Masterarbeit, 2021
79 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Diversität
2.1 Diversitätsbegriff
2.2 The Four Layers of Diversity
2.3 Inklusion und Heterogenität
2.4 Diversität im Kontext Grundschule
3. Ansätze zur Geschlechterforschung
4. Die Kategorie Geschlecht
4.1 Geschlechterstereotype
4.2 Geschlechterrollen
4.3 Geschlechtsidentität
4.4 Geschlechtergerechtigkeit
4.5 Geschlechterrollen im Grundschulunterricht
4.6 Geschlechterrollen im deutschdidaktischen Diskurs
5. Das Medium Bilderbuch
5.1 Gegenstandsdefinition
5.2 Problemorientierte Bilderbücher
5.3 Funktion von Bilderbüchern im Grundschulunterricht
6. Entwicklung möglicher Eignungskriterien
6.1 Darstellung und Reflexion der Heteronormativität
6.2 Bildung und Reflexion der geschlechtlichen Identität
6.3 Darstellung und Provokation von Differenzerfahrungen
7. Kriterien im Rahmen literaturwissenschaftlicher Kategorien
7.1 Buchfigurenkonzeption
7.2 Darstellung der Problemsituation
7.3 Problem- bzw. Konfliktlösung
7.4 Bild- und Textebene
8. Kriterienorientierte Analyse der Bilderbücher
8.1 Auswahl des Analysematerials
8.2 „Raffi und sein pinkes Tutu“ – Riccardo Simonetti
8.2.1 Buchfigurenkonzeption
8.2.2 Darstellung der Problemsituation
8.2.3 Problem- bzw. Konfliktlösung
8.2.4 Bild- und Textebene
8.2.5 Zusammenfassung
8.3 „Lotti & Otto. Eine Geschichte über Jungensachen und Mädchenkram“ - Collien Ulmen-Fernandes und Carola Sieverding
8.3.1 Buchfigurenkonzeption
8.3.2 Darstellung der Problemsituation
8.3.3 Problem- bzw. Konfliktlösung
8.3.4 Bild- und Textebene
8.3.5 Zusammenfassung
8.4 „Echte Kerle“ - Manuela Olten
8.4.1 Buchfigurenkonzeption
8.4.2 Darstellung der Problemsituation
8.4.3 Problem- bzw. Konfliktlösung
8.4.4 Bild- und Textebene
8.4.5 Zusammenfassung
9. Fazit
Die Arbeit untersucht das inhaltliche Potenzial problemorientierter Bilderbücher für eine geschlechtergerechte Wertebildung im Grundschulunterricht. Ziel ist die Entwicklung einer Orientierungshilfe in Form definierter Eignungskriterien, um Lehrkräften eine fundierte Auswahl geeigneter Medien zur Förderung diversitätsorientierter Kompetenzen zu erleichtern.
1. Einleitung
„Zum Bildungsauftrag der Schulen in Nordrhein-Westfalen gehört die Aufgabe, den Verfassungsgrundsatz der Gleichberechtigung der Geschlechter zu beachten und darauf hinzuwirken, dass Benachteiligungen beseitigt werden (§ 2 Abs. 7 Schulgesetz). Ziel ist es, die einschränkenden Wirkungen von Geschlechterstereotypen zu erkennen und die Entwicklung der individuellen Fähigkeiten und Interessen zu fördern.“ (Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW, o.J.).
Ähnliche Formulierungen auf Grundlage des Schulgesetzes finden sich auch in den Bildungsplänen und Richtlinien der anderen Bundesländer. Das Recht auf Gleichberechtigung und freier geschlechtlicher Identitätsentwicklung hat in der bundesdeutschen Gesellschaft in den letzten Jahren vermehrt an Bedeutung gewonnen und im Rahmen des Inklusionsprozesses auch das Bildungs- und Schulsystem erreicht. Auch wenn sich die Schulforschung schon länger mit einer geschlechtergerechten Schule auseinandersetzt, hat diese erst im Rahmen der PISA-Studie und der Inklusion eine wirklich tragende Rolle eingenommen. In modernen westeuropäischen Gesellschaften, die durch Vielfalt, Diversität und Differenzen charakterisiert sind, wird für die Wertevermittlung vor allem der Grundschule eine besondere Verantwortung beigemessen. In der Grundschule kommen Kinder mit individuellen Persönlichkeiten und verschiedenen sozialen Hintergründen erstmals im Umfeld Schule zusammen und interagieren miteinander. Die Chancen dieser Vielfalt zu nutzen und schon früh einen Grundstein für die Persönlichkeits- und Werteentwicklung jedes einzelnen Kindes zu legen, sollten somit wesentliche Bestandteile der Unterrichtsgestaltung an Grundschulen sein.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den bildungspolitischen Auftrag der Geschlechtergerechtigkeit an Schulen und begründet die Relevanz von Bilderbüchern als Medium der Wertevermittlung in der Grundschule.
2. Diversität: Das Kapitel definiert Diversität soziologisch und erziehungswissenschaftlich, grenzt es von Inklusion und Heterogenität ab und beschreibt Dimensionen menschlicher Differenzen am Beispiel der „Four Layers of Diversity“.
3. Ansätze zur Geschlechterforschung: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die Entwicklung der Gender-Studien und betont die besondere Verantwortung der Institution Schule bei der Umsetzung geschlechtersensibler Bildungsziele.
4. Die Kategorie Geschlecht: Es werden zentrale Begrifflichkeiten wie Geschlechterstereotype, Geschlechterrollen, Geschlechtsidentität und Geschlechtergerechtigkeit definiert und in den Kontext des Grundschulunterrichts übertragen.
5. Das Medium Bilderbuch: Das Kapitel definiert das Bilderbuch als multimodales Medium und beleuchtet die erzieherische Funktion problemorientierter Geschichten für die kindliche Persönlichkeitsentwicklung.
6. Entwicklung möglicher Eignungskriterien: Basierend auf fachdidaktischen Konzepten werden Kriterien für die Auswahl von Bilderbüchern entwickelt, die Heteronormativität reflektieren und Identitätsbildung sowie Differenzerfahrungen unterstützen.
7. Kriterien im Rahmen literaturwissenschaftlicher Kategorien: Hier werden Kategorien wie Buchfigurenkonzeption, Problemsituation, Konfliktlösung sowie Bild- und Textebene definiert, um eine systematische Analyse von Bilderbüchern zu ermöglichen.
8. Kriterienorientierte Analyse der Bilderbücher: In diesem Hauptteil wird das Potenzial dreier bekannter problemorientierter Bilderbücher („Raffi und sein pinkes Tutu“, „Lotti & Otto“, „Echte Kerle“) anhand der entwickelten Kriterien qualitativ analysiert.
9. Fazit: Die abschließende Zusammenfassung evaluiert die Anwendbarkeit der entwickelten Kriterien und betont die notwendige, unterstützende Rolle der Lehrkraft bei der didaktischen Aufarbeitung von Bilderbüchern im Grundschulunterricht.
Geschlechterrollen, Diversität, Grundschule, Bilderbuch, Geschlechtergerechtigkeit, Gender, Identitätsbildung, Inklusion, Literaturdidaktik, Heteronormativität, Geschlechterstereotype, Wertebildung, Differenzerfahrung, problemorientiertes Lernen, Schulunterricht.
Die Arbeit untersucht das inhaltliche Potenzial von problemorientierten Bilderbüchern, um sie als Lehrmittel für eine geschlechtergerechte Wertebildung im Grundschulunterricht einzusetzen.
Die Themen umfassen Diversität, Geschlechterforschung, inklusive Deutschdidaktik sowie die Analyse von narrativen Bilderbüchern unter Berücksichtigung von Rollenklischees.
Das Ziel ist die Erarbeitung einer Orientierungshilfe mit konkreten Eignungskriterien, die Grundschullehrkräfte bei der Auswahl geeigneter Bilderbücher zur Förderung geschlechtergerechter Denkweisen unterstützen soll.
Es erfolgt eine theoretische Herleitung von Kriterien, die anschließend mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse auf drei konkrete Bilderbuch-Fallbeispiele angewendet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Geschlecht und Diversität, eine Definition der Literaturkriterien und die detaillierte Analyse der gewählten Bilderbücher hinsichtlich ihrer Eignung.
Wichtige Begriffe sind Geschlechterrollen, Heteronormativität, geschlechtersensible Didaktik, Identitätsbildung und die Analyse bildlicher sowie textlicher Ebenen von Kinderliteratur.
Die Analyse differenziert zwischen den Büchern anhand ihrer erzählerischen Struktur (Phantasiewelt vs. Realismus), der expliziten Darstellung von Differenz und der Art und Weise, wie Normen durch die Handlung hinterfragt oder widerlegt werden.
Die Lehrkraft nimmt eine entscheidende Vermittlerrolle ein, da der Erfolg der Wertebildung bei weniger expliziten Werken stark von der didaktischen Aufarbeitung und Reflexion im Unterricht abhängt.
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