Bachelorarbeit, 2015
76 Seiten, Note: 1
Teil 1
Einleitung
1. Bestimmung zentraler Begrifflichkeiten
1.1. Migration
1.2. Migrationspolitik(en)
1.3. Asyl
1.3.1. Asylbewerber/Asylsuchende
1.3.2. Asylberechtigte – anerkannte Flüchtlinge
1.4. Subsidiär Schutzberechtigte
1.5. Illegale – irreguläre – klandestine Migration
1.6. EU-Verordnung und EU-Richtlinie
2. Der Nationalstaat und die Entstehung von Migrationsregimen
2.1. Regime
2.2. Die Entstehung eines Migrationsregimes am Beispiel Deutschlands
2.3. Die EU als Grenzregime
3. Gesetze – Verordnungen – Abkommen
3.1. Geschichte der gemeinsamen EU-Asyl- und Flüchtlingspolitik
3.2. Das Dubliner Übereinkommen von 1990
3.3. Die Dublin II und III - Verordnung und das „Dublin-System“
4. EU – Richtlinien im Kontext des „Dublin – Systems“
4.1. Aufnahmerichtlinie 2013/33/EU
4.2. Asylverfahrensrichtlinie 2013/32/EU
4.3. Richtlinie für vorübergehenden Schutz 2001/55/EG
5. Kritik an der Praxis des „Dublin – Systems“
5.1. Zusammenhang zwischen Schengen und EU – Außengrenzen
5.2. Die EU-Außengrenzen und die Rolle von FRONTEX im europäischen Grenzregime
5.3. Ceuta und Melilla – Ikonen der „Festung Europa“
6. Schlussfolgerungen
Teil 2
7. Was ist Soziale Arbeit?
7.1. Soziale Arbeit als Profession – Soziale Arbeit als Disziplin
7.2. Der Weg zur Sozialen Arbeit
8. Ethische Grundsätze der Sozialen Arbeit
8.1. Menschenbilder
8.2. Das Menschenbild der Sozialen Arbeit
8.3. Integration oder Assimilation?
8.3.1. Integration
8.3.2. Die vier Dimensionen der Sozialintegration
8.3.3. Assimilation
8.4. Das Konzept der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit
8.5. Der lebensweltorientierte Ansatz in der Sozialen Arbeit mit Migranten
8.6. Soziale Arbeit und Politik
9. Fazit und perspektivische Möglichkeiten der Sozialen Arbeit mit Flüchtlingen
Die Arbeit untersucht die EU-Asylrechtspolitik, insbesondere das Dublin-System, und analysiert deren Kompatibilität mit den Prinzipien und dem Menschenbild der Sozialen Arbeit, um aufzuzeigen, inwiefern eine humanitäre soziale Praxis unter den gegenwärtigen restriktiven politischen Rahmenbedingungen möglich ist.
2.2. Die Entstehung eines Migrationsregimes am Beispiel Deutschlands
„Auch in der Migrationsforschung wurde der Regime-Begriff aufgegriffen, um bisherige Verkürzungen und Schwachstellen der Analyse von Migrationspolitiken, -regulierungen und -praxen zu überwinden“ (Müller 2010, S. 24). „Wo vorher oftmals von Migrationssystemen die Rede war, ermöglicht der Regimebegriff eine Vielzahl von AkteurInnen einzubeziehen, deren Praktiken zwar aufeinander bezogen sind, nicht aber in Gestalt einer zentralen (systemischen) Logik geordnet, sondern vielfach überdeterminiert sind“ (Karakayali und Tsianos 2005, S. 46). Der Regimebegriff kritisiert u.a. die Idee, dass der Staat ein erster Beweger sei und somit die Grundlage gesellschaftlicher Handlungen darstellt. An dieser Stelle bekommen die Begriffe Government und Governance eine zentrale Bedeutung, denn die genannte Problematik beinhaltet die Debatte um „Governance of Migration“, in der die Erkenntnisse aus der Regimetheorie umgesetzt werden sollten. Nicht oder nicht mehr vom Nationalstaat zu kontrollierende Entwicklungen sollten von einer „Vielzahl politischer AkteurInnen in einem netzwerkartigen Zusammenwirken bearbeitet werden“ (Karakayali und Tsianos 2005, S. 48). „Zwar wird die Frage der ‚Regierung der Migration‘ unter der Prämisse gedacht, dass der Staat darin nicht der zentrale Akteur ist. Die Akteursperspektive aber […] ist in ihr schlicht nicht vorhanden. Wie in der klassischen Perspektive von Government sind die MigrantInnen nur Objekt von Governance.
Einleitung: Umreißt die aktuelle Debatte zur EU-Asylpolitik und die zentrale Fragestellung zur Kompatibilität mit der Sozialen Arbeit.
1. Bestimmung zentraler Begrifflichkeiten: Definiert grundlegende Begriffe wie Migration, Asyl und verschiedene rechtliche Schutzstatus im Kontext der aktuellen Forschung.
2. Der Nationalstaat und die Entstehung von Migrationsregimen: Analysiert theoretisch das Konzept der Regime und die historische Entwicklung der Migrationskontrolle in Deutschland.
3. Gesetze – Verordnungen – Abkommen: Zeichnet die Chronologie der gemeinsamen europäischen Asylpolitik und das Dubliner Übereinkommen nach.
4. EU – Richtlinien im Kontext des „Dublin – Systems“: Untersucht spezifische Richtlinien wie die Aufnahme- und Asylverfahrensrichtlinie und deren Umsetzung durch die Mitgliedstaaten.
5. Kritik an der Praxis des „Dublin – Systems“: Benennt die strukturellen Defizite des Dublin-Systems, die Rolle von Frontex und die Abschottung an den EU-Außengrenzen.
6. Schlussfolgerungen: Fasst zusammen, dass das Dublin-System eine humanitäre Soziale Arbeit erschwert und nationale Interessen oft über den Schutz von Menschenrechten stellt.
7. Was ist Soziale Arbeit?: Erläutert die globale Profession und Disziplin der Sozialen Arbeit sowie ihren historischen Wandel.
8. Ethische Grundsätze der Sozialen Arbeit: Erörtert Menschenbilder, Integration, Assimilation und das Konzept der lebensweltorientierten Sozialen Arbeit.
9. Fazit und perspektivische Möglichkeiten der Sozialen Arbeit mit Flüchtlingen: Reflektiert abschließend die Bedingungen für eine gelingende Soziale Arbeit mit Flüchtlingen im Spannungsfeld politischer Restriktionen.
Asylpolitik, Dublin-System, Soziale Arbeit, Migration, Menschenrechte, Grenzregime, Migrationspolitik, Flüchtlinge, Lebensweltorientierung, Integration, Assimilation, EU-Recht, Sozialintegration, Ethik, Schutzstandards.
Die Arbeit untersucht, wie die europäische Asylrechtspolitik, insbesondere das Dublin-System, mit den fachlichen Standards und dem Menschenbild der Sozialen Arbeit vereinbar ist.
Neben der politischen Analyse von Migrationsregimen und EU-Gesetzen bildet die theoretische Fundierung der Sozialen Arbeit als Profession und Disziplin einen Schwerpunkt.
Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen politischer Abschottungspraxis und dem humanitären Auftrag der Sozialen Arbeit aufzuzeigen und Lösungsansätze zu diskutieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung aktueller Diskurse aus der Migrations- und Sozialarbeitsforschung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine politisch-rechtliche Analyse des europäischen Grenzregimes und eine theoretisch-konzeptionelle Auseinandersetzung mit der Sozialen Arbeit.
Zentrale Begriffe sind Asylpolitik, Dublin-System, Soziale Arbeit, Menschenrechte, Grenzregime, Integration und Lebensweltorientierung.
Das Dublin-System wird als ein "Zuständigkeitsbestimmungsverfahren" kritisiert, das oft zu Lasten der Schutzsuchenden geht und eine faire Integration behindert.
Es beschreibt den Konflikt, zwischen der Verpflichtung gegenüber dem gesellschaftlichen System und der gleichzeitigen Unterstützung der individuellen Bedürfnisse der Klienten zu vermitteln.
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