Bachelorarbeit, 2019
84 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Regulatorischer Fokus
2.1.1 Charakteristika von Promotions- und Präventionsfokus
2.1.2 Verhältnis von Promotions- und Präventionsfokus
2.1.3 Prädiktoren von Promotions- und Präventionsfokus
2.1.4 Operationalisierung des chronischen regulatorischen Fokus
2.1.5 Regulatorischer Fokus und Leistung
2.1.6 Regulatory Fit und Leistung
2.2 Stress
2.2.1 Challenge-Hindrance Stressor Framework
2.2.2 Challenge Stressoren und Leistung
2.2.3 Zeitdruck als Challenge Stressor
2.3 Regulatorischer Fokus, Stressoren und Leistung
3 Fragestellung und Hypothesen
3.1 Fragestellung
3.2 Hypothesen
4 Methode
4.1 Stichprobe
4.2 Design der Untersuchung
4.3 Messinstrumente bzw. verwendete Materialien und Apparatur
4.3.1 Regulatorischer Fokus
4.3.2 Leistung
4.3.3 Zeitdruck
4.3.4 Demografische Daten
4.3.5 Apparatur
4.4 Ablauf der Untersuchung
4.5 Auswertungsstrategie
5 Ergebnisse
5.1 Vorbereitende Datenauswertungen und deskriptive Analysen
5.2 Prüfung der Hypothesen
6 Diskussion
6.1 Zusammenfassung und Interpretation
6.2 Einschränkungen der Untersuchung
6.3 Implikationen für Forschung und Praxis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen des regulatorischen Fokus (Promotions- vs. Präventionsfokus) auf die Leistung bei der Bearbeitung von Anagrammaufgaben unter variierenden Zeitdruckbedingungen. Ziel ist es zu analysieren, ob der regulatorische Fokus als psychologisches Konstrukt Leistungsunterschiede erklären kann und inwieweit Zeitdruck als Challenge Stressor diese Beziehung moderiert.
2.1.5 Regulatorischer Fokus und Leistung
Über die herausgestellten Charakteristika von Promotions- und Präventionsfokus hinaus, beschäftigte sich die bisherige Forschung mit einzigartigen Beziehungen zu Leistungsaspekten. Laut Higgins (2001) bringen sowohl Promotions- als auch Präventionsfokus die Motivation mit sich, Aufgabenziele zu erreichen. Jedoch unterscheiden sich die motivationalen Orientierungen in der Strategie zur Zielerreichung und im Umgang mit Hindernissen im Laufe dieses Prozesses. Um bestimmte Aufgabenziele zu erreichen, werden im Promotionsfokus positive Ergebnisse maximiert und im Präventionsfokus negative Ergebnisse minimiert (Higgins et al., 1994). Promotionsfokussierte Personen orientieren sich bei der Annäherung an Ziele an Fortschritt, Wachstum und Selbstverwirklichung, wohingegen die Aufmerksamkeit im Präventionsfokus verstärkt auf Genauigkeit, Fehlerfreiheit und die Einhaltung von Vorschriften gerichtet ist (Förster et al., 1998; Higgins, 1998). Welcher regulatorische Fokus mit der jeweiligen Zielerreichungsstrategie vorteilhaft ist, hängt laut Wallace und Chen (2006) und Byron et al. (2018) von der jeweiligen Situation bzw. den spezifischen Anforderungen ab, denn verschiedene Situationen erfordern unterschiedliche Strategien zum Umgang mit diesen. Da je nach regulatorischem Fokus bestimmte Strategien bevorzugt genutzt werden und diese mehr oder weniger zu Situationen bzw. Anforderungen passen, wird demnach angenommen, dass auf Basis des regulatorischen Fokus Leistungsunterschiede begründet werden können (Higgins, 1997, 2000; Lanaj et al., 2012; Wallace et al., 2006). Ist es beispielsweise besonders bedeutsam, ein Zeitlimit einzuhalten, so sind Strategien des Promotionsfokus geeignet, da diese eher dazu führen, dass zur Zielerreichung eine größere Menge an Arbeit schneller erledigt wird. Stattdessen ist ein Präventionsfokus mit erhöhter Aufmerksamkeit auf Genauigkeit und Vorschriften beispielsweise vorteilhaft, wenn mit gefährlichen Substanzen gearbeitet wird (Wallace & Chen, 2006).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Untersuchung von Stressoren im Arbeitsalltag ein und verknüpft die Regulationsfokustheorie mit dem Challenge-Hindrance Stressor Framework.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des regulatorischen Fokus, des Stresskonstrukts sowie deren gemeinsamer Einfluss auf die Leistung.
3 Fragestellung und Hypothesen: Hier werden basierend auf dem Forschungsstand die Forschungsfrage sowie die neun spezifischen Hypothesen der Untersuchung hergeleitet.
4 Methode: Das Kapitel beschreibt das experimentelle Design, die Stichprobe der Studierenden, die eingesetzten Messinstrumente (GRFM) sowie den Ablauf der Anagrammaufgabe.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die deskriptiven Analysen und die statistische Prüfung der Hypothesen mittels Regressionsanalysen, die keine signifikanten Haupteffekte oder Moderationen fanden.
6 Diskussion: Die Diskussion interpretiert die abweichenden Befunde, beleuchtet die Limitationen der Laborstudie und zeigt Implikationen für die zukünftige Forschung auf.
Regulatorischer Fokus, Promotionsfokus, Präventionsfokus, Zeitdruck, Challenge Stressor, Leistung, Anagrammaufgabe, Regulatory Fit, Moderationsanalyse, Arbeitsleistung, Stress, Selbstregulation, Motivationspsychologie, Arbeitspsychologie, Experiment
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Menschen mit unterschiedlichen regulatorischen Schwerpunkten – also unterschiedlichen Arten der Selbstregulation – bei der Arbeit unterschiedlich auf Stressoren, insbesondere Zeitdruck, reagieren und wie sich dies auf ihre Leistung auswirkt.
Die Arbeit verknüpft die psychologische Regulationsfokustheorie (Promotions- vs. Präventionsfokus) mit dem Arbeitsstress-Modell (Challenge-Hindrance Stressor Framework) und untersucht deren gemeinsames Zusammenspiel bei der Erbringung von Aufgabenleistungen.
Ziel der Arbeit ist es zu untersuchen, ob Leistungsunterschiede bei der Anagrammbearbeitung durch den chronischen Promotions- und Präventionsfokus erklärt werden können und ob diese Zusammenhänge durch experimentell induzierten Zeitdruck moderiert werden.
Es wurde ein experimentelles Labor-Untersuchungsdesign mit 99 Probanden durchgeführt. Die Daten wurden mittels multipler Regressionsanalysen (unter Verwendung des SPSS-Makros PROCESS von Andrew Hayes) ausgewertet.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende theoretische Aufarbeitung des regulatorischen Fokus und von Stressoren, die Ableitung von Hypothesen, die detaillierte Beschreibung der experimentellen Methode sowie die umfassende Darstellung und Diskussion der Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen regulatorischer Fokus, Zeitdruck, Challenge Stressor, Anagrammaufgabe, Leistung, Regulatory Fit und Moderationsanalyse.
Der chronische regulatorische Fokus wurde mithilfe der deutschen Übersetzung des „General Regulatory Focus Measure“ (GRFM) von Lockwood et al. (2002) durch Keller und Bless (2006) erhoben.
Die Autorin diskutiert hierzu verschiedene Gründe, wie etwa eine mögliche alltagsferne Gestaltung des Experiments, eine nicht ausreichende Beanspruchung kognitiver Ressourcen oder die Möglichkeit, dass sich die Versuchspersonen situativ anders verhielten als durch ihre chronische Disposition vorhergesagt.
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