Diplomarbeit, 2006
73 Seiten, Note: 1,85
1. Einführung
1.1 Hinleitung zum Thema
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen der Marke und Markenführung
2.1 Markenrelevanz und Markenverständnis
2.2 Herausforderungen an die Markenführung
2.2.1 Produkt und Markenvielfalt
2.2.2 Problem der Markengleichheit
2.2.3 Informationsüberlastung der Konsumenten
2.3 Ziele der Markenführung
2.4 Nutzen der Marke
2.4.1 Kundenorientierte Sichtweise
2.4.2 Anbieterorientierte Sichtweise
2.5 Identitätsorientierte Perspektive der Markenführung
2.5.1 Markenidentität als Ausgangspunkt zur Markenpositionierung
2.5.2 Markenimage als Erfolgsfaktor der Markenpositionierung
2.6 Zusammenfassung
3. Audio Branding als interdisziplinärer Ansatz
3.1 Menschliche Wahrnehmung
3.2 Auditive Wahrnehmung
3.2.1 Auditive Reize – Vom Schall über den Ton zur Musik
3.2.2 Psychologische Wirkung
3.2.3 Selektive Wahrnehmung
3.3 Musik als soziologisches Phänomen – Potentiale für die Werbung
3.4 Funktionen der Musik in der Werbung
3.5 Zusammenfassung
4. Audio Branding als integrativer Bestanteil der Markenführung
4.1 Was ist Audio Branding
4.2 Strategische Ziel des Audio Branding
4.3 Elemente des Audio Brandings
4.3.1 Audio Logo
4.3.2 Jingle
4.3.3 Werbelied
4.3.4 Hintergrundmusik
4.4 Werbewirkungsmodelle als Basis für den Audio Branding Prozess
4.5 Audio Branding Prozess
4.5.1 Brand Identity
4.5.2 Acoustic Transfer Interface
4.5.3 Sound Identity
4.5.4 Transformation
4.6 Einsatzmöglichkeiten des Audio Brandings
4.7 Kritische Würdigung – Grenzen
4.8 Zusammenfassung
5. Schlussbetrachtung
Ziel dieser Arbeit ist es, eine Einführung in die Theorie der Markenführung zu geben und diese mit der gezielten akustischen Markenkommunikation zu verknüpfen. Dabei wird untersucht, wie Audio Branding als ganzheitlicher, strukturierter Ansatz Marken dabei unterstützt, sich in gesättigten Märkten durch ein differenziertes Profil und eine emotionale Ansprache vom Wettbewerb abzuheben.
4.1 Was ist Audio Branding
Aufgrund der Tatsache, dass Audio Branding einen neuen Ansatz im Bereich der Markenkommunikation darstellt, hat sich noch keine allgemein anerkannte Bezeichnung durchsetzen können. Der Begriff ist weder in der Literatur hinreichend dokumentiert, noch hat er sich in der Praxis fest eingebürgert. So werden Bezeichnungen wie Sonic Branding, Sound Branding oder auch Acoustic Branding oft als Synonym für den Begriff Audio Branding verwendet. Er setzt sich aus den Komponenten „Audio“ und „Branding“ zusammen. Audio (lat. ich höre, von audire hören) steht hierbei als Oberbegriff für alle absichtsvollen, durch den Menschen erzeugten oder festgehaltenen Schallereignisse (Musik, Klänge, Sprache, Geräusche). Dabei geht es um den gezielten Einsatz dieser über das Gehör wahrgenommen auditiven Reize, um bestimmte Wirkungen zu erzielen.
Der Begriff des Branding geht wahrscheinlich auf nordamerikanische Siedler zurück, die ihre Rinder zur Kennzeichnung brandmarkten. Durch diese Brandzeichen konnten ausgerissene Rinder wieder ihren Eigentümern zugeordnet werden. Aufgrund der geschichtlichen Prägung wird das Wort heutzutage innerhalb einschlägiger Marketingliteratur mit dem Themengebiet der Markenführung in Verbindung gebracht. Es gibt jedoch unterschiedliche Auffassungen darüber, was unter Branding und dem Vorgang des Branding im Marketing zu verstehen ist. In sehr engen Definitionen wird Branding als die bloße Namensgebung für ein Angebot gesehen. Weitergehende Definitionen verbinden damit die ganzheitliche und aufeinander abgestimmte Gestaltung der Elemente des Marketing Mix, um beim Verbraucher ein möglichst angenehmes, relevantes und differenziertes Bild der Marke zu erzeugen.
1. Einführung: Hinführung zum Thema Markenführung und Problemstellung der Reizüberflutung in heutigen Medienlandschaften sowie Darlegung des Aufbaus der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen der Marke und Markenführung: Erläuterung der Relevanz der Markenführung, der Ziele und des Nutzens der Marke für Anbieter und Kunden unter Berücksichtigung identitätsorientierter Ansätze.
3. Audio Branding als interdisziplinärer Ansatz: Analyse der menschlichen Wahrnehmung, insbesondere der auditiven Aspekte, sowie musikpsychologischer und soziologischer Potenziale für die Werbung.
4. Audio Branding als integrativer Bestanteil der Markenführung: Detaillierte Definition, Prozessbeschreibung und strategische Einordnung von Audio Branding inklusive der Analyse von Einsatzmöglichkeiten und kritischen Grenzen.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Haupterkenntnisse und Bewertung des zukünftigen Potenzials von Audio Branding als Element der Markenführung.
Audio Branding, Markenführung, Markenidentität, Markenimage, Acoustic Branding, Sound Identity, Musikpsychologie, auditive Wahrnehmung, Musical Fit, Werbewirkung, Markenkommunikation, Kundenbindung, Konsumgüterindustrie, Markenpositionierung, akustische Identität.
Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Thema Audio Branding als integrativen Bestandteil einer ganzheitlichen Markenführung, insbesondere in der Konsumgüterindustrie.
Die zentralen Felder sind die theoretischen Grundlagen der Marke, die interdisziplinären Aspekte der menschlichen Wahrnehmung von Musik sowie die methodische Umsetzung von Audio-Branding-Strategien.
Das Ziel ist es, ein Konzept zur Bewertung und Instrumentalisierung auditiver Werkzeuge in der Markenführung zu erarbeiten und die Möglichkeiten sowie Grenzen dieses Marketing-Tools aufzuzeigen.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung durch Literaturanalyse sowie die Einbeziehung von Experteninterviews mit Fachleuten aus dem Bereich Audio Consulting und Markenberatung.
Der Hauptteil behandelt die Definition von Audio Branding, die strategische Planung, die Entwicklung der Sound Identity sowie den praktischen Einsatz von Audio-Elementen wie Jingles, Audio-Logos und Hintergrundmusik.
Markenführung, Audio Branding, Markenidentität, Sound Identity und der "Musical Fit" sind die zentralen Begriffe, die diese Arbeit prägen.
Es beschreibt die notwendige Übereinstimmung zwischen der eingesetzten Musik und der Markenidentität, um Authentizität, Glaubwürdigkeit und eine kognitive Entlastung beim Konsumenten zu gewährleisten.
Weil bei unsachgemäßer oder unprofessioneller Umsetzung die Flut von akustischen Reizen als "auditive Umweltverschmutzung" wahrgenommen werden kann, was dem Markenimage schadet, anstatt es zu fördern.
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