Diplomarbeit, 2008
71 Seiten, Note: 3,0
1. Einführung
1.1 Darstellung der Thematik
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Struktur der Arbeit
2. Bindungsbegriff und Bindungstheorie
2.1 Definition des Bindungsbegriffs
2.2 Die Bindungstheorie
2.3 Bindungsverhalten
2.4 Die Mutter- Kind- Interaktion
2.5 Methoden zur Beobachtung von Bindungsverhalten
2.5.1 Der Fremde- Situations- Test (FST)
2.5.2 Der Attachment Q –Sort (AQS)
2.6 Bindungsqualität
3. Kindertagesbetreuung in Deutschland
3.1 Verschiedene Tagesbetreuungsformen im Vergleich
3.2 Versorgungsquote des institutionellen Betreuungsangebots
3.3 Inanspruchnahme des institutionellen Betreuungsangebots
3.4 Zur Qualität der Tagesbetreuungsangebote
3.5 Der Eintritt in die Fremdbetreuung – Ein Eingewöhnungsmodell
3.6 Auswertung der Situationsanalyse
4. Einfluss der Fremdbetreuung auf die Mutter- Kind- Bindung
4.1 Die NICHD Studie
4.1.1 Die Teilnehmer und der allgemeine Aufbau der Studie
4.1.2 Messzeitpunkte und Themenbereiche der Studie
4.1.3 Messzeitpunkte und eingesetzte Instrumente der Studie
4.1.4 Weitere Faktoren der Studie
4.1.5 Grundthesen der Studie
4.1.6 Aussagen über die Fremdbetreuung
4.2 Forschungsergebnisse
4.2.1 Quantität der Betreuungszeit
4.2.2 Qualität der Betreuung
4.2.3 Bedeutung von Familienfaktoren
4.2.4 Individuelle Unterschiede
4.2.5 Auswertung
5. Fazit
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht den Einfluss einer außerfamiliären institutionellen Tagesbetreuung auf die Bindungsqualität zwischen Mutter und Kind bei Kindern unter drei Jahren. Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu analysieren und zu klären, ob ein früher, extensiver Eintritt in die Fremdbetreuung eine negative Auswirkung auf die psychosoziale Entwicklung und die Mutter-Kind-Beziehung hat.
2.1 Definition des Bindungsbegriffs
Der Begriff „Bindung“, aus dem Englischen „attachment“ ist die Bezeichnung für eine enge emotionale Beziehung zwischen zwei Menschen. Eine besondere Form der Bindung ist jene, die ein Neugeborenes zu seinen Eltern, insbesondere zur Mutter, oder ähnlichen Bezugspersonen aufbaut. Dabei hat sich die Bindung im Laufe der Evolution entwickelt, um das Überleben der Spezies zu sichern. Das Bindungsverhalten sorgt dafür, dass sich ein Kind nicht in Gefahr begibt oder verloren geht, indem es das Fürsorgeverhalten des Erwachsenen aktiviert. Die menschliche Bindung hat somit auch die Funktion dem Kind ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln, wenn es unter emotionaler Belastung an die Erschöpfung seiner eigenen Ressourcen gelangt und auf die Unterstützung und Fürsorge einer stärkeren Person angewiesen ist.
Besonders treffend haben Ainsworth & Bell den Bindungsbegriff folgendermaßen beschrieben: „Bindung kann definiert werden als das gefühlsmäßige Band, welches eine Person oder ein Tier zwischen sich selbst und einem bestimmten anderen knüpft – ein Band, das sie räumlich verbindet und das zeitlich andauert. Kennzeichnend für Bindung ist ein Verhalten, das darauf ausgerichtet ist, einen bestimmten Grad an Nähe zu dem Objekt der Bindung herzustellen und aufrechtzuerhalten, was, je nach den Umständen, von nahem körperlichen Kontakt bis zur Kommunikation über größere Entfernungen reichen kann. Bindungsverhaltensweisen sind solche Verhaltensweisen, die Nähe oder Kontakt fördern. Beim menschlichen Kind umfasst ein solches Verhalten aktive Nähe wie Annäherung, Nachfolgen und Anklammern sowie Signalverhalten wie Lächeln, Weinen und Rufen (Ainsworth & Bell, 1970, S. 50).“
1. Einführung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Erwerbstätigkeit von Müttern und die damit verbundene Notwendigkeit institutioneller Betreuung ein und stellt Ziel sowie Struktur der Arbeit vor.
2. Bindungsbegriff und Bindungstheorie: Hier werden theoretische Grundlagen zur Bindungsforschung, das Bindungsverhalten sowie wichtige Messmethoden wie der Fremde-Situations-Test und das AQS erörtert.
3. Kindertagesbetreuung in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert das Versorgungsangebot, Qualitätskriterien für Einrichtungen und das Berliner Eingewöhnungsmodell als Strategie für einen erfolgreichen Krippeneintritt.
4. Einfluss der Fremdbetreuung auf die Mutter- Kind- Bindung: Der Hauptteil konzentriert sich auf die NICHD-Studie und untersucht die Effekte von Betreuungszeit, -qualität sowie Familienfaktoren auf die Bindungssicherheit des Kindes.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass bei qualitativ hochwertiger Betreuung kein negativer Effekt auf die Bindung zu erwarten ist, sofern weitere Einflussfaktoren berücksichtigt werden.
Bindungstheorie, Mutter-Kind-Interaktion, Fremdbetreuung, Kindertagesbetreuung, NICHD-Studie, Bindungssicherheit, Bindungsqualität, Eingewöhnungsmodell, Fremde-Situations-Test, frühkindliche Entwicklung, Erwerbstätigkeit, Betreuungszeit, Familienfaktoren, Bindungsverhalten, Tagesmutter.
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der institutionellen Betreuung von Kindern unter drei Jahren und der emotionalen Bindung zur Mutter.
Die Themenfelder umfassen die Bindungstheorie, die aktuelle Situation der Kinderbetreuung in Deutschland, pädagogische Eingewöhnungsmodelle und die Ergebnisse der großflächigen NICHD-Studie.
Es wird untersucht, ob sich eine oft extensive Fremdbetreuung negativ auf die Entwicklung des Kindes und die Beziehung zu seiner Mutter auswirken kann.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und dem Vergleich aktueller empirischer Forschungsstudien, insbesondere der US-amerikanischen NICHD-Studie, basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Situationsanalyse der deutschen Betreuungslandschaft und eine detaillierte Auswertung internationaler Studien zum Einfluss der Fremdbetreuung auf die Bindungssicherheit.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Bindungsqualität, institutionelle Fremdbetreuung, mütterliche Feinfühligkeit, NICHD-Studie, Betreuungsqualität und Eingewöhnungsphase.
Das Berliner Eingewöhnungsmodell wird als pädagogisches Instrument vorgestellt, das durch die Begleitung der Eltern die Stressbelastung für Kinder beim Krippeneintritt minimieren soll.
Die Qualität der Einrichtung wird als entscheidender Faktor identifiziert, der darüber entscheidet, ob Fremdbetreuung das Kind fördert oder ein Risiko für die Bindungsstabilität darstellt.
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