Diplomarbeit, 2007
401 Seiten, Note: 1,0
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
1.1 Fragestellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau und Vorgehensweise
2. Selbstdarstellung im Web 2.0
2.1 Selbstdarstellung der eigenen Persönlichkeit
2.1.1 Definition Selbstdarstellung
2.1.2 Selbstdarstellung – Was bedeutet „Selbst“ überhaupt?
2.1.3 Selbstdarstellung – Ein Versuch mit ungewissem Ausgang
2.1.4 Selbstdarstellung – Wie ist sie ausgerichtet?
2.1.5 Selbstdarstellung – Welchen Werkzeugen bedient sie sich?
2.1.6 Impressionsmanagement
2.2 Buzzword Web 2.0
2.2.1 Definition Web 2.0
2.2.2 Abgrenzung zu Web 1.0
2.2.3 Web 2.0 – Eine zweite Internet-Revolution?
2.2.4 Kritik am Web 2.0
2.3 Das Web 2.0 und seine Auswirkung auf die Selbstdarstellung
3. Plattformen der Selbstdarstellung im Web 2.0
3.1 Social-Networking-Plattformen im engeren Sinn
3.1.1 Berufliche Networking-Plattformen
3.1.2 Studentische Networking-Plattformen
3.1.3 Schulische Networking-Plattformen
3.1.4 Private Networking-Plattformen
3.2 Weitere Social-Software-Anwendungen
3.2.1 Videoplattformen
3.2.2 Fotoplattformen
3.2.3 Social Bookmarking
4. Internetnutzung in Deutschland
4.1 Aktuelle Statistiken zur Internet- und Web-2.0-Nutzung in Deutschland
4.1.1 Soziodemographische Merkmale
4.1.2 Aufgerufene Inhalte und Onlineanwendungen
4.1.3 Verweildauer der Nutzer im Internet
4.2 Web 1.0 vs. Web 2.0 – Technische Weiterentwicklung erleichtert die Selbstdarstellung im Internet
4.2.1 Einfache Bedienbarkeit der Selbstdarstellungswerkzeuge
4.2.2 Verbesserte technische Voraussetzungen beim User selbst
4.2.3 Vielfältiges Angebot an Selbstdarstellungsplattformen
4.2.4 Sinkende Internet-Nutzungskosten
5. Weblogs und studiVZ als Varianten studentischer Selbstdarstellung im Web 2.0
5.1 Methode
5.2 Beschreibung der Untersuchungsgegenstände
5.2.1 Weblogs – Tagebücher im World Wide Web
5.2.2 studiVZ – Studentisches Networking in Deutschland
6. Motive studentischer Selbstdarstellung im Web 2.0
6.1 Grundlegende Merkmale der Nutzung von studiVZ und Weblogs
6.1.1 Ergebnisse der studiVZ-Mitgliederinterviews
6.1.2 Ergebnisse der studentischen Blogger-Interviews
6.2 Informationsmanagement
6.2.1 Definition des Begriffs Informationsmanagement
6.2.2 Ergebnisse der studiVZ-Mitgliederinterviews
6.2.3 Ergebnisse der studentischen Blogger-Interviews
6.3 Identitätsmanagement
6.3.1 Definition des Begriffs Identitätsmanagement
6.3.2 Ergebnisse der studiVZ-Mitgliederinterviews
6.3.3 Ergebnisse der studentischen Blogger-Interviews
6.4 Beziehungsmanagement
6.4.1 Definition des Begriffs Beziehungsmanagement
6.4.2 Ergebnisse der studiVZ-Mitgliederinterviews
6.4.3 Ergebnisse der studentischen Blogger-Interviews
7. Verweigerung studentischer Selbstdarstellung im Web 2.0
7.1 Ergebnisse der Interviews mit studiVZ-Verweigerern
7.2 Ergebnisse der Interviews mit Weblog-Verweigerern
7.3 Interpretation der Aussagen
8. Konsequenzen studentischer Selbstdarstellung im Web 2.0
8.1 Individuelle Konsequenzen
8.1.1 Gläserner Bürger 2.0
8.1.2 Gefahr durch Datenmissbrauch
8.1.3 Gefahr durch Täuschung
8.1.4 Nutzung von Selbstdarstellungsplattformen erfordert erhöhten Zeitaufwand
8.1.5 Erlernen und Verbessern bestimmter Fertigkeiten
8.1.6 Aufbau und Pflege sozialer Beziehungen
8.2 Gesellschaftliche Konsequenzen
8.2.1 Bereitstellung von Sozialkapital
8.2.2 Social-Software-Anwendungen setzen gesellschaftliche Standards
8.3 Berufliche Konsequenzen
8.4 Interpersonale Konsequenzen
8.5 Rechtliche Konsequenzen
8.5.1 Persönlichkeitsschutz
8.5.2 Urheberrechtsschutz
8.5.3 Fälle von Rechtsverletzungen
8.6 Wirtschaftliche Konsequenzen
9. Schlussbemerkung
Diese Diplomarbeit untersucht die Motive und Nutzungsweisen studentischer Selbstdarstellung im Web 2.0 sowie die daraus resultierenden Konsequenzen. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, welche Beweggründe Studenten zur Nutzung von Plattformen wie studiVZ oder Weblogs veranlassen, inwiefern sie sich der möglichen Auswirkungen ihres Handelns bewusst sind und ob eine kritische Hinterfragung dieser Anwendungen gerechtfertigt ist.
2.1 Selbstdarstellung der eigenen Persönlichkeit
Der erste Eindruck ist nicht zwangsläufig der richtige, jedoch ist er entscheidend. In den ersten Augenblicken einer Begegnung spüren wir, ob uns der Gegenüber sympathisch ist oder nicht. Nur sehr zögerlich sind wir später bereit unser Anfangsurteil zu revidieren. In Situationen wie beispielsweise einem Vorstellungsgespräch oder bei einem Flirt kommt dem ersten Eindruck eine noch höhere Bedeutung zu, entscheidet dieser doch meist vollständig über den weiteren Verlauf. Kann ein Bewerber den Personalchef nicht von sich überzeugen, wird er die Stelle ebenso wenig bekommen wie ein Mann die von ihm gewünschte Aufmerksamkeit seiner Flirtpartnerin.
Versuchen wir daher wirklich „nur“ ein Abbild unseres faktischen Selbstbildes zu offenbaren oder reagieren wir übermotiviert und präsentieren eine überzogene Darstellung unseres „Ichs“, nur um unserem Gegenüber zu imponieren?
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Nutzungsmotive studentischer Selbstdarstellung im Web 2.0 und untersucht kritisch die daraus resultierenden Konsequenzen für die Anwender.
2. Selbstdarstellung im Web 2.0: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Grundlagen der Selbstdarstellung und definiert das Web 2.0 als einen soziotechnischen Paradigmenwechsel, der die Selbstdarstellung modernisiert.
3. Plattformen der Selbstdarstellung im Web 2.0: Es erfolgt eine Übersicht und Systematisierung verschiedener Social-Software-Anwendungen, wobei Plattformen wie studiVZ, Weblogs und Fotodienste hinsichtlich ihrer Funktion zur Selbstdarstellung vorgestellt werden.
4. Internetnutzung in Deutschland: Hier wird der Status quo der Internetnutzung in Deutschland analysiert und der Einfluss technischer Entwicklungen auf die Möglichkeiten der digitalen Selbstdarstellung aufgezeigt.
5. Weblogs und studiVZ als Varianten studentischer Selbstdarstellung im Web 2.0: Dieser Abschnitt beschreibt die methodische Vorgehensweise der durchgeführten Interviews sowie die spezifischen Merkmale der untersuchten Plattformen studiVZ und Weblogs.
6. Motive studentischer Selbstdarstellung im Web 2.0: Das Kapitel wertet die Interviews hinsichtlich der drei Handlungskomponenten Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement aus und analysiert die Beweggründe der Nutzer.
7. Verweigerung studentischer Selbstdarstellung im Web 2.0: Hier werden die Gründe untersucht, warum bestimmte Studenten bewusst auf eine aktive Teilnahme an Social-Software-Plattformen verzichten.
8. Konsequenzen studentischer Selbstdarstellung im Web 2.0: Das Kapitel diskutiert die individuellen, gesellschaftlichen, rechtlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen, einschließlich Gefahren wie Datenmissbrauch, Täuschung und Identitätsdiebstahl.
9. Schlussbemerkung: Der Autor fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Selbstdarstellung im Internet.
Selbstdarstellung, Web 2.0, studiVZ, Weblogs, Identitätsmanagement, Beziehungsmanagement, Informationsmanagement, soziale Netzwerke, Social Software, Privatsphäre, Datenschutz, Internetnutzung, Online-Tagebuch, Nutzeraktivität, Medienmanagement.
Die Diplomarbeit untersucht, wie Studenten ihre Persönlichkeit im Internet präsentieren und welche Beweggründe sowie möglichen negativen Konsequenzen dieses Verhalten hat.
Die Schwerpunkte liegen auf den Konzepten der Selbstdarstellung, dem Web 2.0, verschiedenen Social-Software-Plattformen sowie den daraus entstehenden individuellen und gesellschaftlichen Risiken.
Das Ziel ist es, die Motive studentischer Nutzer von Plattformen wie studiVZ und Weblogs zu erforschen und das Bewusstsein für die Konsequenzen, wie z.B. den gläsernen Bürger 2.0, kritisch zu beleuchten.
Der Autor führt leitfadengestützte Interviews mit 40 Studenten durch, die in Nutzer (studiVZ und Blogger) sowie Verweigerer dieser Plattformen unterteilt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Begriffe, die Beschreibung der Plattformen, eine detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse (unterteilt in Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement) sowie eine Analyse der möglichen Konsequenzen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Selbstdarstellung, Web 2.0, Identitätsmanagement, Datenschutz, Privatsphäre und studiVZ aus.
Die meisten befragten studiVZ-Nutzer schätzen die Plattform als Instrument zur Kontaktpflege und für schnelle Informationen, sind sich jedoch teilweise der Risiken hinsichtlich Datenschutz und möglicher negativer Folgen für die berufliche Karriere bewusst.
Weblogs dienen den befragten Autoren primär als persönliches Tagebuch zur Dokumentation ihres Lebens, besonders während Auslandsaufenthalten, wobei sie auch als Ausdruck der eigenen Meinung und zur Kontaktpflege zu engen Freunden genutzt werden.
Das Bewusstsein variiert stark: Während einige Nutzer sehr vorsichtig agieren und ihre Profile stark einschränken, nehmen andere die Risiken für den sozialen Mehrwert oder aus einer gewissen Naivität heraus in Kauf.
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