Diplomarbeit, 2008
86 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Untersuchung
1.3 Vorstellung der Kanzlei
2 Begriff des MBO und dessen Einordnung in ein System der Unternehmensnachfolge und -verkäufe
2.1 Begriff des MBO und dessen Abgrenzungen
2.2 Einordnung des MBO
3 Rechtliche Grundlagen des MBO
3.1 Asset Deal
3.2 Share Deal
3.3 Entscheidungskriterien für die Wahl Asset Deal vs. Share Deal
3.3.1 Steuerliche Behandlung des Asset Deals
3.3.2 Steuerliche Behandlung des Share Deals
3.4 Entscheidungskriterien für die Wahl der Obergesellschaft
3.4.1 Rechtsformwahl beim Asset Deal
3.4.2 Rechtsformwahl beim Share Deal
4 Wirtschaftliche Grundlagen des MBO
4.1 Unternehmensbewertung
4.1.1 Ertragswertverfahren nach IDW
4.1.2 Discounted Cashflow-Verfahren nach IDW
4.1.3 Risikoermittlung für den Kapitalisierungszinssatz
4.2 Kaufpreisfindung
4.3 Finanzierung
4.3.1 Bankverbindlichkeiten
4.3.2 Nachrangige Verbindlichkeiten
4.3.3 Das Eigenkapital
5 Aktivitäten zur Durchführung
6 Praxisfall
6.1 Vorstellung der zu verkaufenden Unternehmensgruppe von Herrn V.
6.2 Auftragserteilung und Zeitplan für eine MBO-Beratung sowie deren Durchführung
6.2.1 Erstellung eines steuerlichen Gesamtkonzeptes
6.2.2 Ermittlung der Unternehmenswerte von T1, T2 und E1
6.2.3 Ermittlung einer Kaufpreisobergrenze und Überlegungen zur Kaufpreisfindung
6.2.4 Ausarbeitung von Finanzierungsunterlagen
6.2.5 Realisierung der MBO-Finanzierung
6.2.6 Realisierung des Abschlusses der Kaufverträge
7 Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einer Unternehmenstransaktion mittels Management Buy-Out (MBO) anhand eines konkreten Praxisfalls in der mittelständischen Metallindustrie, um die Komplexität bei der Strukturierung und Bewertung solcher Übernahmen aufzuzeigen.
4.2 Kaufpreisfindung
Sowohl beim Unternehmenskauf durch Übertragung einzelner Wirtschaftsgüter als auch beim Beteiligungserwerb ist es üblich, einen einheitlichen Gesamtkaufpreis auszuhandeln. In einer Vielzahl von Fällen wird dieser Kaufpreis jedoch nur ein vorläufiger sein, da er von den möglichen Minderungsrechten des Käufers abgesehen und endgültig erst nach eingehender Prüfung nach dem Übergangsstichtag festgelegt werden kann.
Die Festlegung des Kaufpreises ist eine der wichtigsten, wenn nicht die wichtigste, Maßnahme beim Kauf eines Unternehmens oder einer Beteiligung.
Der Kaufpreis für ein Unternehmen ist, sowohl beim Asset Deal als beim Share Deal, das Ergebnis der Verhandlungen der Vertragsparteien. Die Festlegung des Kaufpreises ist ein Kompromiss zwischen ihren verschiedenen Wert- und damit Preisvorstellungen. Die Einigung über den Kaufpreis ist eine unternehmerische Entscheidung, die von der Einschätzung der mit dem Unternehmen verbundenen zukünftigen Chancen und Risiken abhängt. Der Kaufpreis ist von dem Unternehmenswert zu unterscheiden, den die Vertragsparteien dem Unternehmen beilegen und der als subjektive Preisuntergrenze (Verkäufer) und subjektive Preisobergrenze (Käufer) die Grundlage für die eigene Verhandlungsposition bildet. Der von den Verhandlungsparteien vereinbarte Kaufpreis ist, von der Festlegung durch einen Schiedsgutachter abgesehen, nicht mit dem (objektivierten) Unternehmenswert identisch. Abgesehen davon fließen in den Kaufpreis häufig strategische Überlegungen ein, die sich nicht exakt quantifizieren lassen.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Unternehmensübernahme durch das Management sowie Vorstellung des Praxisfalls.
2 Begriff des MBO und dessen Einordnung in ein System der Unternehmensnachfolge und -verkäufe: Definition des MBO und Differenzierung zu anderen Nachfolgeformen wie dem MBI oder unentgeltlichen Übertragungen.
3 Rechtliche Grundlagen des MBO: Detaillierte Analyse der Unterschiede zwischen Asset Deal und Share Deal sowie steuerliche Implikationen der Rechtsformwahl.
4 Wirtschaftliche Grundlagen des MBO: Erläuterung der Unternehmensbewertung, Kaufpreisfindung und der Finanzierungsstrukturen bei MBOs.
5 Aktivitäten zur Durchführung: Überblick über die vertraglichen Notwendigkeiten zur rechtlichen Absicherung einer MBO-Transaktion.
6 Praxisfall: Anwendung der zuvor erarbeiteten theoretischen Grundlagen auf ein konkretes Beispiel eines Unternehmens in der Metallindustrie.
7 Zusammenfassung: Ergebnisorientierte Schlussbetrachtung der untersuchten rechtlichen und wirtschaftlichen Aspekte.
Management Buy-Out, MBO, Unternehmenskauf, Unternehmensnachfolge, Asset Deal, Share Deal, Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Discounted Cashflow-Verfahren, Finanzierung, Mezzanine-Kapital, IDW S 1, Kapitalisierungszinssatz, Unternehmensteuerreform, Praxisfall.
Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen und wirtschaftlichen Strukturierung von Management Buy-Outs (MBO) und illustriert diese komplexe Materie an einem Praxisbeispiel aus der deutschen Metallindustrie.
Die Schwerpunkte liegen auf der steuerlichen und rechtlichen Ausgestaltung (Asset vs. Share Deal), der Unternehmensbewertung nach IDW-Standards und den verschiedenen Finanzierungsmodellen für das Management.
Ziel ist es, den gesamten Prozess eines MBO darzustellen, Entscheidungskriterien für die Gestaltung zu liefern und die steuerlichen sowie wirtschaftlichen Auswirkungen der gewählten Strategie aufzuzeigen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus literaturgestützter Theorieanalyse und einer detaillierten Fallstudie (Praxisfall), um die theoretischen Konzepte in der Realität der Transaktionsberatung zu verifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Aspekte (Gestaltungsformen, Rechtsformwahl) und wirtschaftliche Grundlagen (Bewertungsverfahren, Finanzierungsszenarien), die als Basis für den Praxisteil dienen.
Wesentliche Begriffe sind MBO, Unternehmensnachfolge, Share Deal, IDW S 1, Kapitalisierungszinssatz, Leverage-Effekt und Unternehmensbewertung.
Sie bildet die maßgebliche rechtliche Grundlage für die steuerliche Beurteilung und Rechtsformwahl der neu gegründeten Obergesellschaft im untersuchten Praxisfall.
Es werden das Darlehensmodell, das Sicherheitsmodell und das Pfändungsmodell als gängige Praxisansätze für die Fremdfinanzierung durch Banken und weitere Kapitalgeber erläutert.
Der Beta-Faktor dient zur Ermittlung des systematischen Risikos im Rahmen des CAPM-Modells, um einen angemessenen Kapitalisierungszinssatz für die Unternehmensbewertung festzulegen.
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