Bachelorarbeit, 2021
52 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Sterbebegleitung
2.1 Differenzierung unterschiedlicher Hospizformen und Palliativarbeit
2.2 Geschichtliche Entwicklung
2.3 Umgang mit Sterben und Krankheit in der Gesellschaft
2.4 Aufgabe & Haltung der Sozialarbeit in der Sterbebegleitung
2.4.1 Psychosoziale Beratung & Begleitung
2.4.2 Finanzierung & Sozialrechtliche Aspekte
2.4.3 Trauerarbeit
3. Sterbehilfe
3.1 Rechtliche Lage in Deutschland
3.1.1 Rechtliche Lage in den Niederlanden
3.1.2 Rechtliche Lage in der Schweiz
3.2 Formen der Sterbehilfe
3.2.1 Aktive Sterbehilfe
3.2.2 Passive Sterbehilfe
3.2.3 Indirekte Sterbehilfe
3.2.4 Assistierter Suizid
3.3 Möglichkeiten der Willensbekundung des Patienten
3.4 Pro und Contra Perspektiven
4. Methodik
5. Ergebnisse & Diskussion
6. Fazit & Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Perspektiven für progredient erkrankte Menschen am Lebensende, wobei der Fokus auf der Abgrenzung zwischen Sterbebegleitung und Sterbehilfe sowie der Rolle der Sozialen Arbeit liegt.
2. Sterbebegleitung
Zunächst soll der Begriff Sterbebegleitung definiert und näher bestimmt werden, um diesen von dem Begriff der Sterbehilfe in Kapitel 3 abzugrenzen. Im Verlauf der Arbeit werden diese Begriffe gesondert behandelt, um auf die besonderen Merkmale dieser gezielt eingehen zu können.
Der Begriff Sterbebegleitung lässt sich unter dem Oberbegriff der Palliative Care einordnen und beschreibt einzelne Aspekte der Versorgung von Menschen am Lebensende (vgl. Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V., o.J., o.S.).
„Palliative care is a crucial part of integrated, people-centred health services. Relieving serious health-related suffering, be it physical, psychological, social, or spiritual, is a global ethical responsibility. Thus, whether the cause of suffering is cardiovascular disease, cancer, major organ failure, drug-resistant tuberculosis, severe burns, end-stage chronic illness, acute trauma, extreme birth prematurity or extreme frailty of old age, palliative care may be needed and has to be available at all levels of care.“ (World Health Organization, 2021, o.S.). Laut Definition der World Health Organization umfasst Palliativ Care alle Maßnahmen, die lebensbegrenzt Erkrankten eine weiterhin bestmögliche Lebensqualität bis zum Sterben ermöglichen sollen. Diese umfasst die Beratung, Pflege und Betreuung dieser Patienten. Der Begriff Palliativ Care stammt aus dem lateinischen Wort „Pallium“ welches übersetzt „ummanteln, umsorgen“ bedeutet. Palliativ Care ist also ein ganzheitlicher Ansatz und richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen des erkrankten Menschen auf sozialer, spiritueller und psychischer sowie körperlicher Ebene und geht auf krankheitsbedingte Beschwerden ein (vgl. Kulbe, 2010, S.16). Der Grundgedanke der Sterbebegleitung ist es, Menschen ein sicheres Umfeld für die letzte Lebenszeit zu schaffen und die Angst vor einem unwürdigen Sterben, welches sich aus den immer weiter voranschreitenden lebenserhaltenden Maßnahmen der Medizin ergeben kann, zu nehmen. Die persönlichen Wünsche des Sterbenden sollen im Mittelpunkt stehen, der sogenannte high-in-person-low-tech Ansatz wird verfolgt (vgl. Rothhaar, 2020, S.277). Mit diesem Ansatz wird sich gezielter auf das Individuum konzentriert als auf technisierte, lebenserhaltende Maßnahmen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik Sterben und Tod ein und erläutert die Relevanz der Abgrenzung von Sterbebegleitung und Sterbehilfe in einer alternden Gesellschaft.
2. Sterbebegleitung: Dieses Kapitel definiert Sterbebegleitung als Teil der Palliative Care und erörtert die verschiedenen Hospizformen sowie die Rolle der Sozialen Arbeit.
3. Sterbehilfe: In diesem Kapitel werden die Formen der Sterbehilfe, die aktuelle Rechtslage in Deutschland und benachbarten Ländern sowie ethische Perspektiven diskutiert.
4. Methodik: Hier wird das Vorgehen der qualitativen Literaturanalyse beschrieben, um den Forschungsstand systematisch zu erfassen und die Forschungsfrage zu beantworten.
5. Ergebnisse & Diskussion: Dieses Kapitel fasst die Forschungsergebnisse zusammen und diskutiert die Erkenntnisse hinsichtlich der Abgrenzung der Konzepte und der Herausforderungen für die Soziale Arbeit.
6. Fazit & Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Sterbehilfegesetzes und die Rolle der Profession.
Sterbebegleitung, Sterbehilfe, Palliative Care, Hospizarbeit, Soziale Arbeit, Patientenautonomie, Patientenverfügung, Trauerarbeit, Lebensende, Selbstbestimmung, Würde, Menschenwürde, Suizidhilfe, psychosoziale Beratung, Palliativmedizin
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Sterbebegleitung im Kontrast zur Sterbehilfe und analysiert die Möglichkeiten für schwer bzw. progredient erkrankte Menschen am Lebensende.
Die zentralen Felder sind die verschiedenen Hospiz- und Palliativangebote, die rechtliche Situation der Sterbehilfe, die Bedeutung von Patientenverfügungen und die spezifische Rolle der Sozialen Arbeit in diesen Prozessen.
Ziel der Arbeit ist es, die Möglichkeiten und Perspektiven für progredient erkrankte Menschen am Lebensende aufzuzeigen und dabei die Bereiche Sterbebegleitung und Sterbehilfe wissenschaftlich voneinander abzugrenzen.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Literaturanalyse, bei der deduktiv vorgegangen wurde, um den aktuellen Forschungsstand systematisch zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Sterbebegleitung, die Analyse der rechtlichen Lage der Sterbehilfe in verschiedenen Ländern sowie die Diskussion über Willensbekundungen und die ethische Bewertung der Pro- und Contra-Perspektiven.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Sterbebegleitung, Palliative Care, Patientenautonomie, Selbstbestimmtes Sterben und Soziale Arbeit in der Hospizversorgung.
Während in Deutschland die aktive Sterbehilfe verboten ist, ist in den Niederlanden die Lebensbeendigung auf Verlangen unter strikten gesetzlichen Voraussetzungen für Ärzte straffrei.
Die Patientenverfügung wird als zentrales Instrument für die Wahrung der Patientenautonomie angesehen, da sie dem Individuum ermöglicht, schon frühzeitig und vorsorglich den eigenen Willen für das Lebensende festzulegen.
Dies ist ein Ansatz in der Sterbebegleitung, bei dem das Individuum und seine persönlichen Wünsche in den Mittelpunkt gestellt werden, statt sich primär auf medizinisch-technische Maßnahmen zur Lebensverlängerung zu konzentrieren.
Für Kinder und Jugendliche stellt der Verlust eines Elternteils eine massive entwicklungspsychologische Herausforderung dar; eine frühzeitige Begleitung ist notwendig, um die soziale Isolation zu verhindern und die Entwicklung psychischer Störungen präventiv abzuwenden.
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