Bachelorarbeit, 2021
97 Seiten, Note: 1,00
1 EINLEITUNG
1.1 Ausgangssituation & Problemstellung
1.2 Bekannte Herausforderungen
1.3 Forschungsfrage & Zielsetzung
1.3.1 Hauptforschungsfrage
1.3.2 Sub-Forschungsfragen
1.3.3 Ziele
1.3.4 Nicht-Ziele
1.4 Aufbau & Methodik
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Begriffsdefinitionen & Abgrenzung
2.2 Fahrerlose Transportsysteme
2.2.1 Aktuelle Epoche der FTS
2.2.2 FTS in der kunststoffverarbeitenden Industrie
2.2.3 FTS in der Intralogistik von KMU
2.2.4 Voraussetzungen für den Einsatz von FTS
2.3 Reifegradmodelle
2.3.1 Status quo in der kunststoffverarbeitenden Industrie
2.3.2 Industrie 4.0 Maturity Index
2.3.3 Reifegradmodell für Intralogistik Industrie 4.0 (RILI40)
2.4 Vorgehensmodelle
2.4.1 Leitfaden Industrie 4.0
2.4.2 Generisches Vorgehensmodell der TU Darmstadt
3 EMPIRIE
3.1 Begründung der Forschungsmethode
3.2 Das problemzentrierte Interview
3.3 Qualitative Inhaltsanalyse
3.4 Detaillierte Vorgehensweise dieser Arbeit
4 ERGEBNISSE
4.1 Beantwortung der Sub-Forschungsfragen
4.1.1 Sub-Forschungsfrage 1
4.1.2 Sub-Forschungsfrage 2
4.1.3 Sub-Forschungsfrage 3
4.1.4 Sub-Forschungsfrage 4
4.2 Beantwortung der Hauptforschungsfrage
4.3 Prozessstrategie & Handlungsempfehlungen
4.3.1 Bestimmung des Reifegrades
4.3.2 Vorbereitungsphase
4.3.3 Analysephase
4.3.4 Ideengenerierungsphase
4.3.5 Bewertungsphase
4.3.6 Umsetzungsphase
4.4 Beitrag der Arbeit und Learnings
4.5 Limitation
4.6 Ausblick
Das Hauptziel der Arbeit ist die Entwicklung einer Prozessstrategie für die Implementierung fahrerloser Transportsysteme (FTS) in der Intralogistik von KMU der kunststoffverarbeitenden Industrie, um diese Unternehmen wettbewerbsfähiger und effizienter im Kontext von Industrie 4.0 zu machen.
1.1 Ausgangssituation & Problemstellung
Die vierte industrielle Revolution, auch 4IR abgekürzt, besitzt großes Potenzial sowohl zur Steigerung der Effizienz und Produktivität, als auch zur Anhebung des Flexibilitätsgrades eines produzierenden Unternehmens (vgl. Wurst 2020, S. 34). Der zwischenbetrieblichen Logistik wird bereits in Form von Logistik 4.0 und den hiermit verbundenen Industrie 4.0 Technologien Aufmerksamkeit geschenkt. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei allerdings klar auf den interunternehmerischen Aufgabenbereichen, also dem Transport, dem Umschlag und der Lagerung zwischen verschiedenen Partnern entlang der Wertschöpfungskette. Die Intralogistik, also die innerbetriebliche Logistik in einem Unternehmen, und die Implementierung von Industrie 4.0 Technologien, wird in der Logistik 4.0 nur spärlich behandelt. (vgl. Göpfert 2019, S. 370)
Es gilt jedoch als erwiesen, dass die Intralogistik ein ebenso großes Potenzial zur Steigerung der Produktivität und Optimierung der logistischen Prozesse birgt. Immerhin stellt eine gut funktionierende, flexible und effiziente Intralogistik den Material- und Informationsfluss innerhalb eines Betriebes sicher, und ermöglicht so eine optimal funktionierende, kundenorientierte und termintreue Lieferkette. (vgl. Freitag et al. 2015, S. 20)
Da interne Logistikprozesse in der Regel nicht zur Wertsteigerung eines Produkts beitragen, ist eine effiziente Gestaltung der Intralogistik essenziell, um am als Unternehmen langfristig am globalen Markt bestehen bleiben und entscheidende wirtschaftliche Vorteile generieren zu können. (vgl. Kumbhar et al. 2018, S. 254)
Dies trifft auch auf die Kunststoffbranche bzw. im Speziellen auf die kunststoffverarbeitende Industrie zu, da beispielsweise Spritzgießmaschinen auf Grund von niedrigen Taktraten und Mehrfach-Kavitäten einen besonders hohen Output liefern können. Eine entsprechend große Menge an Fertigteilen oder Halbteilen muss hierdurch fortlaufend von den Maschinen zu einem Lagerplatz verbracht werden. (vgl. Risse 2012, S. 64)
1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung und Ausgangslage ein, definiert die Forschungsfrage sowie die Ziele der Arbeit und erläutert den methodischen Aufbau.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Hier werden grundlegende Begriffe definiert, Fahrerlose Transportsysteme (FTS) in ihren Epochen sowie im Kontext der kunststoffverarbeitenden Industrie beleuchtet und relevante Reifegrad- sowie Vorgehensmodelle vorgestellt.
3 EMPIRIE: Dieser Teil begründet die Wahl der qualitativen Forschungsmethode, beschreibt das problemzentrierte Interview und die Inhaltsanalyse nach Mayring sowie die spezifische Vorgehensweise der Datenerhebung.
4 ERGEBNISSE: Das letzte Kapitel führt die Ergebnisse aus Literatur und Interviews zusammen, beantwortet die Forschungsfragen, leitet eine Prozessstrategie mit Handlungsempfehlungen ab und schließt mit Limitationen sowie einem Ausblick.
Prozessstrategie, fahrerlose Transportsysteme, KMU, kunststoffverarbeitende Industrie, Reifegradmodelle, Vorgehensmodelle, Industrie 4.0, Intralogistik, Digitalisierung, problemzentriertes Interview, Handlungsempfehlungen, Automatisierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer Prozessstrategie für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der kunststoffverarbeitenden Industrie, um fahrerlose Transportsysteme (FTS) effizient in ihre Intralogistik zu implementieren.
Die zentralen Felder umfassen Industrie 4.0, Intralogistik, Fahrerlose Transportsysteme, Reifegradmodelle zur Digitalisierung sowie Vorgehensmodelle für die strategische Prozessentwicklung in KMU.
Das Hauptziel ist es, KMU der Kunststoffbranche fundierte Handlungsempfehlungen und einen strukturierten Prozesspfad zu bieten, damit sie ihre Intralogistik wirtschaftlich auf ein höheres Digitalisierungsniveau heben können.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturstudie und ein qualitatives Forschungsdesign, konkret problemzentrierte Interviews (PZI) nach Witzel, die mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu FTS und Reifegradmodellen gelegt, empirische Ergebnisse aus Experteninterviews präsentiert und daraus eine spezifische Prozessstrategie mit fünf Phasen entwickelt.
Wichtige Begriffe sind Prozessstrategie, Fahrerlose Transportsysteme (FTS), KMU, Kunststoffindustrie, Industrie 4.0-Reifegradmodelle und Intralogistik.
Die Unternehmen identifizieren insbesondere hohe Initialkosten, das Platzproblem in historisch gewachsenen Gebäuden und die Notwendigkeit einer hohen Wendigkeit der Fahrzeuge als größte Hürden.
Dieses Modell wurde speziell für die Intralogistik entwickelt und ermöglicht eine standortspezifische Bewertung, was für die gezielte Ableitung von Maßnahmen zur FTS-Einführung besonders wertvoll ist.
Sie fungiert als roter Faden und Leitfaden, der KMU in aufeinanderfolgenden Phasen – von der Reifegradanalyse bis zur Umsetzungsphase – durch das komplexe Vorhaben der Digitalisierung und FTS-Implementierung führt.
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