Bachelorarbeit, 2007
45 Seiten, Note: 1
1. Der Utilitarismus
1.1 Einleitung
1.2 Definition und Erklärung von Utilitarismus
1.3 Die wichtigsten Arten des Utilitarismus
1.3.1 Der klassische Utilitarismus
1.3.2 Handlungs- & Regelutilitarismus:
1.3.3 Präferenzutilitarismus
1.3.4 Negativer Utilitarismus
1.3.5 Nutzensummen Utilitarismus
1.4 Kritiker und ihre Einwände
1.4.1 Vergleichbarkeit von Glückszuständen bzw. Leidenszuständen
1.4.2 Gleichheit und Gerechtigkeit
1.4.3 Das Recht des Einzelnen auf Glück in individualistischem Sinne
1.4.4 Allgemeine Kritik in Bezug auf akzeptierte Regierungsformen
1.4.5 Passivität versus Aktivität
1.4.6 Zum negativen Utilitarismus
1.4.7 Grenzen des Utilitarismus
2. Von menschlichen Stärken und Schwächen
2.1 Warum soll der Einzelne sein Handeln am Wohlergehen der Allgemeinheit ausrichten?
2.2 Machthunger ein Problem der Menschheit?
2.3 Utilitarismus und Globalisierung
3. Utilitaristisches Handeln in der Wirtschaft – ein Widerspruch?
3.1 Wirtschaftswachstum auf Kosten aller!
3.2 Wer übernimmt die soziale Verantwortung?
4. Der Utilitarismus und der Weltfrieden
4.1 Ist die Menschheit geeignet im Frieden miteinander zu leben?
4.2 Finden sich im Utilitarismus Lösungsvorschläge für einen Weltfrieden?
4.3 Lösungen einer neuen Weltordnung
Die Arbeit untersucht, ob der Utilitarismus als ethischer Rahmen geeignet ist, um die komplexen moralischen Herausforderungen in einer globalisierten Welt zu bewältigen. Die zentrale Forschungsfrage hinterfragt, ob durch utilitaristische Prinzipien Lösungen für ethische Probleme und den Weltfrieden entwickelt werden können, wobei besonders der Konflikt zwischen individuellem Nutzenstreben und dem Gemeinwohl im Kontext globaler wirtschaftlicher Strukturen beleuchtet wird.
1.3.1 Der klassische Utilitarismus
Nach der klassischen Formulierung Benthams gibt es nur ein positives Lusterlebnis (pleasure) und die beschriebene Nützlichkeit wird zum maßgeblichen Prinzip der Moral. Das Ideal dabei ist das allgemeine Wohlergehen der Gesellschaft. Mittels einer geforderten Nutzenkalkulation können Handlungsweisen auf ihre positiven oder negativen Folgen in Bezug auf die Allgemeinheit messbar gemacht werden, damit kann bestimmt werden, ob diese Handlungen zulässig oder unzulässig sind. Das Nutzenprinzip selbst wird so zur Bilanz von gesellschaftlichen Handlungsweisen. Nach Bentham können Handlungen wie folgt bemessen werden:
• Intensität des Lustgewinns
• Dauer und Grad des möglichen Lustgewinns
• Zeitliche und räumliche Nähe zur gesetzten Handlung
• Ob durch die gesetzte Handlung weitere Folgen zu erwarten sind (Sekundärfolgen)
Laut Bentham kann und soll so jede Handlung auf Zulässigkeit bzw. Unzulässigkeit rational selbst bewertet werden. Demnach entscheiden sich aufgeklärte Personen, solange ihnen die Folgen der Handlung auch tatsächlich bekannt sind, für das allgemeine Glück und stellen das individuelle Glück hinten an. Um aber tatsächlich Handlungen abwägen zu können, bedarf es eines Werteschemas. Die einzig zulässige Metrik für so ein Werteschema ist für Bentham „Lust vs. Unlust“ und „Glück vs. Schmerz“.
1. Der Utilitarismus: Einführung in die utilitaristische Lehre, ihre verschiedenen Ausprägungen und die wichtigsten Kritikpunkte, wie etwa die Vergleichbarkeit von Glückszuständen.
2. Von menschlichen Stärken und Schwächen: Untersuchung der menschlichen Natur, insbesondere des Egoismus und Machthungers, im Verhältnis zur Notwendigkeit gemeinschaftlicher Handlungsrichtlinien.
3. Utilitaristisches Handeln in der Wirtschaft – ein Widerspruch?: Kritische Betrachtung moderner Wirtschaftspraktiken und Konzerne, die den utilitaristischen Anspruch des allgemeinen Wohls zugunsten kurzfristiger Gewinne verletzen.
4. Der Utilitarismus und der Weltfrieden: Analyse, ob utilitaristische Ansätze und ein stärkerer Fokus auf Grundrechte zur Lösung globaler Konflikte und zur Sicherung des Weltfriedens beitragen können.
Utilitarismus, Globalisierung, Ethik, Nutzenkalkül, Menschenrechte, Gemeinwohl, Wirtschaftsethik, Weltfrieden, Handlungsutilitarismus, Regelutilitarismus, Machtstreben, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit, Egoismus, Demokratie
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit utilitaristischer Ethik auf die Herausforderungen einer zunehmend globalisierten Welt, in der wirtschaftliche Interessen oft mit ethischen Werten kollidieren.
Die Themen umfassen die Geschichte und Arten des Utilitarismus, die Analyse menschlicher Schwächen wie Machtstreben, die Kritik an modernen globalen Wirtschaftspraktiken sowie das Streben nach einer friedlicheren Weltordnung.
Die Forschungsfrage lautet, ob das utilitaristische Prinzip dazu beitragen kann, ethische Probleme in einer globalen Welt zu lösen, ohne dabei fundamentale Menschenrechte zu untergraben.
Die Arbeit basiert auf einer philosophischen und ethischen Diskursanalyse, die klassische utilitaristische Theorien (Bentham, Mill) auf aktuelle globale soziale und ökonomische Phänomene anwendet.
Der Hauptteil analysiert die utilitaristische Lehre, setzt sich mit deren Kritikern auseinander, untersucht das Spannungsfeld zwischen individuellem Egoismus und kollektivem Wohl und bewertet kritisch das Verhalten global agierender Konzerne.
Wichtige Schlüsselwörter sind Utilitarismus, Globalisierung, Ethik, Nutzenkalkül, Menschenrechte, Machtstreben und Weltfrieden.
Der Autor sieht in der heutigen globalen Wirtschaft einen scharfen Widerspruch zum Utilitarismus, da Konzerne häufig kurzfristige Profite über das allgemeine Wohlergehen und ökologische Nachhaltigkeit stellen.
Der Autor betont, dass Menschenrechte als Grundrechte der 1. Ordnung (unantastbar) unbedingt über utilitaristische Nutzenkalkulationen gestellt werden müssen, um Individuen vor staatlicher oder wirtschaftlicher Willkür zu schützen.
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