Diplomarbeit, 2008
86 Seiten, Note: 1,7
KAPITEL 1 Einleitung
KAPITEL 2 Übersetzung schriftsprachlicher Texte
2.1 Entwicklungs des Äquivalenzbegriffs
KAPITEL 3 Übersetzung audiovisueller Texte
3.1 Synchronisation vs. Untertitelung
3.1.1 Vorteile Synchronisation
3.1.2 Nachteile Synchronisation
3.1.3 Vorteile Untertitelung
3.1.4 Nachteile Untertitelung
3.2 Synchronisation
3.3 Unterschiedliche Arten von Synchronität
3.3.1 Lippensynchronität
3.3.2 Gestensynchronität
3.4 Äquivalenz
3.4.1 Synchronstimme
3.4.2 Akzent, Dialekt
3.4.3 Zensur
3.4.4 Kulturhintergrund
3.4.5 Humor
3.5 Das Übersetzungsverfahren
3.6 Charakteristika von Synchrontexten
3.6.1 Written to be Spoken
3.6.2 Anglizismen
KAPITEL 4 Sitcom
4.1 Definition
4.2 Ursprung
4.3 Verschiedene Kategorien einer Sitcom
KAPITEL 5 Friends
5.1 Fakten
5.2 Die Charaktere
5.2.1 Rachel Green
5.2.2 Monica Geller
5.2.3 Phoebe Buffay
5.2.4 Joey Tribbiani
5.2.5 Chandler Bing
5.2.6 Ross Geller
5.3 Storyline
5.4 Sprache
KAPITEL 6 Beispiele
6.1 Humor
6.2 Anglizismen
6.3 Maßeinheiten
6.4 Hinzugefügter Dialog
6.5 Veränderungen der Aussage
6.6 Unlogischer Dialog
KAPITEL 7 Ursachen
7.1 Lokalisierung
7.2 Anglizismen
7.3 Erhaltung des AS-Effekts
7.4 Veränderungen aufgrund der Lippensynchronität
7.5 Zensur
7.6 Übersetzungsprozess
7.7 Übersetzungsfehler
KAPITEL 8 Ergebnis
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen der Synchronisation audiovisueller Medien am Beispiel der US-Sitcom "Friends". Ziel ist es, Ursachen für häufig wahrgenommene "Merkwürdigkeiten" in deutschen Synchronfassungen zu ergründen, zu analysieren, ob diese auf handwerkliche Mängel oder systembedingte Zwänge des Synchronisationsprozesses zurückzuführen sind, und Ansätze zur Qualitätsverbesserung aufzuzeigen.
3.3.1 Lippensynchronität
Ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung der Synchronisationsarbeit ist die Lippensynchronität. Viele von uns kennen die schlecht synchronisierten Fassungen asiatischer Filme und haben sich schon häufig über die Qualität der Synchronisation geärgert oder lustig gemacht.
Bis in die 60er Jahre galt die Lippensynchronität als wichtigster Bestandteil der Synchronisation. Mit der Zeit hat sich diese Ansicht allerdings geändert und der Lippensynchronität wird immer mehr eine nachrangige Priorität zugeordnet. Hesse-Quack bezeichnet die Lippensynchronität als „ein nicht notwendig zu betrachtendes Postulat“. (zitiert in Whitman-Linsen 1992: 21) Dies lässt sich hauptsächlich darauf zurückführen, dass Versuche gezeigt haben, dass der Zuschauer kleinere Diskrepanzen bei den Lippenbewegungen gar nicht wahrnimmt. Dabei bezeichnet Herbst (1994: 29) die Synchronisation als „eine der wenigen Tätigkeiten, bei denen die Lippenbewegungen der Sprecher bewusst einbezogen werden.“ Allerdings sollte dabei immer daran gedacht werden, dass der Zuschauer sich einen Film oder eine Serie normalerweise ansieht, um unterhalten zu werden und nicht um die Lippenbewegungen mit den tatsächlich zu hörenden Wortlauten zu vergleichen.
Dennoch ist Lippensynchronität ein wichtiger Faktor bei der Synchronisation von audiovisuellen Texten. Allerdings ist dies nicht während eines kompletten Films der Fall. So unterliegen Off-Passagen, in denen der Sprecher nicht zu sehen ist, nicht diesen Restriktionen. Das gilt ebenfalls für Szenen, in denen der Sprecher von hinten zu sehen ist. Der Übersetzer ist somit nur in On-Passagen an die Lippenbewegungen des Sprechers gebunden, wobei es auch hier wieder Unterschiede bei Totalaufnahmen und Nahaufnahmen gibt. Bei Totalaufnahmen muss lediglich die Länge des synchronisierten Textes mit den Lippenbewegungen übereinstimmen, wohingegen bei Nahaufnahmen auf die genauen Lippenbewegungen geachtet werden muss.
KAPITEL 1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Synchronisation am Beispiel von "Friends" und Darlegung der Zielsetzung sowie des methodischen Vorgehens.
KAPITEL 2 Übersetzung schriftsprachlicher Texte: Theoretische Grundlagen der textuellen Übersetzung und Entwicklung des Äquivalenzbegriffs.
KAPITEL 3 Übersetzung audiovisueller Texte: Detaillierte Untersuchung der Herausforderungen bei der Übersetzung für Film und Fernsehen, insbesondere Synchronisation und Lippensynchronität.
KAPITEL 4 Sitcom: Definition, Ursprung und Kategorisierung des Serienformats Sitcom.
KAPITEL 5 Friends: Vorstellung der Serie, ihrer Fakten, Charaktere und inhaltlichen Struktur als Basis für die Analyse.
KAPITEL 6 Beispiele: Konkrete Dialogbeispiele aus "Friends", die Mängel oder Anpassungen in der deutschen Synchronfassung illustrieren.
KAPITEL 7 Ursachen: Systematische Analyse der Gründe für die zuvor aufgeführten Beispiele, differenziert nach Lokalisierung, Zensur und Prozessfehlern.
KAPITEL 8 Ergebnis: Zusammenfassende Bewertung der Synchronisationsqualität von "Friends" und Empfehlungen für eine bessere Einbindung des Übersetzers in den Produktionsprozess.
Synchronisation, audiovisuelle Übersetzung, Sitcom, Friends, Äquivalenz, Lippensynchronität, Lokalisierung, Humor, Untertitelung, Dialogübersetzung, Synchronstimme, Film, Übersetzungsfehler, Rohübersetzung, Sprachvarietäten
Die Arbeit analysiert die Qualität und die spezifischen Herausforderungen der deutschen Synchronisation der US-amerikanischen Sitcom "Friends" im Vergleich zum englischen Original.
Im Fokus stehen die technischen und sprachlichen Zwänge des Synchronisationsprozesses, der Umgang mit Humor und kulturellen Anspielungen sowie die Balance zwischen Lippensynchronität und inhaltlicher Treue.
Der Autor möchte ergründen, warum manche Dialoge in der deutschen Synchronfassung merkwürdig oder fehlerhaft wirken, und ob diese Anpassungen auf notwendige technische Restriktionen oder auf Mängel im Übersetzungsprozess zurückzuführen sind.
Es handelt sich um eine kontrastive Analyse: Ausgewählte Dialogszenen aus dem englischen Original werden der deutschen Synchronfassung gegenübergestellt und auf ihre übersetzerische Angemessenheit hin bewertet.
Der Hauptteil erörtert zunächst die Theorie der audiovisuellen Übersetzung, definiert das Sitcom-Genre und beleuchtet die Charaktere und die Storyline von "Friends", bevor er zahlreiche Beispiele aus verschiedenen Staffeln analysiert.
Die zentralen Konzepte sind Synchronisation, Äquivalenz, Lippensynchronität, Lokalisierung und die spezifischen Charakteristika von Synchrontexten.
Sie gilt als eines der wichtigsten Bewertungskriterien, stellt aber gleichzeitig eine massive Einschränkung für den Übersetzer dar, da Bild und Ton eine untrennbare Einheit bilden müssen.
Der Autor weist darauf hin, dass Zensur bzw. inhaltliche Entschärfung (z.B. durch Namenänderungen bei Personen oder Anpassung von Referenzen) eingesetzt werden, um die Serie an ein familienfreundliches Zielpublikum anzupassen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

