gezielt nach unten gesteuert und beeinflusst werden. Dabei hat eine missbräuchliche bzw. manipulative Verwendung von Leerverkäufen bereits eine lange Geschichte. Die ersten dahingehend gezielten Leerverkäufe wurden bereits im späten siebzehnten Jahrhundert durchgeführt.
Ein schwerwiegendes und zugleich marktbeeinträchtigendes Ereignis stellen sogenannte Shortattacken, welche auch als „Bear Raids“ bezeichnet werden, dar. Im Zuge einer Shortattacke wird der Kurs eines Wertpapieres durch einen oder mehrere Marktteilnehmer bewusst manipuliert, indem sie den Titel aggressiv und vermehrt leerverkaufen. Durch diese gezielten, abgestimmten und wiederholten Leerverkäufe soll der maximal mögliche Verkaufsdruck unter den Anlegern erzeugt werden. Durch die immer wiederkehrenden Leerverkäufe senden die Leerverkäufer zusätzliche falsche bzw. undurchsichtige Signale an die Marktteilnehmer, dass die aktuelle Marktbewertung des Unternehmens zum Beispiel aktuell zu hoch ist. Zusätzlich werden oft negative Informationen über das betroffene Unternehmen verbreitet, welche falsche Eindrücke bei den Anlegern erzeugen sollen und so bestmöglich Angst schüren sollen. Das kann zu einem sogenannten Herdenverhalten führen. Innerhalb eines solchen Herdenverhaltens treffen die verbleibenden Anleger nicht mehr rationale Entscheidungen, welche auf fundamentaler Sichtweise beruhen, sondern reagieren teilweise unüberlegt auf das allgemeine Marktverhalten an den Finanzmärkten und versuchen dieses zu imitieren.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Leerverkäufe ein und stellt den Fall Wirecard AG als Beispiel für einen komplexen Finanzskandal vor, der die Frage nach der Rolle von Leerverkäufern aufwirft.
2 Grundlagen von Leerverkäufen auf dem Kapitalmarkt: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise, die Arten und die Auswirkungen von Leerverkäufen sowie deren Rolle bei der Absicherung und Spekulation.
3 Europaweiter und einheitlicher Regulierungsansatz im Rahmen der Offenlegung: Hier werden die regulatorischen Rahmenbedingungen in der EU dargelegt, die insbesondere nach der Finanzkrise 2008 zur Steigerung der Transparenz eingeführt wurden.
4 Wirecard AG – Eine Chronologie: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte zeitliche Übersicht über die Entwicklung der Wirecard AG von der Gründung bis zum Insolvenzantrag unter besonderer Berücksichtigung der Betrugsvorwürfe.
5 Empirische Analyse von Leerverkäufen bei der Wirecard AG: Das Kapitel widmet sich der praktischen Auswertung der Leerverkaufspositionen auf die Wirecard AG im Zeitraum von 2015 bis 2020 und vergleicht diese mit einer Peer-Group.
6 Eventstudie: In diesem Kapitel wird mittels einer Eventstudie untersucht, welchen Einfluss die Leerverkaufstransaktionen auf die Rendite der Wirecard-Aktie hatten.
7 Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Rolle der Leerverkäufer kritisch im Kontext von Markteffizienz und Betrugsaufdeckung.
Leerverkäufe, Short-Selling, Wirecard AG, Kapitalmarkt, Marktmanipulation, Bilanzbetrug, Eventstudie, EU-Leerverkaufsverordnung, Markteffizienz, Hedgefonds, Transparenzpflichten, Finanzkrise, Börsenhandel, Shortattacke, Informationsfunktion.
Die Arbeit behandelt die komplexe Thematik der Leerverkäufe am Kapitalmarkt und analysiert diese insbesondere im Kontext der Wirecard AG.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen des Short-Sellings, deren Regulierung in Europa sowie die empirische Aufarbeitung der Ereignisse rund um den Wirecard-Skandal.
Das Ziel ist die Klärung, ob Leerverkäufer lediglich destabilisierend wirken oder ob sie durch das Aufdecken von Missständen einen wichtigen Beitrag zur Markteffizienz leisten.
Neben einer theoretischen Fundierung der Thematik führt der Autor eine empirische Analyse der gemeldeten Leerverkaufspositionen durch und wendet eine Eventstudie an, um Kursreaktionen zu messen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Mechanismen von Leerverkäufen, eine detaillierte Chronologie der Ereignisse bei Wirecard sowie eine umfassende empirische Datenanalyse der Short-Aktivitäten bei diesem Unternehmen.
Wichtige Begriffe sind Leerverkäufe, Wirecard AG, Markteffizienz, Marktmanipulation, EU-Leerverkaufsverordnung und Eventstudie.
Die Analyse zeigt, dass Leerverkäufer durch ihre Berichte und Positionierungen wichtige Informationen über Intransparenz an den Markt lieferten, die maßgeblich dazu beitrugen, öffentliche Aufmerksamkeit auf die Missstände zu lenken.
Ja, die Arbeit identifiziert eine negative Korrelation: Oftmals gingen Berichte von Leerverkäufern mit einem Anstieg der Short-Positionen und kurzfristigen Kursrücksetzern bei der Wirecard-Aktie einher.
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