Bachelorarbeit, 2021
79 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
II. Theorieteil
1. Klärung relevanter Begrifflichkeiten
1.1 Zum Begriff der Erwachsenenbildung
1.2 Zu den Begriffen der Onlineveranstaltung und des Workshops
2. Aktueller Forschungsstand zu den Merkmalen des Lernens von Erwachsenen
2.1 Das Prinzip der Teilnehmerorientierung
2.2 Besonderheiten des Lernens im Erwachsenenalter
2.3 Das Prinzip der Bildung für alle
2.4 Aktuelle Trends in der Erwachsenenbildung
2.4.1 Der Trend der Digitalisierung in der Erwachsenenbildung
2.4.2 Das Konzept des lebenslangen Lernens
3. Forschungsstand der Merkmale von Onlineveranstaltungen in der Erwachsenenbildung
3.1 Das Spezifische des digitalen Lernens
3.2 Voraussetzungen der Leiter und Teilnehmer digitaler Bildungsveranstaltungen
3.3 Methoden des Onlinelernens
4. Forschungsstand zu Chancen und Herausforderungen digitalen Veranstaltungen
4.1 Chancen digitaler Veranstaltungen der Erwachsenenbildung
4.2 Herausforderungen digitaler Veranstaltungen der Erwachsenenbildung
III. Empirischer Teil
5. Methode und Datenerhebung
5.1 Wahl der Erhebungsmethode
5.2 Wahl der Stichprobe
5.3 Wahl des Auswertungsverfahrens
5.4 Entwicklung der Kategorien und des dazugehörigen Kodierleitfadens
5.5 Entwicklung des Interviewleitfadens
6. Darstellung der Ergebnisse
7. Diskussion der Ergebnisse
7.1 Ergebnisdiskussion der Gesamtstichprobe
7.2 Kritische Methodenreflexion
IV. Fazit und Ausblick
Die Bachelorarbeit untersucht empirisch die Chancen und Herausforderungen bei der Durchführung von Onlineveranstaltungen in der Erwachsenenbildung, am Beispiel der Workshopleiter der Freikirche ICF München.
3.1 Das Spezifische des digitalen Lernens
Steffi Robak stellt fest, dass die digitale Transformation aktuell einen gesellschaftlichen Wandel darstellt. Durch einen Umbruch in der Generierung von Werten und Bedeutungen wird durch die Digitalisierung auch die Kultur verändert. Da beinahe jedes Individuum digitale Medien nutzt, kann fast jeder die Kultur, beispielsweise durch das Teilen und Weiterleiten bestimmter Inhalte aus dem Internet, mitgestalten (vgl. Robak 2020, S. 45). Dieser Einfluss des Digitalen sollte auch beim Onlinelernen berücksichtigt werden.
Ein Merkmal digitalen Lernens während der Corona-Krise ist die Veränderung sozialer Strukturen durch das Ausbleiben physischer Kontakte zu den Mitlernern (vgl. Clemens, Stegbauer 2020, S. 2). Anstelle eines Kursraumes nehmen die Teilnehmer beim digitalen Lernen meist von der eigenen Wohnung aus teil. Es erfolgt eine Verschiebung in den privaten Raum, in dem nicht für alle Kursteilnehmer dieselben Bedingungen zum Lernen gegeben sind. Beispielsweise verfügen manche nicht über die zum Lernen erforderliche Technik (vgl. Arnold 2020, S. 200).
Iris Clemens und Julia Thibaut stellen fest, dass sich beim digitalen Lernen in Gruppen auch bestimmte Verhaltenskulturen bilden können. Zum Beispiel kann es in der Onlinelehre über eine Videokonferenz zur Kultur werden, die eigene Kamera an- oder auszuschalten. Dies hat meist einen großen Einfluss auf die Lehrperson, die dann beispielsweise spricht, aber keine Zuhörer mehr sieht. Gleichzeitig kann sich über die meist vorhandene Chat-Funktion bei digitalen Lehrveranstaltungen eine parallele Form der Kommunikation ergeben, durch die sich die Teilnehmer über Lerninhalte, aber auch inhaltsferne Themen austauschen können (vgl. Clemens, Thibaut 2020, S. 134).
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Digitalisierungsschub durch die Corona-Pandemie und leitet die Forschungsfrage zu den Chancen und Herausforderungen in der Erwachsenenbildung ab.
II. Theorieteil: Dieser Teil klärt Begriffe sowie den Forschungsstand zu Merkmalen des Lernens Erwachsener und digitaler Lernformate.
1. Klärung relevanter Begrifflichkeiten: Definition und Abgrenzung der zentralen Begriffe Erwachsenenbildung, Onlineveranstaltung und Workshop im Kontext der untersuchten Freikirche.
2. Aktueller Forschungsstand zu den Merkmalen des Lernens von Erwachsenen: Diskussion grundlegender Prinzipien wie Teilnehmerorientierung, Bildung für alle und aktuelle Trends wie Digitalisierung.
3. Forschungsstand der Merkmale von Onlineveranstaltungen in der Erwachsenenbildung: Untersuchung der Spezifika digitalen Lernens, notwendiger Voraussetzungen und gängiger Methoden der Onlinelehre.
4. Forschungsstand zu Chancen und Herausforderungen digitalen Veranstaltungen: Systematische Darstellung theoretischer Erkenntnisse zu den Vor- und Nachteilen digitaler Bildungsangebote.
III. Empirischer Teil: Detaillierte Beschreibung des qualitativen Forschungsdesigns mittels Experteninterviews und deren Auswertung durch strukturierende Inhaltsanalyse.
5. Methode und Datenerhebung: Begründung der Wahl qualitativer Experteninterviews und Darstellung des Mayring-Ablaufmodells für die Analyse.
6. Darstellung der Ergebnisse: Aufbereitung der empirischen Daten in Kategorien und Ausprägungen zur Beantwortung der Leitfrage.
7. Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion und Interpretation der empirischen Befunde unter Einbezug der theoretischen Literatur sowie methodische Gütekriterien.
IV. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen hybrider Lernkonzepte.
Erwachsenenbildung, Onlineveranstaltung, Digitalisierung, Workshop, Teilnehmerorientierung, Lebenslanges Lernen, Experteninterview, Qualitative Inhaltsanalyse, ICF München, E-Learning, Zoom, Digitale Kompetenz, Didaktik, Corona-Pandemie, Hybrid-Modell.
Die Arbeit untersucht die Chancen und Herausforderungen, die bei der Durchführung von Onlineveranstaltungen in der Erwachsenenbildung auftreten, basierend auf einer empirischen Untersuchung in der Freikirche ICF München.
Zentrale Themen sind die Teilnehmerorientierung im digitalen Raum, die Besonderheiten des Lernens Erwachsener, technische Voraussetzungen sowie die Vor- und Nachteile der Digitalisierung für Bildungseinrichtungen.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage: "Welche Chancen und Herausforderungen gibt es bei der Durchführung von Onlineveranstaltungen in der Erwachsenenbildung?"
Die Autorin wählte einen qualitativen Forschungsansatz mittels leitfadengestützter Experteninterviews und wertete diese nach der strukturierenden Inhaltsanalyse von Philipp Mayring aus.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden Theorieteil zum aktuellen Forschungsstand und einen empirischen Teil, in dem die Ergebnisse der Experteninterviews dargestellt und diskutiert werden.
Wichtige Begriffe sind Erwachsenenbildung, Onlineveranstaltungen, Digitalisierung, Teilnehmerorientierung, empirische Untersuchung und didaktische Transformation.
Die ICF München dient als repräsentatives Fallbeispiel, da sie während der Corona-Pandemie ihre Workshop-Formate kurzfristig von Präsenz auf Online-Betrieb umstellen musste.
Die Befragten bewerten Breakoutsessions überwiegend positiv, da sie essenziell sind, um in größeren Gruppen einen persönlichen Austausch und interaktives Lernen zu ermöglichen.
Die Experten betonen, dass die soziale Interaktion, informeller Austausch in Pausen und die Gruppendynamik online nur schwer in der gleichen Intensität abgebildet werden können wie in Präsenzveranstaltungen.
Beide Probanden beabsichtigen, zukünftig hybride Modelle zu nutzen, um die Vorteile der Ortsunabhängigkeit digitaler Formate mit der sozialen Tiefe physischer Treffen zu verbinden.
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